Hundefutter Bloodhound: Riesenrasse-Kraft
Spezialisiertes Hundefutter für Bloodhound mit optimaler Größen- und Ausdauerversorgung. Unterstützt tiefbrüstige Riesenhunde langfristig.
- Größe
- 58–72 cm
- Gewicht
- 40–54 kg
- Lebenserwartung
- 10–12 Jahre
- Herkunft
- Belgien / Großbritannien
- FCI-Gruppe
- Laufhunde, Schweißhunde und verwandte Rassen

Bloodhound: Auf einen Blick
Der Bloodhound – im FCI-Standard als Chien de Saint-Hubert geführt – gehört zur Größenklasse der Riesenrassen. Mit 40 bis 54 Kilogramm Körpergewicht und einer Widerristhöhe von 58 bis 72 Zentimetern ist er ein ausgewachsener Großhund, der aus ernährungswissenschaftlicher Sicht in eine eigene Liga fällt. Riesenrassen wachsen deutlich langsamer als kleine Hunde, erreichen ihre Skelettreife erst mit 18 bis 24 Monaten und reagieren in der Welpenphase besonders empfindlich auf Calcium- und Energieüberschüsse.
Gleichzeitig ist der Bloodhound ein Ausdauerarbeiter: Rund 2,4 Stunden Bewegung täglich, davon ein erheblicher Anteil als intensive Nasenarbeit (Mantrailing, Fährtenarbeit), prägen seinen Energieumsatz. Hinzu kommt das anatomisch bedingte Risiko einer Magendrehung (Gastric Dilatation-Volvulus, kurz GDV), das durch falsche Fütterungsroutinen begünstigt werden kann.
Diese drei Faktoren – Riesenrassen-Wachstum, Ausdauerbedarf und GDV-Prädisposition – bilden das Fundament jeder sinnvollen Ernährungsplanung für den Bloodhound und ziehen sich durch alle Lebensphasen.
Größe und Statur des Bloodhounds
Der Bloodhound ist eine der schwersten Laufhundrassen weltweit. Rüden erreichen laut FCI-Standard eine Widerristhöhe von 63 bis 72 Zentimetern, Hündinnen von 58 bis 66 Zentimetern. Das Gewicht bewegt sich zwischen 40 und 54 Kilogramm, wobei gut genährte Rüden die obere Grenze regelmäßig erreichen.
Charakteristisch ist der tiefe, breite Brustkorb, der zusammen mit einem großen Magenvolumen das Risiko für GDV strukturell erhöht. Die langen, tief angesetzten Behänge und die zahlreichen Hautfalten im Kopfbereich sind rassetypische Merkmale, die in der täglichen Pflege und mittelbar auch bei der Fütterung (Trinken, Futteraufnahme) berücksichtigt werden müssen.
Als Riesenrasse unterliegt der Bloodhound dem sogenannten Größen-Skalierungseffekt: Sein Energiebedarf pro Kilogramm Körpergewicht ist relativ niedriger als bei kleinen Rassen, was bei der Futtermengenberechnung auf Basis des metabolischen Körpergewichts (kgKG^0,75) zu berücksichtigen ist.
Wesen und Charakter
Der Bloodhound gilt als sanftmütiger, ruhiger und außerordentlich umgänglicher Hund. Gegenüber Menschen zeigt er sich freundlich und besonders stark auf seine Bezugsperson geprägt; gegenüber anderen Hunden und Haustieren ist er in der Regel verträglich. Aggressionen sind rassetypisch nicht zu erwarten.
Das prägende Wesensmerkmal ist seine absolute Geruchsfixierung. Sobald der Bloodhound eine interessante Witterung aufnimmt, schaltet er in einen Zustand konzentrierter Verfolgung, der äußere Ablenkungen weitgehend ausblendet. Im Alltag bedeutet das: Eigensinnnigkeit und eine im Vergleich zu anderen Rassen geringere Lenkbarkeit auf der Leine – kein Merkmal schlechter Erziehung, sondern tiefer arbeitstrieblicher Prägung.
Für die Ernährung relevant ist die Kombination aus ruhigem Grundtempo im Hausbereich und intensiver mentaler sowie körperlicher Belastung bei Nasenarbeit. Ein Bloodhound, der täglich Mantrailing-Einheiten absolviert, hat einen spürbar höheren Energieumsatz als ein Hund gleichen Gewichts, der nur spazieren geht. Ruhige Mahlzeiten – möglichst ohne Hetze, ohne Aufregung direkt davor oder danach – sind für diese tiefbrüstige Rasse besonders relevant.
Herkunft und Geschichte
Die Wurzeln des Bloodhounds reichen bis in das mittelalterliche Europa zurück. Als Vorfahren gelten die „Chiens de Saint-Hubert“, die im 7. Jahrhundert in der Abtei Saint-Hubert in den belgischen Ardennen von Mönchen systematisch als Hochwaldjagdhunde gezüchtet wurden. Diese Hunde galten als der Inbegriff des mittelalterlichen Laufhundes und wurden bis in den französischen Königshof geliefert. Mit der normannischen Eroberung Englands im Jahr 1066 gelangte die Rasse nach Großbritannien, wo der Name „Bloodhound“ entstand – nicht als Hinweis auf Blutgier, sondern auf die sorgfältig geführten Blutlinien der Reinzucht.
Jahrhunderte selektiver Zucht auf olfaktorische Höchstleistung haben einen Hund geformt, dessen Verdauungssystem auf gemischte, fleischbetonte Kost ausgelegt ist. Als klassischer Arbeitshund war der Bloodhound historisch auf nährstoffreiche, sättigende Rationen angewiesen, die auch nach intensiven Spurarbeitstagen Energiereserven auffüllen konnten. Diese Prägung spiegelt sich in einem robusten Verdauungsapparat wider, der jedoch durch die tiefbrüstige Anatomie auch heute noch anfällig für Magenprobleme bleibt.
Seit dem frühen 19. Jahrhundert ist der Bloodhound als Suchhund auch im organisierten Einsatz bei Strafverfolgungsbehörden dokumentiert – ein Arbeitskontext, der entsprechende Anforderungen an Ausdauer und Ernährung stellte.
Pflege und Haltung
Das kurze, enganliegende und wetterfeste Fell des Bloodhounds ist vergleichsweise pflegleicht: Ein- bis zweimaliges Bürsten pro Woche mit einer Kurzhaar-Bürste oder einem Gummihandschuh reicht in der Regel aus, in Haarwechselzeiten kann tägliches Bürsten sinnvoll sein. Baden ist etwa alle sechs bis acht Wochen oder nach Geländeeinsätzen empfehlenswert.
Die eigentlichen Pflegeschwerpunkte liegen bei den rassetypischen Besonderheiten: Die tiefen Hautfalten im Kopfbereich und die langen Behänge (Ohren) sind feuchtigkeitsanfällig und müssen regelmäßig – insbesondere nach dem Baden und nach dem Fressen – auf Rötungen, Geruch und Feuchtigkeit kontrolliert werden. Entzündungen in Falten und Ohren (Otitis externa) zählen zu den häufig berichteten Alltagsproblemen dieser Rasse.
Ein indirekter Bezug zur Ernährung: Die hängenden Behänge des Bloodhounds tauchen beim Fressen und Trinken regelmäßig ins Wasser- oder Futternapf. Spezielle Schüsseln mit schmalem, hohem Rand oder Napfhalterungen auf angemessener Höhe können helfen, die Ohren trocken zu halten und zugleich eine für die Verdauung günstigere Fressposition zu ermöglichen – wobei erhöhte Näpfe bei großen Rassen und GDV-Risiko nach aktueller Datenlage kritisch zu sehen sind und individuell mit einem Tierarzt besprochen werden sollten.
Gesundheit und rassetypische Erkrankungen
Der Bloodhound ist insgesamt eine robuste Rasse, trägt als Riesenrasse mit tiefer Brust jedoch mehrere strukturell und genetisch bedingte Gesundheitsrisiken.
Magendrehung (Gastric Dilatation-Volvulus, GDV)
Die tiefbrüstige Körperform und das große Magenvolumen machen den Bloodhound zu einer Hochrisiko-Rasse für GDV – ein lebensbedrohlicher Notfall, bei dem sich der Magen mit Gas füllt und um seine eigene Achse dreht. Präventiv relevant sind: mehrere kleine Mahlzeiten täglich statt einer großen Ration, Ruhephasen von mindestens einer Stunde vor und nach dem Fressen sowie die Vermeidung intensiver Bewegung unmittelbar nach der Nahrungsaufnahme. Die prophylaktische Gastropexie (operative Fixierung des Magens) wird von einigen Tierärzten bei besonders gefährdeten Individuen diskutiert.
Canine Degenerative Myelopathie (DM) und hereditäre spinale Muskelatrophie (HCSMA)
Für den Bloodhound sind in der OMIA-Datenbank (Evidence Grade A) zwei genetisch bedingte neuromuskuläre Erkrankungen dokumentiert: die Canine Degenerative Myelopathie, die auf einer Mutation im SOD1-Gen beruht und zu fortschreitender Hinterhandlähmung führt, sowie die Hereditäre Canine Spinale Muskelatrophie (HCSMA), bei der Motoneuronen progressiv absterben. Beide Erkrankungen werden autosomal-rezessiv vererbt; für Zuchttiere werden Gentests empfohlen.
Gelenkerkrankungen und Arthrose
Als Riesenrasse mit hohem Körpergewicht ist der Bloodhound besonders anfällig für Hüft- und Ellbogendysplasie sowie im Alter für Arthrose. Ein gut kontrolliertes Körpergewicht – weder Übergewicht noch Untergewicht – ist eine der wirksamsten ernährungsbezogenen Maßnahmen zur Gelenkschonung.
Herzerkrankungen
Dilatatitve Kardiomyopathie (DCM) tritt bei großen und Riesenrassen häufiger auf. Regelmäßige Herzkontrollen ab dem sechsten Lebensjahr werden empfohlen.
Ohr- und Hautentzündungen
Die langen Behänge und die ausgeprägten Hautfalten begünstigen chronische Entzündungen (Otitis externa, Intertrigo). Ernährungsbedingte Einflüsse auf die Hautbarriere – etwa durch Omega-3-Fettsäuren – werden diskutiert.
Ernährungsbedarf des Bloodhounds
Energiebedarf und Größenklasse
Als Riesenrasse profitiert der Bloodhound vom metabolischen Skalierungseffekt: Sein Erhaltungsbedarf (MER) pro Kilogramm Körpergewicht ist relativ niedriger als bei kleinen Rassen. Nach NRC 2006 liegt der entsprechende Korrekturfaktor für Riesenrassen bei etwa 0,85 im Vergleich zu mittelgroßen Hunden. Für einen ausgewachsenen Bloodhound mit 40–54 kg Körpergewicht und moderater Aktivität sind als grobe Orientierung rund 1.800 bis 2.400 kcal Umsetzbare Energie (ME) pro Tag anzusetzen – der individuelle Bedarf variiert erheblich nach Aktivitätsniveau, Geschlecht und Kastrationsstand. Kastrierte Tiere haben häufig einen um 20–30 % niedrigeren Energiebedarf, was bei der Futtermenge konsequent berücksichtigt werden sollte, um Übergewicht zu vermeiden.
Protein
FEDIAF 2025 empfiehlt für ausgewachsene Hunde einen Proteinmindestgehalt von 18 % der Trockensubstanz (TS); NRC 2006 gibt 25 g/1.000 kcal ME als empfohlene Zufuhr an. Bei einem aktiv arbeitenden Bloodhound, der regelmäßige Ausdauerbelastungen (Mantrailing, Fährtenarbeit) absolviert, sind Proteingehalte von 22–28 % TS aus qualitativ hochwertigen tierischen Quellen – beispielsweise Huhn, Rind, Lamm oder Fisch – sinnvoll. Pflanzliche Proteinquellen als primäre Eiweißlieferanten sind nach aktuellem Wissensstand weniger geeignet.
Fette und Omega-Fettsäuren
Fett ist der primäre Energielieferant des Hundes. FEDIAF 2025 gibt einen Mindestfettgehalt von 13,75 g/1.000 kcal ME an; NRC 2006 empfiehlt 13,8 g/1.000 kcal ME für ausgewachsene Hunde. EPA und DHA (langkettige Omega-3-Fettsäuren) werden nach NRC 2006 für adulte Hunde mit 0,11 g/1.000 kcal ME als empfohlene Zufuhr angegeben – relevant für Gelenke, Haut und entzündungsmodulierende Prozesse.
Calcium, Phosphor und das Welpen-Fenster
Für Bloodhound-Welpen gelten besonders strenge Obergrenzen: FEDIAF 2025 setzt den maximalen Calciumgehalt für Riesenrassen-Welpen auf 1,0 % TS (entsprechend max. 4,5 g/1.000 kcal ME nach NRC 2006), NRC 2006 empfiehlt für die Wachstumsphase maximal 0,8 % Phosphor TS bei einem strikten Ca:P-Verhältnis von 1,2:1. Calciumüberschüsse in der Wachstumsphase erhöhen das Risiko für Osteochondrose (OCD) und andere Skelettenentwicklungsstörungen, die bei Riesenrassen zu dauerhaften Gelenkschäden führen können. Normales Welpenfutter für kleine Rassen enthält häufig zu viel Calcium und Energie – es sollte ausschließlich ein Produkt mit dem ausgewiesenen Hinweis „für große/sehr große Rassen (Welpen)“ verwendet werden.
Lebensphasen im Überblick
- Welpe (0–18 Monate): Spezielles Welpenfutter für Riesenrassen, kontrollierter Ca/P-Gehalt, 3–4 Mahlzeiten täglich bis 6 Monate, danach 2–3 Mahlzeiten. Umstellung auf Junghundfutter frühestens mit 12–14 Monaten.
- Junghund/Adult (18 Monate – ca. 6 Jahre): Vollwertiges Erhaltungsfutter für große Rassen; Futtermenge am Body Condition Score (BCS) orientieren.
- Senior (ab ca. 6 Jahren): Laut WSAVA/AAHA-Leitlinien gelten Riesenrassen bereits ab dem 6. Lebensjahr als Senior. Anpassung der Energiezufuhr und ggf. Unterstützung der Gelenke durch geeignete Futterformulierungen.
In allen Phasen gilt: Lieber den Body Condition Score regelmäßig prüfen (Rippen tastbar, aber nicht sichtbar; gut definierte Taille von oben) und die Futtermenge entsprechend anpassen, als starr an Packungsangaben festzuhalten.
Du weißt jetzt, worauf es beim Futter ankommt — die passenden Sorten für den Bloodhound zeigt dir unsere datenbasierte Futtersuche.
Futtersuche öffnenFutterarten für den Bloodhound: Trockenfutter, Nassfutter, BARF und mehr
Trockenfutter
Vollwertiges Trockenfutter (Extrudat oder kaltgepresst) ist für den Bloodhound eine praktikable und weit verbreitete Option. Die Vorteile: einfache Portionierbarkeit, gute Lagerfähigkeit, Verfügbarkeit von Rezepturen speziell für große/Riesenrassen mit angepasstem Ca:P-Verhältnis. Bei der Produktauswahl sollte tierisches Protein an erster Stelle der Zutatenliste stehen; der deklarierte Rohproteingehalt sollte für aktive Bloodhounds bei mindestens 22–24 % liegen. Für Welpen ist die Kennzeichnung „für große/sehr große Rassen“ obligatorisch. Ein möglicher Nachteil von Trockenfutter: der niedrige Feuchtigkeitsgehalt (ca. 8–10 %), der bei großen Hunden mit hohem Flüssigkeitsbedarf bedeutet, dass immer frisches Wasser zur Verfügung stehen muss.
Nassfutter
Nassfutter weist mit 70–80 % Feuchtigkeitsgehalt eine deutlich höhere Wasserzufuhr auf und kann insbesondere bei Bloodhounds, die wenig trinken, sinnvoll sein. Vollständige Nahrung (Alleinfutter) muss auch als Nassfutter alle essenziellen Nährstoffe nach FEDIAF/NRC enthalten. Für einen Bloodhound von 47 kg sind täglich entsprechend größere Futtermengen nötig, was Kosten und Logistik gegenüber Trockenfutter erhöht. Kombinationen aus Trocken- und Nassfutter sind möglich, erfordern aber eine sorgfältige Kalorien- und Nährstoffkalkulation.
BARF (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter)
Rohes Füttern ist für den Bloodhound grundsätzlich möglich; ein robustes Verdauungssystem erleichtert die Verarbeitung von Rohfleisch, Knochen und Innereien. Die größten Risiken bei Eigenkompositionen sind Calcium-Phosphor-Imbalancen (reine Fleischration ohne korrekten Knochenanteil = calciumarm, phosphorreich), Jodmangel und ein unzureichendes Vitamin-D-Angebot. Für einen 47 kg schweren Bloodhound sind als grobe Orientierung 940–1.400 g Frischfutter täglich nötig – logistisch und nährstofftechnisch anspruchsvoll. Eine ernährungsberaterische Begleitung durch eine/n qualifizierte/n Tierernährungsberater:in wird bei BARF dringend empfohlen, um Mangelversorgungen zu vermeiden.
Das GDV-Risiko des Bloodhounds spricht nicht grundsätzlich gegen BARF, aber für besondere Vorsicht bei Fütterungsroutinen: niemals unmittelbar vor oder nach intensiver Bewegung füttern, Futter auf mindestens zwei Mahlzeiten täglich aufteilen.
Pflanzlich-basierte und vegane Konzepte
Rein pflanzliche oder vegane Hundefutter für den Bloodhound sind aus ernährungswissenschaftlicher Sicht möglich, wenn alle essenziellen Nährstoffe (insbesondere Taurin, L-Carnitin, Vitamin D3, B12, essentielle Aminosäuren) vollständig ergänzt sind. Eine ernährungsberaterische Begleitung ist hier noch wichtiger als bei konventionellen Konzepten; Selbstformulierungen ohne Beratung sind nicht empfehlenswert. Für Riesenrassen-Welpen wird wegen der komplexen Mineral-Anforderungen von veganen Eigenformulierungen abgeraten.
Bio-Hundefutter
Bio-zertifiziertes Fertigfutter unterliegt denselben nährstofflichen Anforderungen wie konventionelles Fertigfutter. Für den Bloodhound gelten hinsichtlich der Nährstoffprofile dieselben Kriterien wie bei anderen Produkten; die Bioqualität der Rohstoffe ist kein Ersatz für eine bedarfsdeckende Formulierung.
Nahrungsergänzung für den Bloodhound
Grundsätzlich gilt: Ein vollwertiges, bedarfsdeckendes Fertigfutter oder ein fachlich begleitetes Frischfutter-Konzept macht Nahrungsergänzungsmittel überflüssig. Dennoch gibt es für den Bloodhound aufgrund seiner spezifischen Dispositionen einige Wirkstoffe, die in der Fachpraxis diskutiert werden. Im Einzelfall sollte die Notwendigkeit und Dosierung stets mit einem Tierarzt oder einer Tierärztin abgeklärt werden.
Glucosamin und Chondroitin (Gelenkschutz)
Für die Gelenke großer und Riesenrassen werden in der veterinärmedizinischen Praxis Glucosamin und Chondroitinsulfat häufig eingesetzt. Laut Nährstoff-Modifier in unserer Datenbasis (observational evidence) werden für den Senior-Bloodhound 500–1.000 mg Glucosamin täglich diskutiert, begleitet von Chondroitin. Die Evidenz für diese Supplemente ist observational und nicht abschließend belegt; sie gelten als allgemein gut verträglich. Bei bestehender Arthrose ist tierärztliche Beratung über integrierte Therapiekonzepte wichtiger als eine isolierte Supplementierung.
Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA)
Langkettige Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl oder Algenöl können bei Bloodhounds sinnvoll sein: zur Unterstützung der Gelenkgesundheit, zur Hautbarriere (relevant angesichts der Falten und Ohranfälligkeit) und zur entzündungsmodulierenden Wirkung. NRC 2006 gibt für adulte Hunde eine empfohlene EPA+DHA-Zufuhr von 0,11 g/1.000 kcal ME an. Ob ein konkretes Produkt bereits ausreichend Omega-3 enthält, lässt sich an der Deklaration ablesen; eine Zusatzgabe sollte nur bei nachgewiesenem Defizit oder auf tierärztliche Empfehlung erfolgen.
Vitamin D
Vitamin D ist für Calciumstoffwechsel und Knochengesundheit essenziell. FEDIAF 2025 gibt für adulte Hunde ein Minimum von 138 IE/1.000 kcal ME an. Bei BARF-Rationen oder nicht vollständig deklarierten Futtermitteln kann Vitamin D ein kritischer Nährstoff sein – eine Überversorgung ist jedoch ebenso schädlich wie ein Mangel. Keine Eigenergänzung ohne Analyse der Grundration.
Calcium in der Welpenphase: Kein Raum für Eigeninitiative
Calcium-Ergänzungen für Bloodhound-Welpen, die bereits ein vollständiges Welpenfutter für Riesenrassen erhalten, sind kontraindiziert. Eine Überversorgung erhöht das Risiko für Osteochondrose und Panosteitis nachweislich. Dies ist einer der seltenen Fälle, wo Ergänzung nicht hilft, sondern schadet.
Zink und Hautgesundheit
Zink ist an der Hautbarrierefunktion beteiligt; FEDIAF 2025 empfiehlt für adulte Hunde mindestens 18 mg/1.000 kcal ME. Bei Bloodhounds mit rezidivierenden Hautentzündungen in den Falten kann ein Zinkdefizit im Futter eine Rolle spielen – allerdings ist dies zunächst tierärztlich abzuklären.
Das passende Bloodhound-Futter finden
Angesichts der spezifischen Anforderungen des Bloodhounds – kontrollierter Calcium-Phosphor-Gehalt für Welpen, angemessene Energiedichte für Riesenrassen, bedarfsgerechter Proteingehalt für aktive Nasenarbeiter, GDV-günstige Fütterungsstruktur – ist die Auswahl des richtigen Futters keine triviale Aufgabe. Die Produktlandschaft ist groß, die Deklarationen sind nicht immer vergleichbar, und Marketing-Versprechen ersetzen keine Nährstoffanalyse.
Der Futterfilter von futter.de ermöglicht eine datengetriebene, neutrale Suche nach Produkten, die an die Größenklasse, die Lebensphase und die rassespezifischen Bedürfnisse des Bloodhounds angepasst sind – ohne Werbedruck und ohne Markenempfehlungen. Wer einen Riesenrassen-Welpen, einen aktiv arbeitenden Adulten oder einen Senior ab sechs Jahren versorgen möchte, kann die Parameter direkt eingeben und erhält nachvollziehbar gefilterte Ergebnisse auf Basis veröffentlichter Nährwerttabellen.
Quellen
- [1]FCI-Rassestandard CHIEN DE SAINT HUBERTfci_standard
- [2]FEDIAF Nutritional Guidelines 2025guideline
- [3]NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Catsguideline
- [4]Studie: Canine degenerative myelopathy, hereditary canine spinal muscular atrophystudy
- [5]Wikipedia: Bloodhoundwikipedia
- [6]Bloodhound - Steckbrief, Charakter, Wesen und Haltungweb
- [7]Bloodhound | Das Gesunde Tierweb
- [8]Bloodhound 101 - American Bloodhound Clubweb
- [9]Die Ernährung des Hundes: Wichtiges im Überblick | Dr. Samweb
- [10]Typische Rassekrankheiten beim Hund - [GEO]web
Hinweis
Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.
Fragen zur Ernährung & Haltung
futter.de-Redaktion. KI-gestützt erstellt aus unserer geprüften Datenbasis, redaktionell kuratiert.
Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.
Wie wir arbeiten. Fehler gefunden? Sag uns Bescheid.