Hundefutter English Pointer: Langzeitausdauer
Hundefutter für English Pointer mit extremem Energiegehalt. Optimiert für lange Jagdeinsätze ohne Überlastung athletischer Hunde.
- Größe
- 61–69 cm
- Lebenserwartung
- 12–14 Jahre
- Herkunft
- Großbritannien
- FCI-Gruppe
- Vorstehhunde (außer britische und irische Rassen)

English Pointer: Athletische Vorstehrasse mit hohem Energiebedarf
Der English Pointer ist eine der ausdauerstärksten Hunderassen, die die FCI-Gruppe 7 zu bieten hat. Sein schlanker, muskulöser Körper mit tiefer Brust und langen Extremitäten ist auf stundenlangen Galopp im Gelände ausgelegt – und dieser Körperbau stellt klare Anforderungen an die Ernährung. Wer einen Pointer hält, steht vor einer Ernährungsaufgabe, die sich fundamental von der eines Begleit- oder Schoßhundes unterscheidet: Dieser Hund braucht substanziell mehr Energie als ein vergleichbar großer, weniger aktiver Hund.
Laut den Nährwert-Modifikatoren auf Basis von WSAVA/ACVN-Konsens und FEDIAF-Richtlinien liegt der metabolische Energiebedarf eines aktiv gehaltenen adult English Pointer bei einem Faktor von 1,2-fach oder mehr über dem reinen Erhaltungsbedarf – bei intensivem Jagdeinsatz oder Ausdauersport sogar deutlich darüber. Das bedeutet in der Praxis: Ein leistungsreduziertes Alltagsfutter ist für diesen Hund in der Regel nicht ausreichend.
Gleichzeitig sind zwei genetisch dokumentierte Erkrankungen bekannt, die zwar selten auftreten, aber bei der Wahl seriöser Züchter und bei der Gesundheitsvorsorge berücksichtigt werden sollten. Die Ernährung selbst kann diese Erkrankungen nicht verursachen oder heilen, wohl aber die allgemeine Vitalität und Widerstandskraft unterstützen. Dieser Ratgeber beleuchtet alle ernährungsrelevanten Aspekte rund um den Pointer – von der Welpenphase bis ins Seniorenalter.
Größe und Statur: Mittelgroße Rasse mit athletischem Körperbau
Der English Pointer ist laut FCI-Standard eine mittelgroße bis große Rasse mit einem Schulterhöhenbereich von 61 bis 69 Zentimetern. Rüden sind in der Regel größer und schwerer als Hündinnen. Offizielle Gewichtsangaben im FCI-Standard existieren nicht; in der Praxis bewegen sich ausgewachsene Pointer typischerweise zwischen 20 und 34 Kilogramm, je nach Geschlecht, Knochenbau und Kondition.
Das markanteste Merkmal seiner Statur aus ernährungsphysiologischer Sicht ist das Verhältnis von Muskelmasse zu Körpergewicht: Der Pointer ist lean – also schlank und muskulös ohne ausgeprägte Fettreserven. Diese Körperzusammensetzung macht ihn einerseits sehr leistungsfähig, bedeutet aber andererseits, dass Gewichtsverluste durch unzureichende Energiezufuhr schnell sichtbar werden. Die Körperkondition sollte regelmäßig per Body-Condition-Score (BCS) bewertet werden: Die Rippen sollten tastbar, aber nicht sichtbar sein; eine leichte Taillierung von oben und ein leichter Bauchaufzug von der Seite sind erwünscht.
Da es sich um eine mittelgroße Rasse handelt, gelten weder die Wachstumsrisiken von Riesenrassen (übermäßige Kalziumzufuhr, zu schnelles Wachstum) noch die besonderen Energiedichte-Anforderungen sehr kleiner Rassen. Dennoch ist die Welpenernährung sorgfältig zu gestalten, da aktives Skelettwachstum eine bedarfsgerechte Kalzium-Phosphor-Balance erfordert.
Wesen und Charakter: Ausdauernder Jagdgehilfe mit feiner Nase
Der English Pointer vereint nach FCI-Standard Aristokratie und Lebhaftigkeit mit einem Eindruck von Kraft, Ausdauer und Schnelligkeit. Er ist freundlich und ausgeglichen im Wesen – Eigenschaften, die sich im Alltag als angenehm erweisen, aber nicht darüber hinwegtäuschen sollten, dass dieser Hund primär für intensive Geländearbeit gezüchtet wurde.
Sein Jagdtrieb ist tief verankert: Sobald eine Duftspur sein Interesse weckt, arbeitet er eigenständig und konzentriert. Dieses Temperament hat direkte Auswirkungen auf den Energiebedarf – ein Pointer, der täglich ausreichend körperlich und mental gefordert wird, verbrennt deutlich mehr Kalorien als ein Hund in reiner Haustierhaltung. Die Futtermenge muss deshalb nicht nur am Gewicht, sondern auch am tatsächlichen Aktivitätslevel ausgerichtet werden.
Gleichzeitig ist der Pointer sensibel: Stress, mangelnde Auslastung oder plötzliche Futterumstellungen können sich auf Verdauung und Allgemeinbefinden auswirken. Futterumstellungen sollten grundsätzlich schrittweise über 7 bis 10 Tage erfolgen, um Verdauungsprobleme zu minimieren.
Herkunft und Geschichte: Vom spanischen Jagdhund zum britischen Athleten
Der English Pointer leitet seinen Namen und seinen Ursprung vom spanischen „Perro de Punta" (Hund zum Vorstehen) ab. Obwohl die Rasse heute unter Großbritannien im FCI-Register geführt wird (FCI-Gruppe 7, Sektion: British and Irish Pointers and Setters, Standard Nr. 1), ist ihre Entstehungsgeschichte transnational: Spanische Vorsteherhunde gelangten im frühen 18. Jahrhundert nach England, wo sie mit Foxhounds, französischen Laufhunden und Greyhounds gekreuzt wurden, um Geschwindigkeit und Ausdauer zu steigern. Der Greyhound-Einfluss ist in der Statur bis heute erkennbar – die schlanke Silhouette, der lange Schritt und der tiefe Brustkorb sind sein Erbe.
Die charakteristische Vorsteheigenschaft – das reglose Verharren mit erhobenem Vorderlauf beim Aufspüren von Wild – festigte sich durch konsequente Reinzucht und gilt der Pointer-Gemeinschaft bis heute als reinster Vererber dieser Eigenschaft. Seit den 1950er Jahren findet der Pointer auch als Kreuzungspartner für europäische Schlittenhundrassen Verwendung.
Aus ernährungshistorischer Sicht ist relevant: Diese Rasse wurde nie als Hof- oder Schoßhund gehalten. Ihre gesamte Zuchtgeschichte ist auf körperliche Leistung ausgerichtet – und dieser evolutionäre Druck spiegelt sich im Stoffwechsel wider: Der Pointer ist auf effiziente Energieverwertung und Ausdauerleistung hin optimiert.
Pflege: Wenig Aufwand, aber regelmäßige Kontrolle
Das Fell des English Pointer ist laut FCI-Standard fein, kurz, fest und gleichmäßig verteilt – vollkommen glatt und anliegend mit ausgeprägtem Glanz. Aus Pflegesicht ist das eine der unkompliziertesten Fellstrukturen: wöchentliches Abbürsten mit einem Gummihandschuh oder einer kurzhaargeeigneten Bürste entfernt abgestorbene Haare und stimuliert die Hautdurchblutung. In den Haarwechselphasen im Frühjahr und Herbst empfiehlt sich tägliches Bürsten, um die Wohnungsbelastung zu reduzieren.
Der Fellglanz des Pointers ist ein indirekter Indikator für den Ernährungsstatus: Ein stumpfes, glanzloses Fell kann auf Mangelversorgung – insbesondere bei essenziellen Fettsäuren (Omega-3, Omega-6) oder Zink – hinweisen. Ein Futter mit ausreichend Linolsäure (Omega-6) und EPA/DHA (Omega-3 aus Fisch- oder Algenöl) unterstützt das typische Glanzfell dieser Rasse.
Darüber hinaus sind regelmäßige Ohrenkontrollen wichtig, da hängende Behangohren Feuchtigkeit speichern können. Die Pfoten sollten nach Geländeeinsätzen auf Verletzungen, Fremdkörper und im Winter auf Streusalzrückstände untersucht werden. Regelmäßige Zahnpflege (Kauen auf geeigneten Kauknochen, mechanische Reinigung) ergänzt die Basisgesundheitspflege und beugt Zahnstein vor.
Gesundheit: Robuste Rasse mit zwei dokumentierten genetischen Dispositionen
Der English Pointer gilt insgesamt als gesunde, robuste Rasse. Strukturbedingte Erkrankungen, wie sie bei brachyzephalen oder überzüchteten Rassen häufig auftreten, sind beim Pointer nicht bekannt. Dennoch dokumentiert die OMIA-Datenbank (Online Mendelian Inheritance in Animals) zwei genetisch bedingte Erkrankungen, die bei der Zucht- und Kaufentscheidung berücksichtigt werden sollten.
Hereditäre sensorische Neuropathie (Hereditary Sensory Neuropathy)
Diese Erkrankung betrifft die sensorischen Nerven der Extremitäten. Betroffene Hunde verlieren die Schmerzempfindung in Pfoten und Zehen und beginnen, sich selbst zu verstümmeln (Akrophagie – das Fressen der eigenen Pfoten). Die Erkrankung ist autosomal-rezessiv vererbt: Beide Elterntiere müssen Träger des Defektgens sein, damit ein Welpe erkrankt. Ein Gentest ist verfügbar; seriöse Züchter testen ihre Zuchthunde. Ernährung kann diese Erkrankung nicht verursachen oder heilen, eine gute Grundversorgung mit B-Vitaminen und Antioxidanzien kann die allgemeine Nervengesundheit jedoch unterstützen – dies ist jedoch mit dem Tierarzt abzuklären.
Neurogene Muskelatrophie (Neurogenic Muscular Atrophy)
Ebenfalls autosomal-rezessiv vererbt, zeigt sich diese neuromuskuläre Erkrankung ab dem 3. bis 5. Lebensmonat durch fortschreitende Muskelschwäche, Gangstörungen und Muskelabbau. Auch hier steht ein Gentest zur Verfügung. Betroffene Welpen werden in der Regel bereits früh auffällig; eine therapeutische Ernährungsmaßnahme ist nicht etabliert.
Praktische Konsequenzen für Käufer und Halter
Beim Kauf eines Pointer-Welpen sollte der Züchter Gentestnachweise für beide Erkrankungen vorlegen können. Im Alltag empfehlen sich ab dem 8. Lebensjahr halbjährliche Vorsorgeuntersuchungen, da Alterserscheinungen wie Gelenkveränderungen (Arthrose nach einem langen aktiven Leben) und degenerative Herzerkrankungen mit steigendem Alter häufiger auftreten.
Energiebedarf und Nährstoffversorgung: Mehr als der Durchschnittshund
Der English Pointer gehört ernährungsphysiologisch klar in die Kategorie der aktiven Arbeitshunde. Sein metabolischer Energiebedarf liegt bei regelmäßiger körperlicher Auslastung nach WSAVA/ACVN-Konsens bei einem Faktor von 1,2 und mehr über dem reinen Erhaltungsbedarf – bei intensivem Jagdeinsatz oder ambitioniertem Ausdauersport kann dieser Faktor weiter steigen. Ein Pointer, der täglich 2 bis 2,5 Stunden aktiv bewegt wird, benötigt deutlich mehr Kalorien als ein Hund vergleichbarer Größe mit minimalem Auslauf.
Protein: Grundlage für Muskelerhalt und Regeneration
Für aktive Hunde empfehlen die FEDIAF-Ernährungsrichtlinien 2025 und das NRC (2006) einen Rohproteingehalt, der für adult erhaltene Hunde bei mindestens 25 g pro 1.000 kcal metabolisierbarer Energie liegt (empfohlener Bedarf NRC). Beim aktiv genutzten Pointer sollte der Wert im Futter eher im oberen Bereich liegen. Tierisches Protein (Geflügel, Rind, Fisch, Wild) ist pflanzlichem Protein vorzuziehen, da die Aminosäurebioverfügbarkeit und das Aminosäureprofil – insbesondere in Bezug auf Lysin, Methionin und Taurin – höher sind.
Fett: Der Treibstoff des Ausdauerläufers
Fett ist der bevorzugte Energieträger beim Galopphund. Das NRC (2006) empfiehlt für adulte Hunde einen Fettverzehr von etwa 13,8 g pro 1.000 kcal ME; die FEDIAF 2025 nennt 13,75 g/1.000 kcal als Mindestversorgung. Für aktive Pointer darf der Fettgehalt deutlich darüber liegen. Wichtig ist dabei die Qualität der Fettsäuren: Linolsäure (Omega-6) sollte laut NRC mit mindestens 2,8 g/1.000 kcal vertreten sein, EPA und DHA (Omega-3) mit mindestens 0,11 g/1.000 kcal für Adulte. Ein Futter mit integriertem Fischöl- oder Algenöl-Anteil ist für diese Rasse aus mehreren Gründen sinnvoll (Fellglanz, Gelenkversorgung, kognitive Funktion).
Kalzium und Phosphor: Besonders wichtig in der Wachstumsphase
Pointer-Welpen sind bis etwa zum 12. Lebensmonat in aktiver Skelettentwicklung. Das NRC empfiehlt für wachsende Hunde 3 g Kalzium pro 1.000 kcal ME; die FEDIAF 2025 nennt 2,5 g/1.000 kcal als Minimum. Entscheidend ist nicht nur die absolute Menge, sondern auch das Kalzium-Phosphor-Verhältnis: Eine Über- oder Unterversorgung mit Kalzium kann bei wachsenden Hunden zu Skelettentwicklungsstörungen führen. Industriell produziertes, altersgerecht deklariertes Welpenfutter hält diese Balance in der Regel ein – selbstgemischte Rationen bedürfen fachkundiger Berechnung.
Mahlzeitenfrequenz und Lebensphase
- Welpen bis 4 Monate: 4 Mahlzeiten täglich
- 4 bis 6 Monate: 3 Mahlzeiten täglich
- Ab 6 Monate: 2 Mahlzeiten täglich; Übergang zu Junghundfutter möglich
- Adult: 2 Mahlzeiten täglich; Anpassung der Menge an Aktivitätslevel
- Senior (ab ca. 8 Jahren): Überprüfung von Energiegehalt und Proteinqualität; bei reduzierter Aktivität Kalorienzufuhr senken, aber Proteinqualität aufrechterhalten
Nach intensiven Belastungen – etwa nach Jagdtagen oder langen Geländeläufen – kann eine vorübergehende Erhöhung der Futtermenge sinnvoll sein. Eine Fütterung unmittelbar vor oder nach starker körperlicher Belastung sollte vermieden werden, um das Risiko von Magenüberladung zu reduzieren.
Du weißt jetzt, worauf es beim Futter ankommt — die passenden Sorten für den English Pointer zeigt dir unsere datenbasierte Futtersuche.
Futtersuche öffnenTrockenfutter, Nassfutter oder BARF: Futterarten im Vergleich für den Pointer
Für den English Pointer stehen alle gängigen Futterformen zur Verfügung – entscheidend ist nicht die Form, sondern ob die Nährstoffzusammensetzung dem hohen Aktivitätsbedarf dieser Rasse entspricht. Im Folgenden werden die wichtigsten Futterarten sachlich bewertet.
Trockenfutter
Trockenfutter ist die praktisch am weitesten verbreitete Futterform und bei guter Qualität für den Pointer gut geeignet. Vorteile: einfache Dosierung, gute Lagerbarkeit, breites Angebot an Leistungsfutter (sogenanntes „Performance-Futter") für aktive und arbeitende Hunde mit höheren Protein- und Fettwerten. Nachteile: geringer Wassergehalt (etwa 8–10 %), weshalb eine ausreichende Trinkwasserversorgung sichergestellt sein muss; Qualitätsunterschiede zwischen Produkten sind erheblich. Für einen aktiven Pointer empfehlen sich Produkte mit einem Rohproteingehalt von mindestens 25–28 % und einem Rohfettgehalt von 12–18 % in der Deklaration (als-fed-Basis).
Nassfutter
Nassfutter hat einen Wassergehalt von 70–80 % und unterstützt damit die Flüssigkeitsversorgung. Für Pointer mit hohem Wasserbedarf nach intensiver Bewegung kann das ein Vorteil sein. Nachteil: Die Energiedichte ist pro Gramm deutlich geringer als bei Trockenfutter; aktive Pointer benötigen entsprechend größere Mengen, was die Kosten erhöht. Nassfutter eignet sich gut als Ergänzung oder für Hunde mit geringem Trinktrieb.
BARF (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter)
Der English Pointer ist grundsätzlich für Rohfütterung geeignet. Sein Verdauungssystem verarbeitet rohes Fleisch, Organe und Rohknochen effizient. Für aktive Pointer kann BARF gut abschneiden, wenn der hohe Proteinbedarf durch hochwertige, abwechslungsreiche Fleischkomponenten gedeckt wird. Das größte Risiko bei BARF liegt nicht im Fleisch selbst, sondern in der Vollständigkeit der Ration: Kalziummangel (bei Fütterung ohne Knochen), Jodmangel, Vitamin-D-Mangel und ein unausgewogenes Omega-3/Omega-6-Verhältnis sind häufige Fehlerquellen. Selbst erstellte BARF-Rationen sollten von einer qualifizierten Tierernährungsberatung oder einem Tierarzt mit ernährungsmedizinischer Zusatzqualifikation überprüft werden. Die FEDIAF und das NRC betonen, dass jede Ration – unabhängig von der Futterform – alle Mindestanforderungen an Nährstoffe erfüllen muss.
Vegane und vegetarische Ernährung
Für einen ausdauernden Jagdhund wie den English Pointer ist eine vegane oder vegetarische Ernährung ernährungsphysiologisch anspruchsvoll. Der hohe Proteinbedarf und die Anforderung an tierische Aminosäuren und Fettsäuren (EPA, DHA) sind mit pflanzlichen Quellen schwieriger und nur mit erheblichem Supplementierungsaufwand zu decken. Wer diese Futterform wählt, sollte dies ausschließlich mit fachkundiger ernährungsmedizinischer Begleitung tun.
Kombifütterung
Die Kombination aus Trocken- und Nassfutter ist weit verbreitet und aus ernährungsphysiologischer Sicht unproblematisch, wenn beide Komponenten vollwertig deklariert sind und die Gesamttagesmenge korrekt berechnet wird.
Nahrungsergänzung für den Pointer: Was sinnvoll sein kann und was belegt ist
Ein vollwertiges, nach FEDIAF- oder NRC-Richtlinien zusammengesetztes Futter deckt in der Regel alle Nährstoffbedarfe des English Pointer ab, ohne dass zusätzliche Supplemente erforderlich sind. In bestimmten Situationen – bei intensivem Sport, im Alter, bei BARF oder bei spezifischen Gesundheitsfragen – kann die Ergänzung einzelner Nährstoffe jedoch mit dem Tierarzt diskutiert werden.
Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA)
Das NRC (2006) empfiehlt für adulte Hunde eine Versorgung mit EPA und DHA von mindestens 0,11 g pro 1.000 kcal ME; für wachsende Hunde 0,13 g/1.000 kcal. Diese Fettsäuren sind für die Gelenkgesundheit, das Glanzfell (ein Markenzeichen des Pointers laut FCI-Standard) und die kognitive Funktion relevant. Bei Trockenfutter, das keinen expliziten Fischöl- oder Algenölanteil deklariert, kann eine ergänzende Gabe von Fischöl oder Algenöl erwogen werden – die genaue Menge ist mit dem Tierarzt oder einer Ernährungsberatung abzustimmen.
Gelenk-unterstützende Substanzen
Pointer, die ihr ganzes Leben intensiv bewegt wurden, können im Alter Zeichen von Gelenkbelastung zeigen. Glucosamin und Chondroitin werden in der Tiermedizin zur unterstützenden Versorgung des Gelenkknorpels diskutiert; die Evidenzlage ist moderat, aber vorhanden. Die Gabe kann im Einzelfall mit dem Tierarzt besprochen werden – pauschale Empfehlungen sind hier nicht angebracht.
Zink und Vitamin E
Das NRC empfiehlt für adulte Hunde 15 mg Zink pro 1.000 kcal ME; die FEDIAF 2025 gibt 18 mg/1.000 kcal als Minimum an. Vitamin E ist mit 7,5 mg/1.000 kcal (NRC) als empfohlene Zufuhr für Adulte definiert. Bei rohfleischbasierter Ernährung oder einseitig zusammengestellten Rationen kann eine Unterversorgung mit diesen Nährstoffen auftreten; ein Mangel äußert sich unter anderem in Fellveränderungen und reduzierter Immunabwehr. Eine gezielte Supplementierung sollte nur nach Diagnose eines Mangels durch den Tierarzt erfolgen.
Vitamin D
Die FEDIAF 2025 nennt 138 IU Vitamin D pro 1.000 kcal ME als Minimum für Adulte. Vitamin D ist für die Kalziumverwertung und die Knochengesundheit essenziell. Bei BARF-Hunden, die wenig Leber und fetthaltigen Fisch erhalten, kann eine Unterversorgung entstehen – dies ist im Einzelfall mit dem Tierarzt abzuklären.
Wichtiger Hinweis: Überdosierungen fettlöslicher Vitamine (A, D, E, K) können toxisch wirken. Supplemente sollten nie nach Gefühl dosiert werden. Bei vollwertigem Fertigfutter ist eine zusätzliche Supplementierung oft nicht notwendig und kann das Nährstoffgleichgewicht stören.
Das passende Hundefutter für den Pointer finden: Datenbasiert statt Raten
Wer Hundefutter für den English Pointer auswählt, steht vor einer unübersichtlichen Produktvielfalt. Die Herausforderung: Viele Standardprodukte sind auf einen durchschnittlich aktiven Hund ausgelegt – der Pointer liegt mit seinem Energiebedarf bei regelmäßiger Auslastung klar über diesem Durchschnitt. Entscheidend sind Protein- und Fettgehalt, die Qualität der Proteinquellen und die vollständige Abdeckung der FEDIAF/NRC-Nährstoffanforderungen.
Der Futtersuche-Assistent auf futter.de wertet Futtermittel anhand transparent gemachter Nährstoffkriterien aus – ohne Werbedruck und markenunabhängig. Für den Pointer empfiehlt sich die Filterung nach hohem Proteingehalt tierischer Herkunft, ausreichendem Fettgehalt für aktive Hunde und EPA/DHA-Versorgung. Auch die Lebensphase – Welpe, Adult, Senior – lässt sich gezielt einbeziehen.
Ein datenbasierter Futtervergleich ersetzt nicht die individuelle tierärztliche Beratung, kann aber eine solide Grundlage für eine informierte Kaufentscheidung schaffen.
Quellen
- [1]FCI-Rassestandard POINTER ANGLAISfci_standard
- [2]FEDIAF Nutritional Guidelines 2025guideline
- [3]NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Catsguideline
- [4]Studie: hereditary sensory neuropathystudy
- [5]Studie: Neurogenic muscular atrophystudy
- [6]Wikipedia: English Pointerwikipedia
- [7]English Pointer: Charakter, Haltung, Jagd & Auslastung - Mit Tierweb
- [8]Pflege und Gesundheit | Pointer-Freunde e.V.web
- [9]Die Ernährung des Hundes: Wichtiges im Überblick | Dr. Samweb
Hinweis
Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.
Fragen zur Ernährung & Haltung
futter.de-Redaktion. KI-gestützt erstellt aus unserer geprüften Datenbasis, redaktionell kuratiert.
Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.
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