Hundefutter Malteser: Hypoglykämie-Schutz
Hundefutter für Malteser: Hypoglykämie-Schutz im Welpenalter, Zahngesundheit und miniaturgerechte Ernährung.
- Größe
- 20–25 cm
- Gewicht
- 3–4 kg
- Lebenserwartung
- 12–15 Jahre
- Herkunft
- Malta
- FCI-Gruppe
- Gesellschafts- und Begleithunde

Malteser auf einen Blick
Der Malteser gehört zur FCI-Gruppe 9 (Gesellschafts- und Begleithunde) und ist mit einem Gewicht von 3–4 kg eine ausgesprochene Toy-Rasse. Was ihn ernährungsphysiologisch von mittleren und großen Rassen unterscheidet, ist nicht nur die schiere Körpergröße, sondern ein proportional erhöhter metabolischer Grundumsatz: Toy-Rassen verbrauchen laut NRC 2006 und FEDIAF 2025 je Kilogramm metabolischer Körpermasse (kg^0,75) rund 10 % mehr Energie als der Artendurchschnitt.
Das bedeutet in der Praxis: Die Tagesration eines erwachsenen Maltesers bewegt sich zwar im Bereich von 180–220 kcal – absolut gesehen wenig –, doch bereits kleine Abweichungen nach oben oder unten wirken sich spürbar auf Gewicht und Wohlbefinden aus. Leckerlis, Tischrestchen und nicht einkalkulierte Snacks können bei einem 3-kg-Hund die Tagesbilanz empfindlich verschieben.
Zusätzlich bringt die Rasse bekannte Dispositionen für Mitralklappenerkrankung, Syringomyelie und Zahnprobleme mit, die ernährungsseitig beeinflussbar sind. Dieser Ratgeber legt den Schwerpunkt auf die rassespezifischen Ernährungsaspekte – von der Welpenfütterung bis zur Seniorenernährung, von Trockenfutter über BARF bis hin zu gezielten Nahrungsergänzungen.
Größe und Statur des Maltesers
Der Malteser erreicht eine Widerristhöhe von 20–25 cm und ein Idealgewicht von 3–4 kg – damit zählt er zu den leichtesten Hunderassen überhaupt. Das FCI-Rassestandard-Dokument beschreibt eine kompakte, gut proportionierte Figur mit einem nahezu quadratischen Körperbau.
Das lange, seidige Fell ohne Unterwolle täuscht optisch über die zierliche Statur hinweg: Unter dem schimmernden weißen Haarkleid verbirgt sich ein Hund mit feinen Knochen und einer Muskelmasse, die auf exakte Nährstoffversorgung angewiesen ist. Das Fehlen von Unterwolle hat auch thermoregulatorische Konsequenzen – bei Kälte kühlt der Malteser schnell aus, was indirekt den Energiebedarf erhöhen kann.
Die geringe Körpergröße hat direkte Auswirkungen auf die Ernährung: Kleine Knochen sind anfälliger für Frakturen, weshalb FEDIAF 2025 für Toy-Rassen einen Mindestkalziumgehalt von 0,6 % Trockensubstanz empfiehlt. Zudem ist das Maul des Maltesers klein – Kibble-Größen über 10 mm werden häufig schlecht gekaut, was Verdauungseffizienz und Zahngesundheit beeinträchtigt.
Wesen und Charakter
Laut FCI-Rassestandard ist der Malteser lebhaft, zärtlich, sehr entspannt und intelligent. Diese Charakterkombination hat direkte Auswirkungen auf die Ernährungspraxis: Ein aufgeweckter, menschenbezogener Hund lernt schnell, dass bestimmte Verhaltensweisen zu Leckerlis führen – und entwickelt bei inkonsequenter Handhabe ein ausgeprägtes Bettelverhalten.
Der Malteser ist ein ausgesprochener Sozialhund, der enge Bindungen zu seinen Bezugspersonen eingeht. Stress und Trennungsangst können die Futteraufnahme beeinflussen: Manche Malteser fressen bei Unruhe im Haushalt deutlich weniger, andere kompensieren emotionalen Stress durch erhöhtes Interesse an Futter. Regelmäßige Fütterungszeiten und ein ruhiges Futterumfeld sind daher nicht nur Komfort, sondern eine ernährungsphysiologische Notwendigkeit.
Die Kombination aus Intelligenz und Spielfreude macht den Malteser für Futterarbeit (Schnüffelmatten, Kong, Licki-Mats) besonders geeignet. Solche Beschäftigungsformen verlangsamen die Nahrungsaufnahme, fördern die mentale Auslastung und reduzieren das Risiko, dass die tägliche Kleinportion zu schnell verschlungen wird.
Herkunft und Geschichte
Der Malteser zählt zu den ältesten dokumentierten Hunderassen Europas. Historische Quellen verorten seinen Ursprung in der Mittelmeerregion – die Insel Malta gilt als wahrscheinlichster Namensgeber, obwohl antike Belege auch das sizilianische Melita und griechische Küstengebiete als mögliche Ursprungsorte nennen. Griechische und römische Schriftquellen aus dem dritten Jahrhundert vor Christus beschreiben kleine weiße Seidenhunde, die aristokratischen Haushalten als Begleiter dienten.
Diese jahrtausendealte Geschichte als Schoßhund ist für die heutige Ernährungspraxis relevant: Der Malteser wurde nie als Arbeitshund gezüchtet, der hohe Mengen an Energie verbraucht. Sein Bewegungsbedarf von rund 1,8 Stunden täglich ist moderat; sein Gesamtenergieaufwand bleibt niedrig. Das bedeutet, dass der Malteser keine kalorienreichen Hochleistungsrezepturen benötigt, wie sie für Arbeitshunde konzipiert sind. Energiedichte Futter für aktive Rassen können bei einem Malteser chronisch zu Überversorgung führen.
Die jahrzehntelange Zucht auf Begleithund-Eigenschaften hat zudem eine Rasse geformt, die ernährungsbedingte Probleme – Übergewicht, Zahnstein, Herzbelastung – in hohem Maße selbst nicht ausgleichen kann und daher auf eine durchdachte, portionskontrollierte Ernährung angewiesen ist.
Pflege und ihre Bedeutung für die Ernährung
Das Markenzeichen des Maltesers ist sein langes, seidiges, glänzendes Fell ohne Locken oder Kräuselung, das laut FCI-Standard schwer zu Boden fällt. Dieses Fell erfordert tägliche Pflege – eine Aufgabe, die nicht ohne ernährungsseitigen Bezug ist: Die Fellqualität hängt direkt von der Versorgung mit essenziellen Fettsäuren, Zink und Proteinen ab.
Tägliches Bürsten, regelmäßiges Baden (alle drei bis vier Wochen) und das Freischneiden empfindlicher Körperstellen sind Pflichtroutinen. Fellprobleme wie trockenes, brüchiges Haar oder Schuppenbildung können Hinweise auf Mängel in der Nährstoffversorgung sein – besonders bei Omega-3-Fettsäuren und Zink.
Zahnpflege ist beim Malteser besonders wichtig: Kleine Hunde entwickeln aufgrund des beengten Kiefers häufiger Zahnstein und Parodontitis. Regelmäßiges Zähneputzen (idealerweise täglich), geeignete Kausticks und eine Ernährung, die das Kauen fördert, können das Risiko verringern. Nassfutter-lastige Rationen ohne mechanische Reinigungswirkung erhöhen das Zahnsteinrisiko. Ohren und Augen (Malteser neigen zu Tränenflecken, die auf Futtermittelunverträglichkeiten oder minderwertige Inhaltsstoffe hinweisen können) sollten regelmäßig kontrolliert werden.
Gesundheit und rassetypische Erkrankungen
Der Malteser bringt mehrere bekannte genetische und kardiovaskuläre Dispositionen mit, die bei der Ernährungsplanung berücksichtigt werden sollten.
Myxomatöse Mitralklappenerkrankung (MMVD) Die häufigste altersassoziierte Erkrankung des Maltesers ist die myxomatöse Mitralklappenerkrankung. Der Malteser zählt laut veterinärmedizinischer Fachliteratur zu den Kleinrassen mit signifikant erhöhter Erkrankungshäufigkeit. Ab dem achten Lebensjahr steigt die Prävalenz von Herzgeräuschen deutlich an. Ernährungsseitig ist bei diagnostizierter Herzerkrankung eine Reduktion des Natriumgehalts im Futter relevant – dies sollte jedoch ausschließlich in Absprache mit dem Tierarzt erfolgen.
Syringomyelie Beim Malteser ist eine erhöhte Häufigkeit von Syringomyelie dokumentiert, einer Erkrankung mit flüssigkeitsgefüllten Hohlräumen im Rückenmark, die mit Schmerzen und neurologischen Ausfällen einhergehen kann. Ein direkter Ernährungsbezug ist nicht belegt; allerdings kann Übergewicht die Symptomatik verschlechtern, weshalb eine präzise Gewichtskontrolle auch hier relevant ist.
Hämophilie B Hämophilie B ist beim Malteser als X-chromosomal-rezessiver Erbgang dokumentiert. Betroffene Tiere zeigen verlängerte Blutungszeiten. Ernährungsseitig ist auf eine ausreichende Versorgung mit Vitamin K zu achten; konkrete diätetische Maßnahmen sind im Einzelfall tierärztlich abzuklären.
Glykogenspeicherkrankheit Ia Die Glykogenspeicherkrankheit Ia ist beim Malteser als autosomal-rezessiver Erbgang beschrieben. Sie beeinträchtigt den Glukosestoffwechsel und kann zu Hypoglykämie führen – ein Aspekt, der gerade bei Welpen und in Stressphasen durch häufige, regelmäßige Mahlzeiten ernährungsseitig unterstützt werden kann. Bei Verdacht ist umgehend tierärztliche Abklärung erforderlich.
Weitere Dispositionen Zusätzlich sind beim Malteser folgende Erkrankungen dokumentiert: Ehlers-Danlos-Syndrom (klassischer Typ, COL5A1-assoziiert, autosomal-dominant), Ligneous membranitis (autosomal-rezessiv), nekrotisierende Meningoenzephalitis (multifaktoriell) sowie Polyzythämie. Diese Erkrankungen erfordern tierärztliche Diagnostik; pauschale Ernährungsempfehlungen lassen sich daraus nicht ableiten.
Ernährung und Nährstoffbedarf des Maltesers
Der Energiebedarf des Maltesers ist absolut betrachtet gering, relativ zur metabolischen Körpermasse jedoch erhöht. Laut NRC 2006 und FEDIAF 2025 zeigen Toy-Rassen einen rund 10 % höheren Energiebedarf je kg^0,75 gegenüber dem Artenmittel. Ein ausgewachsener Malteser mit 3–4 kg und moderater Aktivität hat einen täglichen Erhaltungsbedarf von ca. 180–220 kcal. Bereits 20–30 kcal täglich über dem Bedarf können auf Jahressicht zu messbarem Gewichtszuwachs führen – bei einem 3-kg-Hund entspricht das einer prozentualen Abweichung, die bei großen Rassen kaum ins Gewicht fällt.
Portionskontrolle und Gewichtsmanagement Die tägliche Ration sollte abgewogen, nicht geschätzt werden. Leckerlis, Zahnpflegekauartikel und eventuelle Futterzusätze fließen in die Tagesbilanz ein. Ein Body-Condition-Score (BCS) von 4–5 auf einer 9-stufigen Skala gilt als Zielbereich; die Rippen sollten bei leichtem Druck gut tastbar, aber nicht sichtbar sein.
Proteinbedarf Kleine Rassen haben einen höheren Proteinbedarf pro Kilogramm Körpergewicht als große Rassen. Laut NRC 2006 liegt der empfohlene Proteinbedarf adulter Hunde bei 25 g je 1.000 kcal ME (Mindestwert: 20 g/1.000 kcal ME). Für Malteser-Welpen in der Wachstumsphase empfiehlt der NRC 2006 einen Richtwert von 43,8 g Protein je 1.000 kcal ME. Hochwertige, gut verdauliche Proteinquellen – Geflügel, Fisch, mageres Rind – sind gegenüber Nebenerzeugnissen minderer Qualität vorzuziehen.
Kalzium und Phosphor Die Knochenstruktur des Maltesers ist fein und frakturanfällig. FEDIAF 2025 empfiehlt für Toy-Rassen einen Mindestkalziumgehalt von 0,6 % Trockensubstanz. Laut NRC 2006 liegt der empfohlene Kalziumbedarf adulter Hunde bei 1 g/1.000 kcal ME, der sichere Höchstwert laut FEDIAF 2025 bei 6,25 g/1.000 kcal ME. Das Kalzium-Phosphor-Verhältnis sollte zwischen 1,2:1 und 2:1 gehalten werden. Vollständige Fertigfutter sind auf diese Verhältnisse ausgelegt; bei selbst zusammengestellten Rationen ist eine Überprüfung durch eine ernährungskundige Fachperson sinnvoll.
Lebensphasen
- Welpen (0–6 Monate): Toy-Welpen unter 5 kg Erwachsenengewicht haben laut FEDIAF 2025 einen erhöhten Energiebedarf in der Wachstumsphase. Das Hypoglykämie-Risiko ist real: vier Mahlzeiten täglich, gleichmäßig verteilt, werden empfohlen. Kibble-Größe unter 8 mm, damit das kleine Maul adäquat kauen kann.
- Junghund (6–12 Monate): Das Wachstum verlangsamt sich deutlich. Umstieg auf drei Mahlzeiten täglich, schrittweise Anpassung auf Adult-Futter ab dem 10.–12. Monat.
- Adult (1–8 Jahre): Zwei Mahlzeiten täglich, Portionskontrolle, regelmäßige Gewichtskontrolle.
- Senior (ab 8 Jahren): Verlangsamter Stoffwechsel, erhöhtes Risiko für Muskelschwund und Zahnverlust. Leicht verdauliche Proteinquellen, weichere Konsistenz oder Einweichen von Trockenfutter können sinnvoll sein. Herzgeräusche erfordern ggf. natriumreduziertes Futter – im Einzelfall tierärztlich abklären.
Du weißt jetzt, worauf es beim Futter ankommt — die passenden Sorten für den Malteser zeigt dir unsere datenbasierte Futtersuche.
Futtersuche öffnenFutterarten für den Malteser: Trocken, Nass, BARF und mehr
Für den Malteser stehen dieselben Futterarten zur Wahl wie für andere Rassen – allerdings wiegen die rassespezifischen Faktoren Zahngesundheit, geringe Portionsgröße und Empfindlichkeit gegenüber Nährstoffimbalancen bei der Auswahl stärker.
Trockenfutter Trockenfutter ist für den Malteser eine praktische und weit verbreitete Option. Zu beachten ist die Kibble-Größe: Für eine Toy-Rasse sind Pellets mit einem Durchmesser unter 10 mm geeignet; viele Hersteller bieten spezifische „Small Breed“- oder „Toy“-Varianten an. Ein weiterer Vorteil: Die mechanische Reinigungswirkung beim Kauen kann den Zahnsteinaufbau verlangsamen – ein relevanter Aspekt, da kleine Hunde überproportional häufig an Parodontitis erkranken. Nachteil: Trockenfutter enthält wenig Feuchtigkeit; eine ausreichende Wasseraufnahme muss sichergestellt sein.
Nassfutter Nassfutter (Feuchtfutter) hat einen hohen Wasseranteil (ca. 70–80 %), was die tägliche Flüssigkeitsbilanz verbessert. Für ältere Malteser mit empfindlichem Gebiss oder reduziertem Kauvermögen ist es häufig besser geeignet. Der Nachteil liegt in der geringeren mechanischen Reinigungswirkung auf die Zähne sowie in der höheren Verderblichkeit nach dem Öffnen. In Kombination mit Trockenfutter oder gezielter Zahnpflege lässt sich dieser Nachteil kompensieren.
BARF (biologisch artgemäße Rohfütterung) BARF ist grundsätzlich auch für den Malteser möglich, erfordert jedoch bei dieser Toy-Rasse besonders sorgfältige Planung. Die geringe Gesamtkalorienmenge (180–220 kcal/Tag adult) verkleinert den Spielraum für Nährstoffimbalancen erheblich: Eine Über- oder Unterversorgung mit Kalzium, Jod, Vitamin D oder Zink macht sich bei einem 3-kg-Hund deutlich schneller bemerkbar als bei einem 30-kg-Hund. Für BARF-Interessierte wird eine Rationsberechnung durch eine tierärztliche Ernährungsberatung dringend empfohlen. Besonders kritisch: das Kalzium-Phosphor-Verhältnis (Ziel 1,2:1 bis 2:1), die Jodversorgung (in reinen Fleischrationen oft unterversorgt) und Vitamin D (in Muskelfleisch kaum vorhanden).
Selbst gekochtes Futter Gekochte Rationen können eine Alternative für Hunde mit Unverträglichkeiten sein. Auch hier gilt: Ohne ernährungskundige Begleitung sind Defizite bei essenziellen Aminosäuren, Vitaminen und Mineralstoffen wahrscheinlich. Eine eigenständig zusammengestellte Heimkochration ohne Überprüfung ist keine empfehlenswerte Dauerlösung.
Vegetarische und vegane Ernährung Vegetarische oder vegane Rationen für Hunde werden wissenschaftlich diskutiert. Für den Malteser gilt: Bei solchen Rationen ist das Risiko einer Unterversorgung mit essenziellen Aminosäuren (insbesondere Taurin, L-Carnitin) und Spurenelementen erhöht. Bei Interesse an vegetarischer Ernährung ist tierärztliche oder ernährungsberaterische Begleitung obligatorisch.
Empfehlung Vollständig zusammengesetzte und als „alleinfutterfähig“ deklarierte Fertigfutter (Trocken oder Nass) für kleine Rassen bieten den zuverlässigsten Schutz vor Nährstoffimbalancen, sofern sie den FEDIAF- oder AAFCO-Standards entsprechen. Welche Futterart individuell am besten geeignet ist, hängt von Gesundheitsstatus, Lebensphase und Präferenzen des Hundes ab.
Nahrungsergänzung für den Malteser: Was sinnvoll sein kann
Nahrungsergänzungsmittel sollten beim Malteser gezielt und evidenzbasiert eingesetzt werden – nicht nach dem Prinzip „viel hilft viel“. Bei einem Tier mit 3–4 kg Körpergewicht und einem Tagesbedarf von unter 220 kcal kann eine Überdosierung fettlöslicher Vitamine oder Mineralstoffe schnell toxische Bereiche erreichen. Im Zweifelsfall ist tierärztliche Rücksprache obligatorisch.
Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl oder Algenöl werden in der veterinärmedizinischen Ernährungsberatung bei Hunden mit Herzerkrankungen, Hautproblemen und entzündlichen Prozessen diskutiert. Für den Malteser ist dies besonders relevant: Die Disposition zur Mitralklappenerkrankung und die Bedeutung der Fellqualität machen eine ausreichende EPA/DHA-Versorgung sinnvoll. Laut NRC 2006 liegt der empfohlene Richtwert für EPA+DHA bei 0,11 g/1.000 kcal ME für adulte Hunde. Ob eine Ergänzung über das Futter hinaus notwendig ist, hängt vom verwendeten Futter ab und sollte im Einzelfall geprüft werden.
Kalzium Für Malteser, die mit BARF oder selbst gekochten Rationen gefüttert werden, ist Kalzium häufig der kritischste Nährstoff. FEDIAF 2025 empfiehlt für Toy-Rassen einen Mindestgehalt von 0,6 % Trockensubstanz. Eine Ergänzung bei Fertigfutter ist in der Regel nicht notwendig und kann bei Überdosierung schaden. Bei selbst zusammengestellten Rationen kann eine gezielte Kalziumergänzung – nach Berechnung durch eine Fachperson – sinnvoll sein.
Zink Zink ist für Fellqualität, Immunfunktion und Wundheilung essenziell. Laut FEDIAF 2025 liegt der Mindestzinkbedarf adulter Hunde bei 18 mg/1.000 kcal ME. Malteser mit trockenem, glanzlosem Fell oder Schuppenbildung können von einer Überprüfung der Zinkversorgung profitieren – allerdings ist eine Supplementierung nur bei nachgewiesener oder wahrscheinlicher Unterversorgung sinnvoll.
Vitamin D Vitamin D ist bei Hunden, die ausschließlich mit Muskelfleisch (BARF ohne Innereien und Fisch) gefüttert werden, häufig unterversorgt. Laut NRC 2006 liegt der Richtwert bei 3,4 µg/1.000 kcal ME. Handelsübliche Fertigfutter sind in der Regel ausreichend mit Vitamin D angereichert; bei Heimkoch- und BARF-Rationen sollte der Gehalt geprüft werden.
Gelenkergänzungen Glucosamin und Chondroitin werden für kleine Rassen mit Gelenkproblemen diskutiert. Beim Malteser steht die Mitralklappenerkrankung deutlich stärker im Vordergrund als orthopadische Erkrankungen; dennoch können solche Ergänzungen bei älteren Tieren mit sichtbaren Bewegungseinschränkungen im Einzelfall mit dem Tierarzt besprochen werden.
Grundsätzlich gilt: Nahrungsergänzungen ersetzen kein vollständiges, bedarfsgerecht zusammengesetztes Futter und sollten nie ohne Abklärung des tatsächlichen Bedarfs eingesetzt werden.
Das passende Malteser-Futter finden: datengestützt statt raten
Angesichts des engen Kalorienfensters von 180–220 kcal täglich, der Toy-spezifischen Nährstoffanforderungen und der rassetypischen Dispositionen für Herzerkrankung und Zahnprobleme lohnt sich beim Malteser eine strukturierte Futterauswahl mehr als bei vielen anderen Rassen.
Der Futter-Finder auf futter.de ermöglicht es, Hundefutter für den Malteser nach objektiven Kriterien zu filtern: Energiedichte, Proteingehalt, Kibble-Größe, Kalzium-Phosphor-Verhältnis und Deklarationsqualität werden transparent ausgewiesen. Werbliche Versprechen und Marketingbegriffe bleiben außen vor – die Filterung erfolgt auf Basis der FEDIAF- und NRC-Richtwerte, die auch diesem Ratgeber zugrunde liegen.
Besonders relevant für die Futtersuche beim Malteser: der Filter für „Small Breed“ oder „Toy Breed“, die Energiedichte-Angabe (kcal/100g) zur Portionskontrolle sowie – für Malteser ab dem siebten Lebensjahr – die Option, natriumreduzierte Rezepturen als Ausgangspunkt zu identifizieren. Die finale Futterentscheidung, insbesondere bei Erkrankungen, trifft der behandelnde Tierarzt oder eine tierärztliche Ernährungsberatung.
Quellen
- [1]FCI-Rassestandard BICHON MALTAISfci_standard
- [2]FEDIAF Nutritional Guidelines 2025guideline
- [3]NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Catsguideline
- [4]Studie: Haemophilia Bstudy
- [5]Studie: Glykogenspeicherkrankheit Iastudy
- [6]Studie: Ehlers-Danlos-Syndrom, klassischer Typ, COL5A1-assoziiertstudy
- [7]Studie: Ligneous membranitisstudy
- [8]Studie: includes necrotizing/necrotising meningoencephalitis, Pug dog myelopathy (PDM), Pug dog encephalitis (PDE); spinal only meningoencephalomyelitis of unknown originstudy
- [9]Studie: Persistent Müllerian Duct Syndromestudy
- [10]Studie: Polycythemiastudy
- [11]Wikipedia: Malteserwikipedia
- [12]Fütterung bei Erkrankungen deines Hundes – so hilft die richtige Ernährung | Online-Ernährungsberatung für Hundeweb
- [13]Fütterung Hund/Katze - Tierärztliche Ernährungsberatungweb
- [14]Hund Archive - Futter Tierarzt XaraVet®web
- [15]Ernährung Archive - haustiere-journal.deweb
Hinweis
Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.
Fragen zur Ernährung & Haltung
futter.de-Redaktion. KI-gestützt erstellt aus unserer geprüften Datenbasis, redaktionell kuratiert.
Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.
Wie wir arbeiten. Fehler gefunden? Sag uns Bescheid.