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Hundefutter für Broholmer: Wachstum

Hundefutter für den Broholmer: Wachstumskontrolle bei bis zu 70 kg, Gelenkgesundheit und optimale Lebenserwartung für Riesenwüchse.

Größe
70–75 cm
Gewicht
40–70 kg
Lebenserwartung
8–10 Jahre
Herkunft
Dänemark
FCI-Gruppe
Pinscher und Schnauzer – Molossoide – Schweizer Sennenhunde
Illustration: Hundefutter für Broholmer: Wachstum

Broholmer – Auf einen Blick

Der Broholmer ist eine dänische Riesenhundrasse aus der FCI-Gruppe 2 (Molossoide) mit einem Gewicht von 40 bis 70 Kilogramm und einer Schulterhöhe von 70 bis 75 Zentimetern. Er zählt zu den schweren Molossern Nordeuropas und vereint eine bemerkenswerte Ruhe mit natürlicher Wachsamkeit.

Sein Ernährungsprofil ist durch drei Faktoren bestimmt, die zusammen eine rasse-eigene Strategie erfordern:

  • Riesenwuchs und langsames Skelettwachstum: Broholmer-Welpen brauchen spezifisch angepasste Calcium- und Phosphorgehalte, um Wachstumsstörungen wie Hypertrophe Osteodystrophie (HOD) oder Osteochondrose zu vermeiden.
  • Frühes Senioralter: Ab etwa 6 Jahren gilt der Broholmer bereits als Senior – früher als die meisten mittelgroßen Rassen. Die Ernährung muss entsprechend rechtzeitig angepasst werden.
  • Magendrehungsrisiko: Als tiefbrüstiger, großvolumiger Hund gehört er zur Risikogruppe für Magendilatation-Volvulus (GDV). Fütterungsroutinen sind daher nicht nur eine Qualitäts-, sondern auch eine Sicherheitsfrage.

Für gesunde adulte Tiere mit moderatem Aktivitätsniveau liegt der tägliche Energiebedarf grob bei 2.000–2.600 kcal metabolisierbarer Energie, abhängig von Körpermasse, Alter und Kastrationsstand. Die konkrete Tagesration sollte stets individuell – und im Zweifel in Absprache mit einer tierärztlichen Fachkraft – festgelegt werden.

Größe und Statur des Broholmers

So groß wird ein BroholmerSchulterhöhe im Vergleich zu einem 175 cm großen Menschen · Daten: FCI-RassestandardMensch175 cmBroholmerSchulterhöhe 75 cmca. 75 cmfutter.de · Illustration + FCI-Maßdaten

Der Broholmer wird von der FCI in die Größenklasse „Riese“ (Giant) eingestuft. Rüden erreichen eine Schulterhöhe von 70–75 Zentimetern bei einem Gewicht von typischerweise 50–70 Kilogramm; Hündinnen bleiben im Schnitt 5–8 Zentimeter niedriger und leichter, können aber ebenfalls die 60-Kilogramm-Marke erreichen.

Diese Körpermasse hat direkte ernährungsrelevante Konsequenzen: Nach dem metabolischen Skalierungsgesetz (NRC 2006) sinkt der Energiebedarf pro Kilogramm Körpermasse mit steigendem Gewicht. Ein 60-Kilogramm-Broholmer benötigt also relativ weniger Energie je Kilogramm als ein 30-Kilogramm-Hund derselben Aktivitätsstufe – ein Effekt, der bei der Rationskalkulation berücksichtigt werden muss, um Übergewicht zu vermeiden.

Das Körperbauformat ist massig, breitbrüstig und tiefbrustig. Brachycephalie (Kurzschnäuzigkeit) ist beim Broholmer nicht stark ausgeprägt; atmungsbedingte Fütterungseinschränkungen, wie sie etwa bei der Französischen Bulldogge relevant sind, spielen bei dieser Rasse eine deutlich untergeordnete Rolle. Im Vordergrund steht stattdessen das strukturelle Magendrehungsrisiko, das durch die tiefliegende, große Bauchhöhle begünstigt wird.

Wesen und Charakter

Der Broholmer zeigt laut FCI-Standard ein ruhiges, gutmütiges und freundliches Temperament bei gleichzeitig ausgeprägter Wachsamkeit. Er soll großes Selbstvertrauen ausstrahlen – eine Eigenschaft, die ihn von nervösen oder überreizbaren Molossern deutlich unterscheidet.

In der Praxis bedeutet das ein Hund, der keine permanente Hochintensitätsbeschäftigung benötigt, aber dennoch regelmäßige mentale und körperliche Stimulation erwartet. Er ist keine Rasse, die Langeweile passiv hinnimmt; unausgelastete Broholmer können destruktives Verhalten entwickeln, das sich wiederum auf das Fressverhalten auswirken kann (Stressfressen, Schlingen).

Das ruhige Temperament hat einen ernährungsrelevanten Aspekt: Broholmer neigen nicht zu hektischem, schnellem Fressen von Natur aus, reagieren aber auf Fütterungsroutinen sensitiv. Unregelmäßige Mahlzeiten, zu große Portionen oder Fütterung direkt nach intensiver Bewegung erhöhen das Risiko für Magendilatation. Eine strukturierte Fütterungsroutine mit festen Uhrzeiten, ruhiger Umgebung und einer Ruhephase von mindestens 60 Minuten vor und nach dem Fressen ist bei dieser Rasse besonders empfehlenswert.

Herkunft und Geschichte

Der Broholmer ist eine der ältesten nachweisbaren Haushundrassen Nordeuropas. Als Typ war er bereits im Mittelalter bekannt, wo er für die Hirschjagd eingesetzt wurde. Später diente er vorrangig als Wachhund auf großen Höfen und Herrensitzen in Dänemark. Gegen Ende des 18. Jahrhunderts wurde er als reinrassig gezüchtet.

Den entscheidenden züchterischen Beitrag leistete Niels Frederik Bernhard Sehested (1813–1882), Eigentümer des Schlossgutes Broholm auf der Insel Fünen. Von diesem Gut leitet sich der heutige Rassenname ab. Die Rasse durchlebte im 20. Jahrhundert eine Phase des nahezu vollständigen Aussterbens und wurde erst in den 1970er und 1980er Jahren durch dänische Zuchtprogramme rekonstruiert.

Die historische Funktion als Wach- und Begleithund auf großen, gut versorgten Höfen spiegelt sich im heutigen Ernährungsprofil wider: Der Broholmer ist kein Ausdauerjäger, der auf hochkalorische Leistungsnahrung angewiesen wäre, sondern ein moderater Energieverbraucher mit Neigung zur Gewichtszunahme bei unkontrollierter Fütterung. Diese züchterisch geformte Physiologie verlangt nach einer bedarfsgerechten, nicht übermäßig energiereichen Ernährung über alle Lebensphasen.

Pflege und Haltung

Das Fell des Broholmers ist kurz, glatt anliegend und mit einer Unterwolle versehen – ein Typ, der pflegeleicht, aber nicht pflegefrei ist. Zweimal jährlich, im Frühjahr und Herbst, wechselt die Unterwolle, was zu erhöhtem Haarausfall führt. In diesen Phasen ist tägliches Bürsten mit einem Gummihandschuh oder kurzen Striegelkamm sinnvoll; außerhalb des Fellwechsels genügt wöchentliche Fellpflege.

Die Pflegebereiche mit ernährungsrelevantem Bezug sind Haut und Fell sowie die Gelenke. Ein glanzloses, schuppiges Fell oder übermäßiger Haarausfall außerhalb des regulären Fellwechsels kann ein Hinweis auf unzureichende Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren (insbesondere EPA/DHA), Zink oder Vitamin E sein. Diese Nährstoffe sind in einem ausgewogenen, vollständigen Hundefutter enthalten; Mängel entstehen vor allem bei einseitiger oder selbst zusammengestellter Ernährung ohne Kontrolle der Nährstoffabdeckung.

Der Broholmer benötigt rund 2,4 Stunden Bewegung pro Tag, bevorzugt aufgeteilt in mehrere ruhigere Einheiten. Wegen des Gelenkrisikos als Großrasse ist Bewegung auf weichem Untergrund (Wiese, Wald) hartem Asphalt vorzuziehen. Orthopädische Liegeflächen sind spätestens im Senioralter, sinnvollerweise aber schon früher, unerlässlich.

Gesundheit und rassetypische Risiken

Für den Broholmer liegen in der wissenschaftlichen Literatur keine umfassenden rassenspezifischen Krankheitsstudien vor – die Rasse ist zu selten, um große Populationsdaten zu generieren. Auf Basis seiner morphologischen Einordnung als schwerer Molosser (FCI-Gruppe 2) und der verfügbaren Ernährungsmodifikatoren lassen sich jedoch relevante Gesundheitsrisiken ableiten, die für die Ernährungsgestaltung direkt relevant sind.

Orthopädische Erkrankungen

Als Riesenhundrasse mit bis zu 70 Kilogramm Körpergewicht gehört der Broholmer zur Risikogruppe für Hüftgelenksdysplasie (HD) und Ellbogendysplasie (ED). Diese Erkrankungen haben eine multifaktorielle Genese – genetische Anlage, Wachstumsgeschwindigkeit und Ernährung im Welpenalter interagieren. Ein übermäßiger Calcium- oder Phosphorgehalt im Welpenfutter beschleunigt das Knochenwachstum und kann Wachstumsstörungen wie Hypertrophe Osteodystrophie (HOD) oder Osteochondrose begünstigen. FEDIAF (2025) und NRC (2006) empfehlen für Riesenhunde-Welpen einen oberen Calciumgrenzwert von 1,0 % in der Trockensubstanz sowie ein striktes Ca:P-Verhältnis.

Magendilatation-Volvulus (GDV)

Die Magendrehung ist eine der lebensbedrohlichsten akuten Erkrankungen bei großbrüstigen, tiefbrüstigen Hunden. Der Broholmer erfüllt alle morphologischen Risikofaktoren. Fütterungsmanagement – keine großen Einmahlzeiten, kein Fressen unmittelbar vor oder nach körperlicher Belastung, ausreichend Ruhephasen rund um die Mahlzeiten – kann das Risiko reduzieren, ersetzt aber keine veterinärmedizinische Vorsorge. Im Einzelfall kann eine prophylaktische Gastropexie mit dem Tierarzt besprochen werden.

Herzgesundheit

Molosser-Typen zeigen nach vorliegenden Beobachtungsdaten eine erhöhte Prävalenz für kardiale Erkrankungen, darunter Dilatative Kardiomyopathie (DCM). Jährliche Herzkontrollen (Auskultation, ggf. Echokardiographie) werden ab dem 5. Lebensjahr empfohlen. Ob und in welchem Ausmaß Taurin- oder Carnitin-Status sowie Fütterungsart (getreidefreies Futter) mit DCM zusammenhängen, ist Gegenstand laufender Diskussionen; konkrete Schlussfolgerungen für den Broholmer können aus der aktuellen Datenlage nicht abgeleitet werden.

Frühes Senioralter

Nach WSAVA/AAHA-Leitlinien gilt für Riesenhunde ein Seniorenbeginn ab 6 Jahren. Das bedeutet: Die Ernährungsanpassung – typischerweise reduzierter Energiegehalt, angepasstes Protein-Nieren-Profil, Gelenkunterstützung – setzt beim Broholmer früher ein als bei kleinen und mittelgroßen Rassen.

Ernährungsbedarf des Broholmers

Der Energiebedarf des Broholmers ist primär durch Körpermasse, Aktivitätsniveau und Lebensphase bestimmt. Nach NRC (2006) sinkt der Erhaltungsbedarf pro Kilogramm metabolischer Körpermasse (kgKM^0,75) bei Riesenhunden im Vergleich zu kleineren Rassen – ein Scaling-Effekt, der bedeutet, dass die Hochrechnung kleiner Rassen auf den Broholmer dessen Bedarf systematisch überschätzt. Ein kastrierter, moderat aktiver Broholmer mit 60 Kilogramm benötigt als Orientierungswert grob 2.000–2.600 kcal metabolisierbare Energie pro Tag; dieser Wert ist eine Annäherung und muss individuell über Körperkondition und Gewichtsverlauf kalibriert werden.

Protein

Für adulte Hunde empfiehlt NRC (2006) einen Mindestwert von 20 g Protein pro 1.000 kcal ME, mit einem Richtwert von 25 g/1.000 kcal ME. Für die Erhaltung der Muskelmasse eines großen, schweren Tieres sind hochwerdauliche Proteinquellen – Huhn, Rind, Lamm, Fisch – vorzuziehen; Proteinquellen minderer biologischer Verfügbarkeit (Getreidekleber, Sojaproteinkonzentrat als Hauptquelle) sind weniger geeignet.

Fett

Fett ist der wichtigste Energieträger. FEDIAF (2025) und NRC (2006) nennen als Mindestwert für adulte Hunde rund 13,75–13,8 g Fett pro 1.000 kcal ME. Ein übermäßiger Fettanteil bei gleichzeitig hohem Kaloriengehalt fördert Übergewicht – bei einer Rasse, die ohnehin zu Gewichtszunahme neigen kann, ein relevanter Aspekt.

Calcium und Phosphor im Welpenalter – kritische Grenzwerte

Dies ist der ernährungsphysiologisch heikelste Bereich beim Broholmer-Welpen. FEDIAF (2025) setzt für Riesenhunde-Welpen einen oberen Grenzwert von 1,0 % Calcium in der Trockensubstanz; NRC (2006) empfiehlt für Riesenhunde-Welpen einen maximalen Phosphorgehalt von 0,8 % in der Trockensubstanz bei einem Ca:P-Verhältnis von strikt 1,2:1. Diese Grenzwerte gelten ausschließlich für Riesenhunde-Welpen und unterscheiden sich von den Empfehlungen für mittlere oder kleine Rassen. Handelsübliches Welpenfutter für „alle Rassen“ erfüllt diese engen Grenzen oft nicht; nur explizit als „Large/Giant Breed Puppy“ deklarierte Produkte sind in der Regel geeignet.

Lebensphasen im Überblick

  • Welpe (0–12 Monate): Large-/Giant-Breed-Welpenfutter, 3–4 Mahlzeiten täglich, kein Ad-libitum-Fressen, monatliche Gewichtskontrollen empfehlenswert.
  • Junghund (12–24 Monate): Übergang auf Erwachsenenfutter ab 12–15 Monaten; der Broholmer gilt erst mit 18–24 Monaten als skelettreif.
  • Adult (2–6 Jahre): Vollständiges Erhaltungsfutter für große Rassen, Energiemenge nach Kondition anpassen.
  • Senior (ab 6 Jahren): Frühzeitiger Wechsel auf Seniorenfutter oder energiereduziertes Futter mit gelenkunterstützenden Inhaltsstoffen; im Einzelfall tierärztlich begleiten.

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Futterarten für den Broholmer: Trockenfutter, Nassfutter und BARF

Für den Broholmer sind grundsätzlich alle gängigen Futterarten geeignet – entscheidend ist nicht die Form, sondern die Nährstoffzusammensetzung und ihre Passung zu den rassenspezifischen Anforderungen.

Trockenfutter

Trockenfutter für große Rassen ist die am häufigsten gewählte Option. Vorteile liegen in der einfachen Dosierbarkeit, langen Haltbarkeit und dem breiten Sortiment speziell für Groß- und Riesenrassen. Bei der Auswahl sind folgende Punkte relevant: explizite Deklaration „für große Rassen“ oder „Large/Giant Breed“ bei Welpen, nachvollziehbare Deklaration der Energiedichte, Proteinquelle als erste Zutat. Für Welpen ist zwingend ein Produkt mit entsprechend reduziertem Calcium- und Phosphorgehalt (vgl. FEDIAF 2025, NRC 2006) zu wählen – Universalfutter ist hier ungeeignet.

Nassfutter

Nassfutter hat einen höheren Wasseranteil (70–85 %) und ist für Hunde geeignet, die von sich aus wenig trinken. Die Kalorienkonzentration ist niedriger als bei Trockenfutter, was bedeutet, dass größere Mengen verfüttert werden müssen – bei einem 60-Kilogramm-Hund entstehen schnell hohe Tagesmengen und entsprechende Kosten. Reines Nassfutter ist prinzipiell möglich; eine Kombination aus Trocken- und Nassfutter (Mischfütterung) wird von vielen Haltern praktiziert.

BARF (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter)

Der Broholmer ist physiologisch für Rohfütterung geeignet. BARF bietet theoretisch hohe Flexibilität bei der Nährstoffzusammensetzung, birgt aber für Riesenhunde besondere Risiken: Calcium-Überschuss durch zu hohen Rohknochenanteil, Calcium-Mangel bei reiner Muskelfleischernährung ohne Mineralien-Supplementierung, sowie Jod- und Vitamin-D-Defizite, die in rohem Fleisch strukturell zu gering sind. Eine vollständig bedarfsdeckende BARF-Ration für einen Broholmer erfordert fundiertes Fachwissen und sollte durch eine tierärztliche oder ernährungsberaterische Fachkraft begleitet werden. Insbesondere für Welpen ist selbst zusammengestelltes BARF ohne Überprüfung des Ca:P-Verhältnisses mit erheblichem Gesundheitsrisiko verbunden.

Vegetarische und vegane Ernährung

Vegane oder vegetarische Fütterung ist für Hunde grundsätzlich möglich, wenn alle essenziellen Nährstoffe (Aminosäuren, Fettsäuren, Vitamine, Mineralstoffe) vollständig abgedeckt sind. Für eine Rasse in der Größenklasse des Broholmers fehlen spezifische Langzeitdaten. Wer diese Ernährungsform wählt, ist besonders auf regelmäßige tierärztliche Kontrollen und die Verwendung vollständig analysierter Fertigfutter oder professionell berechneter Rationen angewiesen.

Bio-Futter

Bio-zertifiziertes Hundefutter unterliegt denselben Nährstoffstandards wie konventionelles Futter. Die ökologische Zertifizierung betrifft die Herkunft der Zutaten, nicht die Nährstoffzusammensetzung. Für den Broholmer gelten dieselben Auswahlkriterien wie für andere Futterarten.

Nahrungsergänzung für den Broholmer

Ein vollständiges und ausgewogenes Fertigfutter (Trockenfutter, Nassfutter) deckt den Nährstoffbedarf eines gesunden Broholmers bei korrekter Dosierung in der Regel ohne zusätzliche Nahrungsergänzungsmittel ab. Nahrungsergänzung ist dann relevant, wenn die Basisernährung Lücken aufweist, die Rasse rassetypische Risiken mitbringt, oder bestimmte Lebensphasen einen erhöhten Bedarf erzeugen. Im Einzelfall sollte stets eine tierärztliche Fachkraft einbezogen werden.

Gelenkschutz: Glucosamin und Chondroitin

Für Riesenhunde im Senioralter wird in der veterinärmedizinischen Literatur Glucosamin (beobachtungsbasiert: 500–1.000 mg täglich) in Kombination mit Chondroitin (400–800 mg täglich) diskutiert. Die Evidenzlage ist überwiegend auf Beobachtungsdaten gestützt; eine verlässliche Wirkungszusage kann aus der vorhandenen Datenlage nicht abgeleitet werden. Als Ergänzung bei älteren oder gelenkbelasteten Broholmern kann eine Diskussion mit dem Tierarzt sinnvoll sein.

Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA)

NRC (2006) empfiehlt für adulte Hunde einen Richtwert von 0,11 g EPA+DHA pro 1.000 kcal ME. Fischöl oder Algenöl können als Quelle langkettiger Omega-3-Fettsäuren eingesetzt werden; sie werden in der Fachliteratur auch im Kontext von Gelenkgesundheit und Fell/Haut-Qualität diskutiert. Bei BARF-Rationen ohne Fischanteil ist die strukturelle Unterversorgung mit EPA/DHA ein bekanntes Risiko. Die konkrete Menge sollte auf Basis der Futteranalyse und in Absprache mit dem Tierarzt ermittelt werden.

Calcium und Phosphor – kein Supplement ohne Analyse

Bei Fertigfutter ist eine Calcium- oder Phosphor-Supplementierung in der Regel kontraindiziert, da sie zu Überdosierungen führen kann – insbesondere bei Welpen der Größenklasse Giant, für die enge Obergrenzen gelten. Bei BARF-Rationen ohne Rohknochenanteil ist ein Mineralstoffpräparat (mit berechneter Dosierung) notwendig, um das Ca:P-Verhältnis sicherzustellen. Auch hier gilt: individuelle Rationsplanung durch Fachpersonal.

Vitamin D

Vitamin D ist in rohem Fleisch strukturell zu niedrig; bei reiner BARF-Fütterung ohne fettreiche Fischbeigaben kann ein Defizit entstehen. FEDIAF (2025) nennt für adulte Hunde ein Minimum von 138 IE Vitamin D pro 1.000 kcal ME. Fertigfutter ist in der Regel ausreichend supplementiert.

Zink und Vitamin E

Zink (NRC 2006: Richtwert 15 mg/1.000 kcal ME für Adulte) und Vitamin E (NRC 2006: Richtwert 7,5 mg/1.000 kcal ME) sind in vollständigen Fertigfuttern abgedeckt. Bei Diäten mit hohem Rohfleischanteil oder einseitigen Selbstmischungen kann eine Unterversorgung entstehen, die sich u. a. in Fellveränderungen oder Hautsymptomen äußern kann.

Das passende Futter für den Broholmer finden

Die Auswahl des richtigen Futters für einen Broholmer ist anspruchsvoller als für viele mittelgroße Rassen: Das enge Calcium-Phosphor-Fenster im Welpenalter, der Scaling-Effekt beim Energiebedarf und das frühe Senioralter verlangen nach Produkten, die auf diese Parameter hin überprüfbar sind – und nicht nur nach Herstellerversprechen.

Der Futtersuche-Assistent von futter.de filtert das verfügbare Sortiment nach belegten Nährstoffkriterien: Größenklasse, Lebensphase und – für Welpen besonders relevant – die Calcium- und Phosphorgehalte in der Trockensubstanz. So lassen sich Produkte identifizieren, die den Anforderungen eines Riesenhund-Welpen oder eines adulten Broholmers tatsächlich entsprechen, ohne dass Deklarationsdetails im Kleingedruckten verglichen werden müssen.

Die Produktbewertung auf futter.de ist hersteller- und markenunabhängig und folgt den Nährstoffstandards von FEDIAF (2025) und NRC (2006). Keine Produkte werden beworben – die Empfehlung basiert auf den eingegebenen Parametern des jeweiligen Hundes.

Quellen

  1. [1]FCI-Rassestandard BROHOLMERfci_standard
  2. [2]FEDIAF Nutritional Guidelines 2025guideline
  3. [3]NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Catsguideline
  4. [4]Wikipedia: Broholmerwikipedia
  5. [5]Broholmerweb
  6. [6]Broholmer Futter – Testsieger 2026 - CheckForPet.deweb
  7. [7]Die Ernährung des Hundes: Wichtiges im Überblick | Dr. Samweb
  8. [8]Ihr vollständiger Leitfaden zur Hundeernährung - Medivetweb

Hinweis

Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.

Häufige Fragen

Fragen zur Ernährung & Haltung

Autor

futter.de-Redaktion. KI-gestützt erstellt aus unserer geprüften Datenbasis, redaktionell kuratiert.

Fachliche Prüfung

Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.

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