Hundefutter Kromfohrländer: Erbgesundheit
Hundefutter für Kromfohrländer: Erbkrankheitsprävention und gezielt optimierte Nährstoffe für seltene deutsche Rasse.
- Größe
- 38–46 cm
- Gewicht
- 9–16 kg
- Lebenserwartung
- 13–15 Jahre
- Herkunft
- Deutschland
- FCI-Gruppe
- Gesellschafts- und Begleithunde

Kromfohrländer auf einen Blick: Rasse, Statur und Ernährungsthemen
Der Kromfohrländer ist eine mittelgroße deutsche Begleithundrasse mit einem Gewicht zwischen 9 und 16 kg und einer für diese Größenklasse bemerkenswert langen Lebenserwartung von 13 bis 15 Jahren. Was diese Rasse ernährungsseitig besonders macht, ist nicht ihre Größe oder ihr Aktivitätsniveau – beides liegt im moderaten Mittelfeld – sondern die genetische Ausgangslage.
Da die gesamte Rasse auf eine sehr kleine Gründerpopulation aus den 1940er-Jahren zurückgeht, sind zwei erbliche Erkrankungen in der Population dokumentiert: der Von-Willebrand-Faktor-Mangel Typ 1 (eine Gerinnungsstörung) und die Hereditary Footpad Hyperkeratosis (erbliche Fußballenverhärtung). Beide Erkrankungen haben ernährungsrelevante Aspekte: Bestimmte Nährstoffe – insbesondere Zink und Omega-3-Fettsäuren – werden im Kontext der Hautgesundheit und der Pfotenpflege diskutiert.
Der Bewegungsbedarf liegt bei etwa 1,8 Stunden täglich, was einen mittleren Energiebedarf ergibt. Für Haltende bedeutet das: kein Hochleistungssportler-Futter nötig, aber auch kein Leichtkost-Profil. Der Schwerpunkt liegt auf ausgewogener, gut zusammengesetzter Vollnahrung mit tierischem Protein als Hauptquelle, ausreichend Omega-3-Fettsäuren und einer Zinkversorgung, die dem Rassekontext gerecht wird.
Größe und Statur des Kromfohrländers
Der Kromfohrländer gehört zur mittleren Größenklasse: Schulterhöhe 38 bis 46 cm, Gewicht 9 bis 16 kg – eine Spanne, die sowohl leichtere, kompakte als auch robustere Exemplare umfasst. Damit liegt die Rasse deutlich unter den großen und Riesenrassen, aber klar über dem Kleinhundsegment.
Diese Einordnung hat ernährungspraktische Konsequenzen: Anders als bei Riesenrassen sind skelettbedingte Wachstumsstörungen durch Kalzium-Phosphor-Ungleichgewichte kein herausragendes Risiko – der Bedarf ist hier der allgemeinen FEDIAF-Empfehlung für mittelgroße Rassen folgend zu decken. Anders als bei Kleinhunden ist die Energiedichte des Futters kein kritischer Engpass.
Der Kromfohrländer existiert in zwei Fellvarianten: Rauhhaar und Glatthaar. Der Rauhhaartyp trägt ein dichteres Fell mit ausgeprägter Unterwolle und charakteristischem Bart; der Glatthaartyp hat ein weiches, anliegendes Fell ohne Bart. Ernährungsseitig ist die Fellvariante insofern relevant, als der Rauhhaartyp eine intakte Hautbarriere und Fellqualität besonders deutlich von einer ausreichenden Versorgung mit Omega-3-Fettsäuren und Zink abhängig macht.
Wesen und Charakter: Was den Kromfohrländer prägt
Der Kromfohrländer ist laut FCI-Standard ein anpassungsfähiger, lernfähiger und temperamentvoller Begleit- und Haushund mit geringem Jagdtrieb. Gegenüber Fremdpersonen zeigt er eine natürliche Zurückhaltung, die nicht mit Ängstlichkeit oder Aggressivität gleichzusetzen ist – beide Wesenseigenschaften sind im Standard ausdrücklich unerwünscht.
Die enge Bindung an die Hauptbezugsperson ist ein prägendes Merkmal: Der Kromfohrländer sucht Nähe, folgt im Alltag und reagiert sensibel auf Veränderungen in seinem Umfeld. Diese Sensibilität überträgt sich auch auf den Fressbereich: Stresssituationen, neue Umgebungen oder Unruhe im Haushalt können die Futteraufnahme vorübergehend beeinflussen. Regelmäßige Mahlzeitenzeiten und eine ruhige Fressumgebung unterstützen eine stabile Nahrungsaufnahme.
Der geringe Jagdtrieb und das ausgeglichene Temperament bedeuten, dass der Kromfohrländer kein Hochenergiefutter für Arbeitshunde benötigt. Sein Aktivitätsprofil entspricht dem eines engagierten Begleithundes mit täglichem Auslauf und mentaler Beschäftigung – das spiegelt sich im moderaten Energiebedarf wider.
Herkunft und Geschichte: Ein Nachkriegshund aus dem Siegerland
Der Kromfohrländer entstand in einer einzigen Nachkriegsdekade und verdankt seine Existenz der Züchterin Ilse Schleifenbaum aus der Nähe von Siegen im Sauerland. Ausgangspunkt war ein streunender Hund unbekannter Herkunft – wahrscheinlich ein Terrier-Mix –, den amerikanische Soldaten als Maskottchen hielten und der nach dem Zweiten Weltkrieg in Deutschland blieb. Schleifenbaum verpaarte ihn mit einer Hündin mit Grand-Griffon-Vendéen-Einkreuzung; die Nachkommen überzeugten durch ihr ausgeglichenes, menschenfreundliches Wesen.
Der Rassenamen leitet sich vom Hofnamen „Krom Fohr“ bei Bad Laasphe ab, dem Ort der frühen Zucht. Die Rasse wurde 1955 vom FCI anerkannt – ein ungewöhnlich rascher Weg für eine neue Rasse.
Die enge genetische Basis dieser Entstehungsgeschichte ist bis heute spürbar: Die gesamte Rasse geht auf eine sehr kleine Gründerpopulation zurück, was die heute bekannten Erbkrankheiten erklärt. Für die Ernährung bedeutet das: Es gibt keine jahrhundertelange Selektion auf bestimmte Verdauungsleistungen oder Futterquellen wie bei alten Arbeitsrassen. Der Kromfohrländer ist ein generalistischer Begleithund, dessen Ernährungsbedarf sich an allgemeinen Empfehlungen für mittelgroße, moderat aktive Hunde orientiert – ergänzt um die rassespezifischen Gesundheitsaspekte.
Pflege des Kromfohrländers: Fell, Pfoten und Ernährungsbezug
Der Pflegeaufwand beim Kromfohrländer ist moderat, unterscheidet sich aber deutlich zwischen den beiden Felltypen. Der rauhhaarige Typ benötigt regelmäßiges Bürsten mehrmals wöchentlich sowie ein- bis zweimal jährliches Trimmen (nicht Scheren, da dies die Fellstruktur dauerhaft verändert). Der Bart des Rauhhaartyps sammelt Feuchtigkeitsreste und Futter, weshalb regelmäßiges Abwischen nach den Mahlzeiten sinnvoll ist. Der glatthaarige Typ ist pflegeleichter, benötigt aber ebenfalls regelmäßiges Bürsten in Fellwechselphasen.
Besondere Aufmerksamkeit verdienen die Pfoten: Angesichts der erblichen Disposition zur Fußballenverhärtung (Hereditary Footpad Hyperkeratosis) sollten die Pfotenballen regelmäßig auf Verdickungen, Risse oder Verhornungen kontrolliert werden. Frühzeitige Veränderungen fallen so früher auf.
Ein direkter Ernährungsbezug besteht bei der Haut- und Fellgesundheit: Eine ausreichende Versorgung mit Zink und Omega-3-Fettsäuren unterstützt die Barrierefunktion der Haut. Auch die Bartpflege beim Rauhhaartyp profitiert von einer intakten Hautbarriere im Gesichtsbereich. Pfotenpflege und Ernährung sind beim Kromfohrländer also keine getrennten Themen.
Gesundheit und rassetypische Erkrankungen beim Kromfohrländer
Der Kromfohrländer ist eine grundsätzlich robuste Rasse mit überdurchschnittlicher Lebenserwartung von 13 bis 15 Jahren. Dennoch sind aufgrund der engen Gründerpopulation zwei erbliche Erkrankungen dokumentiert, die in der OMIA-Datenbank (Online Mendelian Inheritance in Animals) für die Rasse erfasst sind und bei der Haltung sowie Ernährungsplanung berücksichtigt werden sollten.
Von-Willebrand-Faktor-Mangel Typ 1 (vWD Typ 1)
Diese autosomal vererbte Gerinnungsstörung führt dazu, dass der Von-Willebrand-Faktor – ein für die primäre Blutstillung essenzielles Protein – in reduzierter Menge vorliegt. Betroffene Hunde zeigen verlängerte Blutungszeiten bei Verletzungen, Operationen oder Zahnbehandlungen; in schweren Fällen sind spontane Schleimhautblutungen möglich. Seriöse Züchter testen Elterntiere obligatorisch per DNA-Test. Ernährungsseitig wird im Zusammenhang mit dieser Erkrankung unter anderem eine ausreichende Versorgung mit Vitamin K diskutiert, da Vitamin K an der Gerinnungskaskade beteiligt ist. Die Relevanz im Einzelfall ist im Zweifel mit dem Tierarzt abzuklären.
Hereditary Footpad Hyperkeratosis (HFH)
Diese autosomal-rezessiv vererbte Erkrankung führt zu einer übermäßigen Verhornung der Fußballen. Symptome zeigen sich häufig bereits in den ersten Lebensmonaten: Die Pfotenballen verdicken sich, verhärten und können schmerzhaft einreißen, was Infektionen begünstigt. Auch für diese Erkrankung stehen DNA-Tests zur Verfügung. Der Nährstoff Zink wird im Kontext von Hyperkeratose-Erkrankungen beim Hund diskutiert, da ein Zinkdefizit Verhornungsprozesse der Haut negativ beeinflussen kann.
Vorsorge und Zuchtgesundheit
Da beide Erkrankungen DNA-testbar sind, ist die Auswahl eines Welpen aus gesundheitsgeprüfter Zucht die wichtigste präventive Maßnahme. Regelmäßige tierärztliche Kontrolluntersuchungen, insbesondere der Pfotenballen und der Gerinnungsparameter vor geplanten Eingriffen, ergänzen die Vorsorge.
Ernährungsbedarf des Kromfohrländers: Energie, Nährstoffe und Lebensphasen
Der Energiebedarf des Kromfohrländers ergibt sich aus Körpergewicht, Aktivitätsniveau und Lebensphase. Als mittelgroßer Hund mit etwa 1,8 Stunden täglicher Bewegung liegt er im moderaten Bereich – weder Hochleistungssportler noch inaktiver Wohnhund. Als grobe Orientierung gilt für adulte Hunde mittlerer Größe und mittlerer Aktivität ein täglicher Energiebedarf von etwa 700 bis 1.100 kcal, je nach individuellem Gewicht, Körperkondition und Aktivität. Diese Werte sind Richtwerte; die tatsächliche Menge ist anhand der Körperkondition (sichtbare, aber nicht vorstehende Rippen; erkennbare Taille) regelmäßig anzupassen.
Protein
Nach NRC (2006) liegt das empfohlene Niveau für adulte Hunde bei 25 g Rohprotein pro 1.000 kcal metabolisierbarer Energie, das Minimum bei 20 g/1.000 kcal ME. Für aktive Hunde mit dem Aktivitätsprofil des Kromfohrländers sind Werte im oberen Bereich sinnvoll. Tierisches Protein (Geflügel, Rind, Fisch, Lamm) sollte die Hauptquelle darstellen, da es ein vollständigeres Aminosäureprofil liefert als pflanzliche Quellen.
Fett und essentielle Fettsäuren
Fett liefert nicht nur Energie, sondern auch fettlösliche Vitamine und essentielle Fettsäuren. Der FEDIAF-Mindestwert für Gesamtfett liegt bei 13,75 g/1.000 kcal ME für adulte Hunde. Besondere Bedeutung haben beim Kromfohrländer die Omega-3-Fettsäuren EPA und DHA: Der NRC (2006) empfiehlt 0,11 g EPA+DHA pro 1.000 kcal ME für adulte Hunde. Im Kontext der Hautgesundheit – relevant angesichts der Disposition zur Fußballenverhärtung – wird eine ausreichende Versorgung mit diesen Fettsäuren besonders betont.
Zink
Zink ist essenziell für Haut-, Fell- und Hornhautgesundheit. Der FEDIAF-Mindestwert für adulte Hunde liegt bei 18 mg Zink pro 1.000 kcal ME; NRC (2006) empfiehlt 15 mg/1.000 kcal ME. Im Zusammenhang mit der erblichen Fußballenverhärtung sollte die Zinkversorgung über das Futter sichergestellt sein.
Lebensphasen
- Welpen (0–6 Monate): Welpenfutter für mittelgroße Rassen; NRC (2006) empfiehlt 43,8 g Protein und 3 g Kalzium pro 1.000 kcal ME (Recommended Allowance). Keine zusätzliche Kalzium-Supplementierung bei Verwendung eines vollständigen Welpenfutters – Überversorgung stört die Knochenentwicklung.
- Junghund (6–12 Monate): Übergang auf zwei bis drei Mahlzeiten täglich, weiter Welpenfutter oder Junghundfutter.
- Adulte (1–8 Jahre): Vollnahrung für mittelgroße adulte Hunde, zweimal täglich.
- Senior (ab 8 Jahren): Nach WSAVA/AAHA-Konsens gilt der Kromfohrländer ab dem vollendeten 8. Lebensjahr als Senior. Anpassungen: leicht reduzierte Energiezufuhr bei gleichbleibend gutem Protein- und Nährstoffniveau; regelmäßige Gewichtskontrolle.
Du weißt jetzt, worauf es beim Futter ankommt — die passenden Sorten für den Kromfohrländer zeigt dir unsere datenbasierte Futtersuche.
Futtersuche öffnenFutter für den Kromfohrländer: Trockenfutter, Nassfutter, BARF und mehr
Für den Kromfohrländer gibt es keine rassespezifische Vorgabe, welche Futterform die einzig richtige ist. Die Entscheidung hängt von praktischen Faktoren, dem individuellen Hund und dem Kenntnisstand der Haltenden ab. Nachfolgend eine sachliche Einordnung der gängigen Optionen.
Trockenfutter
Trockenfutter ist die am weitesten verbreitete Fütterungsform. Vorteile: einfache Lagerung, kalkulierbare Nährstoffzusammensetzung, zahnmechanische Reinigungswirkung. Nachteile: geringer Feuchtigkeitsgehalt (Wasserversorgung über Trinkwasser sicherstellen). Für den Kromfohrländer relevante Kriterien bei der Auswahl: tierisches Protein als Hauptzutat auf der Deklaration, ausgewiesener Zinkgehalt, ausreichend Omega-3-Fettsäuren (oder Ergänzung).
Nassfutter
Nassfutter hat einen Wassergehalt von 70–80 %, was zur Flüssigkeitsaufnahme beiträgt. Die Nährstoffdichte ist bezogen auf die Frischmasse geringer als bei Trockenfutter; Vergleiche sind nur auf Trockenmassenebene sinnvoll. Für Hunde, die wenig trinken oder die eine weichere Konsistenz bevorzugen, kann Nassfutter sinnvoll sein – entweder pur oder als Mischfütterung.
Mischfütterung
Die Kombination aus Trocken- und Nassfutter ist verbreitet und grundsätzlich unproblematisch, wenn beide Komponenten als Vollnahrung deklariert sind und die Gesamtmenge bedarfsgerecht bleibt. Eine Mischfütterung aus Nass- und BARF-Komponenten (wie von manchen Kromfohrländer-Haltenden praktiziert) ist ebenfalls möglich, erfordert aber eine sorgfältige Kalkulation der Gesamtration.
BARF (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter)
BARF ist für den Kromfohrländer umsetzbar, wenn die Ration vollständig und bedarfsgerecht zusammengestellt wird. Besondere Aufmerksamkeit gilt beim Kromfohrländer der Zinkversorgung (im Kontext der Fußballenverhärtung) und einer ausreichenden Omega-3-Fettsäurenversorgung. Eine unsachgemäß zusammengestellte BARF-Ration birgt das Risiko von Nährstoffdefiziten oder -überschüssen. Die ernährungsberaterische oder tierärztliche Begleitung wird für BARF-Einsteiger ausdrücklich empfohlen. Rohfleisch birgt zudem mikrobiologische Risiken (u. a. Salmonellen, Campylobacter), die besonders in Haushalten mit Immunsupprimierten oder Kindern zu berücksichtigen sind.
Vegetarische und vegane Ernährung
Vegane Ernährung für Hunde ist wissenschaftlich umstritten. Hunde sind zwar omnivore Anpassungsopportunisten, aber eine vollständige Bedarfsdeckung mit pflanzlichen Quellen ist aufwendig und fehleranfällig. Für den Kromfohrländer bestehen keine Hinweise auf Gründe, die vegane Ernährung besonders nahelegen würden. Wer diesen Weg wählt, ist auf fachliche Begleitung und regelmäßige Blutbildkontrollen angewiesen.
Nahrungsergänzung für den Kromfohrländer: Was sinnvoll sein kann
Bei Verwendung eines vollständigen, bedarfsgerecht deklarierten Fertigfutters (Trocken- oder Nassfutter) ist eine zusätzliche Nahrungsergänzung in der Regel nicht erforderlich. Ergänzungen können jedoch in bestimmten Situationen im Einzelfall sinnvoll sein – die Entscheidung sollte stets mit dem Tierarzt abgestimmt werden, da sowohl Defizite als auch Überversorgungen Schaden anrichten können.
Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA)
Im Zusammenhang mit der Hautgesundheit und der Fellqualität – beides relevant angesichts der Disposition zur Fußballenverhärtung und des dichten Fells des Rauhhaartyps – werden Omega-3-Fettsäuren aus marinen Quellen (Fischöl, Algenöl) diskutiert. Der NRC (2006) empfiehlt 0,11 g EPA+DHA pro 1.000 kcal ME für adulte Hunde. Wenn das verwendete Futter keinen ausgewiesenen EPA/DHA-Gehalt enthält, kann eine Ergänzung im Einzelfall sinnvoll sein. Die Dosierung ist dabei immer nach Körpergewicht und Futtergrundlage individuell abzustimmen.
Zink
Zink ist für Haut- und Hornhautgesundheit essenziell. Bei Hunden mit Hereditary Footpad Hyperkeratosis wird ein ausreichender Zinkstatus als besonders relevant eingestuft. FEDIAF (2025) gibt 18 mg Zink pro 1.000 kcal ME als Mindestwert für adulte Hunde an. Wer BARF füttert oder ein Futter mit unklarer Mineralstoffdeklaration verwendet, sollte den Zinkstatus im Blick behalten. Eine unkontrollierte Zinksupplementierung ist jedoch kontraindiziert, da Zink in hohen Mengen toxisch wirken kann.
Vitamin E
Vitamin E wirkt als Antioxidans und ist für die Stabilität mehrfach ungesättigter Fettsäuren im Futter wichtig. Bei erhöhter Omega-3-Supplementierung steigt der Bedarf an Vitamin E. FEDIAF (2025) gibt 9 IU/1.000 kcal ME als Minimum für adulte Hunde an. Bei selbst zusammengestellten Rationen oder BARF ist die Vitamin-E-Versorgung gesondert zu prüfen.
Gelenk-Ergänzungen im Senioralter
Ab dem 8. Lebensjahr können Gelenk-unterstützende Substanzen (wie Glucosamin oder Chondroitin) im Einzelfall diskutiert werden – die Evidenzlage für diese Substanzen beim Hund ist begrenzt und heterogen. Eine Empfehlung ist nur im Rahmen einer tierärztlichen Beurteilung sinnvoll.
Grundregel: Jede Ergänzung über die Bedarfsmenge hinaus ist eine Intervention, keine Prävention. Im Zweifel gilt: erst prüfen (Blutbild, Futteranalyse), dann ergänzen.
Das passende Futter für den Kromfohrländer finden
Angesichts der rassespezifischen Besonderheiten des Kromfohrländers – insbesondere der Disposition zur Fußballenverhärtung und der Gerinnungsstörung – ist es sinnvoll, bei der Futterauswahl nicht nur auf Größenklasse und Lebensphase zu achten, sondern auch auf die tatsächliche Nährstoffzusammensetzung: ausgewiesener Zinkgehalt, Omega-3-Fettsäureversorgung und eine hochwertige tierische Proteinquelle als Hauptzutat sind die zentralen Suchkriterien.
Die Produktsuche auf futter.de ermöglicht eine datengetriebene Filterung nach Nährstoffprofil, Futterform, Lebensphasenkennzeichnung und Deklarationsqualität – ohne Verkaufsdruck und markenunabhängig. Das ist besonders nützlich für eine Rasse wie den Kromfohrländer, bei der allgemeine „mittelgroßer Hund“-Filter die rassespezifischen Nährstoffüberlegungen nicht abbilden.
Quellen
- [1]FCI-Rassestandard KROMFOHRLÄNDERfci_standard
- [2]FEDIAF Nutritional Guidelines 2025guideline
- [3]NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Catsguideline
- [4]Studie: Von-Willebrand-Faktor-Mangel Typ 1 (vWD I)study
- [5]Studie: Hereditary Footpad Hyperkeratosisstudy
- [6]Wikipedia: Kromfohrländerwikipedia
- [7]Gesundheit / Krankheiten - kromfohrlaender-siegens Webseite!web
- [8]Gesundheit beim Kromfohrländer - die Gesundheit des Kromfohrländers liegt uns am Herzen - seriöse Kromfohrländerzuchtweb
- [9]Die Ernährung des Kromfohrländersweb
Hinweis
Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.
Fragen zur Ernährung & Haltung
futter.de-Redaktion. KI-gestützt erstellt aus unserer geprüften Datenbasis, redaktionell kuratiert.
Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.
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