Hundefutter Curly Coated Retriever: Gelenke
Hundefutter für Curly Coated Retriever mit Wachstumsstütze und Gelenkgesundheit. Hoher Energiebedarf für athletische Retriever optimal abgedeckt.
- Größe
- 64–69 cm
- Gewicht
- 27–43 kg
- Lebenserwartung
- 10–12 Jahre
- Herkunft
- Großbritannien
- FCI-Gruppe
- Apportierhunde, Stöberhunde und Wasserhunde

Curly Coated Retriever: Auf einen Blick
Der Curly Coated Retriever ist ein großer, muskulöser Apportierhund mit einem unverwechselbaren Lockenfell, das ihn von allen anderen Retriever-Rassen sofort unterscheidet. Mit einem Gewicht von 27 bis 43 kg und einer Widerristhöhe von 64 bis 69 cm gehört er zu den großen Hunderassen – ernährungstechnisch relevant, weil Größe und Wachstumsgeschwindigkeit direkte Auswirkungen auf den Skelettapparat und den Energiebedarf haben.
Sein Bewegungspensum von rund 2,4 Stunden täglich ist kein Richtwert für gemütliche Spaziergänger, sondern für einen Arbeitshund, der echte körperliche Auslastung benötigt. Das hat Konsequenzen für die Futterwahl: Ein Curly braucht energiedichtes, proteinreiches Futter, das seinen aktiven Stoffwechsel deckt, ohne gleichzeitig zu übermäßiger Gewichtszunahme beizutragen.
Die rassetypischen Gesundheitsdispositionen – insbesondere der belastungsinduzierte Kollaps (EIC) und die Glykogenspeicherkrankheit IIIa – sind unmittelbar mit dem Energiestoffwechsel verknüpft und machen eine fundierte Ernährungsplanung besonders relevant. Dieser Ratgeber beleuchtet alle wesentlichen Aspekte: vom lebensphasenangepassten Energiebedarf über die Vor- und Nachteile verschiedener Futterarten bis hin zu sinnvollen Nahrungsergänzungen auf Basis der rassetypischen Dispositionen.
Größe und Statur des Curly Coated Retrievers
Mit einer Widerristhöhe von 64 bis 69 cm und einem Gewicht zwischen 27 und 43 kg zählt der Curly Coated Retriever zur großen Gewichtsklasse. Im Vergleich zu anderen Retriever-Rassen ist er etwas schlanker und athletischer gebaut als etwa der Labrador Retriever, dabei aber deutlich massiger als ein Flat Coated Retriever.
Diese Größenklasse hat direkte ernährungsphysiologische Konsequenzen: Große Hunderassen wachsen langsamer als kleine, ihre Wachstumsfugen schließen sich erst zwischen dem 12. und 18. Lebensmonat vollständig. Eine übermäßige Kalorienzufuhr oder ein zu hoher Calciumgehalt im Welpenfutter kann die Skelettentwicklung negativ beeinflussen und das Risiko für Osteochondrose oder Panosteitis erhöhen. Umgekehrt sind ausreichende Mengen an qualitativ hochwertigem Protein essenziell, um die erhebliche Muskelmasse aufzubauen und zu erhalten.
Im Seniorenalter – beim Curly ab etwa dem 8. bis 9. Lebensjahr – nimmt die Muskelmasse trotz guter Fütterung ab (Sarkopenie). Eine angepasste Protein- und Energieversorgung ist dann besonders wichtig, um diesen Prozess zu verlangsamen.
Wesen und Charakter
Der Curly Coated Retriever gilt als intelligent, ausgeglichen und verlässlich. Gegenüber Fremden wirkt er häufig reserviert und zurückhaltend – ein Wesenszug, der rassetypisch ist und nicht mit Schüchternheit oder mangelnder Sozialisation gleichgesetzt werden sollte. Innerhalb seiner vertrauten Familie zeigt er eine ausgeprägte, aber unaufdringliche Zuneigung.
Besonders markant ist seine Selbstständigkeit: Als historischer Jagd- und Apportierhund war der Curly darauf ausgelegt, weit entfernt vom Menschen eigenständige Entscheidungen zu treffen. Dieses Erbe ist im heutigen Curly deutlich spürbar – er denkt mit, bevor er gehorcht, und ist damit anspruchsvoller im Training als andere Retriever-Rassen.
Sein Energieniveau ist hoch; dennoch bringt er eine bemerkenswerte innere Balance mit. Ein körperlich und mental gut ausgelasteter Curly ist im Haus ruhig und gelassen. Diese Balance zwischen hoher Aktivität und innerer Ruhe ist auch für die Fütterung relevant: Bewegungsintensität und Energiebedarf schwanken je nach Aktivitätsniveau erheblich, sodass die Futtermenge regelmäßig am individuellen Body Condition Score überprüft werden sollte.
Herkunft und Geschichte
Der Curly Coated Retriever gilt als eine der ältesten Retriever-Rassen Englands – möglicherweise der älteste, der als eigenständige Rasse gezüchtet wurde. Erste schriftliche Erwähnungen lockiger Apportierhunde stammen aus englischen Jagdberichten des frühen 19. Jahrhunderts. Um 1860 war die Rasse bereits auf britischen Hundeausstellungen vertreten, zu einer Zeit, als Labrador und Golden Retriever noch nicht als eigenständige Rassen existierten.
Als Vorfahren gelten unter anderem der heute ausgestorbene Old English Water Spaniel, der Irish Water Spaniel sowie möglicherweise Retrieving Setter-Schläge. In die USA gelangte die Rasse 1907, die Anerkennung durch den American Kennel Club erfolgte 1924.
Diese Zuchtgeschichte als ausdauernder Wasserjagdhund ist bis heute ernährungsphysiologisch relevant: Der Curly wurde für intensive Arbeit in kaltem Wasser und unwegsamem Gelände gezüchtet. Sein Organismus ist auf hohen Energieumsatz ausgelegt. Wer diesen Hund heute als Sport- oder Begleithund hält, sollte die Futtermenge konsequent an das tatsächliche Aktivitätsniveau anpassen – ein auf Jagdarbeit ausgelegter Bedarf kann im reinen Haushaltsbetrieb schnell zur Überversorgung führen.
Pflege und Haltung
Das Fell des Curly Coated Retrievers besteht aus einer dichten Masse kleiner, fester, eng anliegender Locken vom Hinterkopf bis zur Rutenspitze – ohne Unterwolle. Diese Struktur schützt effektiv gegen Kälte und Nässe, neigt aber nicht zum Verfilzen wie Langhaarmäntel anderer Rassen. Der Pflegeaufwand ist damit geringer als erwartet.
Wichtig: Übermäßiges Bürsten zerstört die Lockenstruktur. Das Fell sollte nur bei Bedarf gebadet werden (etwa alle vier bis acht Wochen), danach möglichst natürlich trocknen. Bürsten ist nur punktuell zur Entfernung grober Verschmutzungen sinnvoll.
Der Curly verträgt mitteleuropäische Winter gut; seine Kältetoleranz ist ausgeprägt. Bei großer Hitze ist Vorsicht geboten: Das dichte Lockenfell behindert die Verdunstungskühlung, sodass Überhitzung bei hohen Temperaturen und intensiver Bewegung ein reales Risiko darstellt. Aktivitäten sollten dann in die kühleren Morgen- und Abendstunden verlegt werden.
Die Ohren verdienen regelmäßige Aufmerksamkeit, da Feuchtigkeit nach dem Schwimmen Entzündungen begünstigen kann. Pfoten sollten nach Spaziergängen auf behandelten Winterstraßen abgewaschen werden. Die Zahnpflege – regelmäßiges Zähneputzen oder geeignete Kauzusätze – ist wie bei allen Hunderassen empfehlenswert.
Gesundheit und rassetypische Dispositionen
Der Curly Coated Retriever gilt insgesamt als robuste Rasse. Dennoch sind in der OMIA-Datenbank mehrere genetisch dokumentierte Dispositionen erfasst, die sowohl bei der Anschaffung als auch bei der Ernährungsplanung berücksichtigt werden sollten.
Exercise-induced Collapse (EIC) – belastungsinduzierter Kollaps
Der EIC ist autosomal-rezessiv vererbt und führt bei betroffenen Hunden nach intensiver körperlicher Belastung zu vorübergehender Schwäche oder Lähmung der Hinterhand. Betroffene Hunde können nach einer Ruhephase meist vollständig erholen. Ernährungsrelevant ist dies insofern, als die Energieversorgung vor und nach intensiven Trainingseinheiten bewusst geplant werden sollte. Im Einzelfall ist tierärztliche Begleitung unerlässlich.
Glykogenspeicherkrankheit IIIa (GSD IIIa)
Diese seltene, autosomal-rezessiv vererbte Stoffwechselerkrankung beruht auf einem Mangel am Debranching-Enzym und führt zu einer Glykogenakkumulation in Leber und Muskulatur. Die Erkrankung berührt direkt den Kohlenhydrat- und Energiestoffwechsel. Betroffene Hunde benötigen eine tierärztlich begleitete Diät; allgemeine Ernährungsempfehlungen sind hier nicht ausreichend.
Craniomandibuläre Osteopathie (CMO)
Diese multifaktoriell vererbte Knochenerkrankung betrifft vorwiegend junge, wachsende Hunde und äußert sich in schmerzhafter Knochenneubildung im Kieferbereich. Die Erkrankung ist meist selbstlimitierend, kann aber das Fressverhalten junger Hunde erheblich beeinflussen. Bei Anzeichen von Schmerzen beim Fressen sollte umgehend eine tierärztliche Untersuchung erfolgen.
Übergewicht als unterschätztes Risiko
Übergewicht ist beim Curly Coated Retriever ein relevantes Gesundheitsrisiko. Überschüssiges Körpergewicht belastet die Gelenke, kann Stoffwechsel- und Verdauungsstörungen begünstigen und erhöht das allgemeine Erkrankungsrisiko. Der Body Condition Score sollte regelmäßig kontrolliert werden.
Für Zuchthunde und beim Kauf eines Welpen empfiehlt sich die Nachfrage nach genetischen Tests auf EIC und GSD IIIa beim Züchter.
Energiebedarf und Ernährung nach Lebensphase
Der Energiebedarf des Curly Coated Retrievers ist aufgrund seiner Körpergröße und seines hohen Aktivitätsniveaus substanziell. Die konkreten Mengen hängen jedoch stark vom individuellen Hund, seinem Alter, seinem Aktivitätslevel und seinem Body Condition Score (BCS) ab – Futtermengenangaben auf Verpackungen sind daher immer nur Orientierungswerte.
Protein: Fundament der Muskelversorgung
Hochwertiges tierisches Protein ist die ernährungsphysiologische Grundlage für diesen muskulösen Arbeitshund. Laut NRC (2006) liegt der empfohlene Richtwert für adulte Hunde bei 25 g Rohprotein je 1.000 kcal umsetzbarer Energie; das Minimum liegt bei 20 g/1.000 kcal. Für einen aktiven Großhund wie den Curly sind Futtermittel mit höheren Proteingehalten in der Trockenmasse – aus namentlich genannten, hochwertigen Tierproteinen – sinnvoller als Produkte, die dieses Minimum gerade eben erfüllen.
Fett und Energiedichte
Fett ist der wichtigste Energieträger im Hundefutter. Die FEDIAF (2025) gibt für adulte Hunde ein Minimum von 13,75 g Fett je 1.000 kcal an; der NRC-Richtwert liegt bei 13,8 g/1.000 kcal. Bei intensiv arbeitenden oder sportlich gehaltenen Curlys kann ein höherer Fettanteil die Energieversorgung effizient sichern, ohne das Volumen der Mahlzeit unverhältnismäßig zu vergrößern.
Calcium und Phosphor: besonders kritisch in der Wachstumsphase
Als Hund der großen Gewichtsklasse ist die Calcium-Phosphor-Balance beim Welpen und Junghund von besonderer Bedeutung. Der NRC (2006) empfiehlt für wachsende Hunde 3 g Calcium je 1.000 kcal; der sichere Obergrenzwert liegt bei 4,5 g/1.000 kcal (NRC 2006). Die FEDIAF (2025) setzt das Minimum für Wachstum bei 2,5 g/1.000 kcal. Eine übermäßige Calciumzufuhr – auch durch gut gemeinte Nahrungsergänzung – kann beim wachsenden Großhund Skelettentwicklungsstörungen wie Osteochondrose oder Panosteitis fördern. Für adulte Hunde liegt der NRC-Richtwert bei 1 g/1.000 kcal; der sichere Obergrenzwert nach FEDIAF (2025) bei 6,25 g/1.000 kcal.
Lebensphasenangepasste Fütterung
- Welpen (0–6 Monate): Spezialnahrung für große Rassen, kontrollierter Calciumgehalt, moderate Energiedichte. Drei bis vier Mahlzeiten täglich.
- Junghund (6–18 Monate): Kein abrupter Wechsel auf Erwachsenennahrung vor Abschluss des Knochenwachstums (ca. 80–90 % des Erwachsenengewichts erreicht). Zwei bis drei Mahlzeiten täglich.
- Adult (18 Monate bis ca. 8 Jahre): Bedarfsangepasste Energieversorgung je nach Aktivitätslevel; BCS regelmäßig kontrollieren. Zwei Mahlzeiten täglich.
- Senior (ab ca. 8–9 Jahren): Reduktion der Gesamtenergie bei gleichzeitiger Beibehaltung oder leichter Erhöhung des Proteinanteils, um Muskelabbau (Sarkopenie) zu verlangsamen. Gelenkunterstützende Nährstoffe gewinnen an Bedeutung.
Du weißt jetzt, worauf es beim Futter ankommt — die passenden Sorten für den Curly Coated Retriever zeigt dir unsere datenbasierte Futtersuche.
Futtersuche öffnenFutterarten im Vergleich: Trockenfutter, Nassfutter, BARF und mehr
Für den Curly Coated Retriever kommen prinzipiell alle gängigen Futterarten in Betracht – entscheidend ist nicht die Form, sondern ob die Ration bedarfsdeckend, qualitativ hochwertig und auf die jeweilige Lebensphase abgestimmt ist.
Trockenfutter
Trockenfutter ist die in Deutschland meistgenutzte Futterform für Großhunde. Vorteile: einfache Dosierung, lange Haltbarkeit, gute Eignung zur kontrollierten Kalorienzufuhr. Für den Curly sollte auf Produkte mit hohem Anteil tierischer Proteinquellen geachtet werden; Proteinhydrolysate oder überwiegend pflanzliche Proteinträger sind für einen aktiven Arbeitshund weniger geeignet. Bei Trockenfutter ist eine ausreichende Wasserversorgung besonders wichtig – Curly Coated Retriever, die viel schwimmen oder im Wasser arbeiten, unterschätzen ihren Trinkwasserbedarf im Alltag häufig.
Nassfutter
Nassfutter hat einen natürlich höheren Wassergehalt, was die Flüssigkeitsversorgung unterstützt. Der Energiegehalt pro 100 g ist geringer als bei Trockenfutter; bei einem 35-kg-Hund mit hohem Aktivitätsniveau können die benötigten Futtermengen entsprechend größer ausfallen. Qualitativ hochwertige Nassnahrung ist eine valide Option, auch in Kombination mit Trockenfutter (Mischfütterung).
BARF (Rohfütterung)
BARF ist für den Curly grundsätzlich möglich, wenn die Ration sorgfältig und bedarfsdeckend zusammengestellt wird. Kritische Risiken bei selbst zusammengestellten BARF-Rationen:
- Calcium-Phosphor-Balance: Besonders beim Welpen der großen Gewichtsklasse ist eine korrekte Balance entscheidend. Zu viel Calcium durch übermäßig viele Knochen gefährdet die Skelettentwicklung; zu wenig bei reinen Fleischrationen führt zu Hyperphosphatämie.
- Vitamin D: In Rohfleisch kaum enthalten; ein Mangel ist bei BARF häufig dokumentiert.
- Jod: Chronischer Jodmangel ist bei nicht supplementierten BARF-Rationen ein reales Risiko.
BARF ohne ernährungsberaterische oder tierärztliche Begleitung wird nicht empfohlen, insbesondere nicht für Welpen, Junghunde und Senioren.
Vegetarische und vegane Ernährung
Eine rein pflanzliche Ernährung für einen aktiven Großhund wie den Curly ist ernährungsphysiologisch möglich, erfordert jedoch eine sehr sorgfältige Supplementierung und professionelle Begleitung. Eine vegane Ration ohne fachkundige Bedarfsanalyse birgt das Risiko von Nährstoffmängeln, insbesondere bei Vitamin D, Vitamin B12, Taurin und essenziellen Aminosäuren. Diese Option sollte ausschließlich in enger Abstimmung mit einer tierärztlichen Ernährungsberatung umgesetzt werden.
Fertignahrung „für große Rassen“
Produkte, die spezifisch für große Rassen formuliert sind, berücksichtigen in der Regel die angepassten Calcium-Phosphor-Verhältnisse für das Wachstum. Für Curly-Welpen und Junghunde sind solche Produkte daher eine sinnvolle Orientierung – vorausgesetzt, die Deklaration ist transparent und die Rohstoffqualität ist nachvollziehbar.
Nahrungsergänzung beim Curly Coated Retriever
Nahrungsergänzungsmittel sind beim Curly Coated Retriever dann sinnvoll, wenn ein konkreter Bedarf besteht, der über das reguläre Futter nicht ausreichend gedeckt wird. Bei einer vollwertigen, bedarfsdeckenden Fertignahrung ist eine zusätzliche Supplementierung in der Regel nicht notwendig – im Einzelfall ist eine tierärztliche Einschätzung maßgeblich. Die folgenden Ergänzungen werden im Zusammenhang mit den rassetypischen Dispositionen des Curly diskutiert:
Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA)
Die langkettigen Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA spielen eine Rolle bei der Unterstützung von Gelenken, Fellqualität und allgemeinen Entzündungsprozessen. Der NRC (2006) gibt für adulte Hunde einen Richtwert von 0,11 g EPA+DHA je 1.000 kcal an; für wachsende Hunde liegt der Wert bei 0,13 g/1.000 kcal (NRC 2006, FEDIAF 2025). Bei BARF-Rationen ist die Versorgung mit EPA und DHA häufig unzureichend, da Rohfleisch diese Fettsäuren kaum enthält. Eine Ergänzung durch Fischöl oder algenstämmige Quellen kann in diesem Kontext sinnvoll sein – die konkrete Dosierung sollte tierärztlich abgeklärt werden.
Vitamin D
Vitamin D ist ein häufiger Mangelnährstoff bei BARF-gefütterten Hunden, da Rohfleisch diese Verbindung kaum enthält. Die FEDIAF (2025) gibt für adulte Hunde ein Minimum von 138 IU Vitamin D je 1.000 kcal an; für wachsende Hunde 125 IU/1.000 kcal. Eine Supplementierung ist bei unzureichend formulierten Rationen möglicherweise erforderlich, aber ausschließlich unter fachkundiger Begleitung, da eine Überversorgung mit Vitamin D toxisch wirken kann.
Gelenkunterstützende Substanzen
Für ältere Curlys oder Hunde mit beginnenden Gelenkproblemen werden Substanzen wie Glucosamin, Chondroitinsulfat und MSM diskutiert. Die wissenschaftliche Evidenz für eine klare Wirkung ist begrenzt; sie gelten als potentiell unterstützend, ersetzen aber keine tierärztliche Diagnostik und Behandlung bei manifesten Gelenkleiden.
Calcium: ausdrücklich kein unkontrolliertes Supplementieren
Der Irrtum, Welpenfutter mit zusätzlichem Calcium anreichern zu müssen, ist verbreitet – und beim wachsenden Großhund potenziell schädlich. Der sichere Obergrenzwert für Calcium in der Wachstumsphase liegt laut NRC (2006) bei 4,5 g/1.000 kcal. Eine zusätzliche Calciumgabe bei bereits bedarfsdeckend formuliertem Fertigfutter ist nicht angezeigt und sollte unterbleiben.
Zink
Zink spielt eine Rolle für Fellqualität und Immunfunktion. Die FEDIAF (2025) gibt für adulte Hunde ein Minimum von 18 mg Zink je 1.000 kcal an. Lockerfell-Rassen wie der Curly haben keine spezifisch erhöhten Zinkbedarfe, jedoch können Mängel sich an Fell und Haut zeigen – ein Aspekt, der bei der Futterdeklarationsprüfung berücksichtigt werden kann.
Das passende Futter für den Curly Coated Retriever finden
Die Suche nach dem richtigen Hundefutter für einen aktiven Großhund wie den Curly Coated Retriever ist komplex: Proteingehalt, Calcium-Phosphor-Balance, Energiedichte und die Deklarationsqualität der Zutaten müssen zusammenpassen – und das lebensphasenangepasst. Hinzu kommen die rassetypischen Dispositionen, die bestimmte Nährstoffprofile relevanter machen als bei anderen Rassen.
Der Futterrechner auf futter.de ermöglicht eine datenbasierte, markenunabhängige Vorauswahl von Produkten nach Nährstoffprofil, Rohstoffqualität und Lebensphase. Für Curly Coated Retriever lohnt es sich insbesondere, auf Produkte zu filtern, die:
- einen hohen Anteil namentlich genannter tierischer Proteinquellen ausweisen,
- für große Rassen oder aktive Hunde formuliert sind (kontrolliertes Calcium-Phosphor-Verhältnis),
- und im Welpen- sowie Junghundsegment die besonderen Wachstumsanforderungen großer Rassen berücksichtigen.
Die Filteroptionen helfen dabei, aus der Vielzahl verfügbarer Produkte jene herauszufiltern, die zu den individuellen Anforderungen dieses Hundes passen – ohne Verkaufsdruck und ohne Markenbindung.
Quellen
- [1]FCI-Rassestandard RETRIEVER A POIL BOUCLEfci_standard
- [2]FEDIAF Nutritional Guidelines 2025guideline
- [3]NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Catsguideline
- [4]Studie: Craniomandibuläre Osteopathiestudy
- [5]Studie: Glykogenspeicherkrankheit IIIa (GSD IIIa)study
- [6]Studie: Curly coatstudy
- [7]Studie: Exercise-induced collapsestudy
- [8]Wikipedia: Curly Coated Retrieverwikipedia
- [9]Ernährung beim Curly-Coated Retriever inkl. Futtermenge Tabelle – MyPetClub GmbHweb
- [10]Curly Coated Retriever: Charakter, Haltung, Pflege - Mit Tierweb
- [11]Curly Coated Retriever | CORNROWweb
- [12]Breed Info – Tillman's Corner Veterinary Hospitalweb
- [13]Curly-Coated Retriever Dog Breed Informationweb
Hinweis
Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.
Fragen zur Ernährung & Haltung
futter.de-Redaktion. KI-gestützt erstellt aus unserer geprüften Datenbasis, redaktionell kuratiert.
Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.
Wie wir arbeiten. Fehler gefunden? Sag uns Bescheid.