Hundefutter Pekingese: Gewichtskontrolle
Hundefutter für Pekingese mit intelligenter Gewichtskontrolle. Schützt Wirbelsäule und Atemwege – speziell brachycephal optimiert.
- Größe
- k. A.
- Gewicht
- 5–5,4 kg
- Lebenserwartung
- 12–14 Jahre
- Herkunft
- China
- FCI-Gruppe
- Gesellschafts- und Begleithunde

Pekingese auf einen Blick
Der Pekingese ist ein kompakter Kleinhund der FCI-Gruppe 9 mit einem Gewicht von 5 bis 5,4 kg und einer Lebenserwartung von 12 bis 14 Jahren. Was ihn ernährungsseitig auszeichnet, ist das Zusammenspiel gleich mehrerer Risikofaktoren: Als brachyzephale Rasse hat er eine eingeschränkte Atemkapazität, die Bewegung und Wärmeregulation begrenzt und damit den Energieverbrauch beeinflusst. Als chondrodystrophe Rasse – genetisch verankert durch ein FGF4-Retrogen – trägt er eine erhöhte Veranlagung für Bandscheibenvorfälle (Hansen Typ I), bei der jedes Gramm Übergewicht die Wirbelsäule zusätzlich belastet. Und als Kleinhund hat er einen relativ höheren Energiebedarf pro Kilogramm Körpergewicht als große Rassen, was bei falscher Portionierung schnell zu Gewichtsproblemen führt.
Dazu kommt eine genetisch belegte Veranlagung zu Hyperurikämie und Hyperurikosurie, die Ernährungsentscheidungen – insbesondere bei purinreichen Zutaten – beeinflussen kann. Das dichte Doppelfell und empfindliche Haut machen außerdem eine ausgewogene Versorgung mit Fettsäuren und Zink relevant. Kurzum: Pekingese-Futter ist keine Standardaufgabe.
Größe und Statur des Pekingesen
Der Pekingese wird laut FCI-Standard auf maximal 5 kg (Hündinnen bis 5,4 kg) begrenzt – eine der wenigen Rassen, bei denen der Standard eine Gewichtsobergrenze, aber keine Widerristhöhe definiert. In der Praxis sind ausgewachsene Tiere typischerweise niedrig und gedrungen gebaut, mit einem breiten Brustkorb und einem für brachyzephale Rassen charakteristischen kurzen, flachen Gesicht.
Besonders relevant für die Ernährung ist die chondrodystrophe Körperbauweise: Der Pekingese gehört zu den Rassen, bei denen ein FGF4-Retrogen-assoziierter Knochenwachstumsdefekt (Chondrodysplasie) genetisch dokumentiert ist. Das bedeutet kürzere, leicht gebogene Vorderläufe und eine Wirbelsäule, deren Bandscheiben bereits in jungen Jahren einer erhöhten mechanischen Belastung ausgesetzt sind. Die ohnehin vorhandene genetische Bandscheibenveranlagung wird durch Übergewicht erheblich verstärkt – bei einem 5-kg-Tier entsprechen 300 g bereits 6 % des Körpergewichts.
Der moderate Bewegungsbedarf von ca. 1,2 Stunden täglich, aufgeteilt auf mehrere kurze Einheiten, begrenzt den tatsächlichen Kalorienverbrauch deutlich. Wer die Portionen nicht aktiv kontrolliert, riskiert schleichende Gewichtszunahme.
Wesen und Charakter
Der Pekingese ist furchtlos, loyal und von Natur aus distanziert – weder ängstlich noch aggressiv. Er gilt als selbstbewusste Rasse, die Zuneigung selektiv zeigt und Fremden gegenüber zunächst reserviert bleibt. Dieses kaiserliche Selbstverständnis hat praktische Konsequenzen im Alltag: Pekingesen neigen dazu, Futter und Futterrituale auf ihre eigene Art zu interpretieren. Besonders in der Junghundphase ist protestartiges Futterverweigerungsverhalten bekannt – nicht aus mangelndem Hunger, sondern als soziales Testsignal.
Für die Ernährung bedeutet das: Konsequenz bei Fütterungszeiten und -mengen ist wichtiger als bei vielen anderen Rassen. Ein festes Zeitfenster von etwa 15 Minuten, nach dem die Schüssel weggestellt wird, verhindert, dass sich das Tier an Alternativangebote oder Extrafütterungen gewöhnt. Wer bei Verweigerung mit Leckerbissen nachgibt, trainiert selektives Fressverhalten, das langfristig die Nährstoffversorgung gefährden kann.
Die ausgeprägte Personenbindung des Pekingesen kann außerdem dazu führen, dass Tischgaben und handgereichte Extras zur sozialen Routine werden – mit direkten Auswirkungen auf die Gewichtskontrolle.
Herkunft und Geschichte
Der Pekingese entstammt dem chinesischen Kaiserhof und gehört zu den ältesten dokumentierten Haushundrassen der Welt. Die frühesten Belege löwenähnlicher Hofhunde reichen in die Tang-Dynastie (618–907 n. Chr.) zurück; unter der Qing-Dynastie (1644–1912) erreichte die Rasse ihren Höhepunkt als exklusives Symbol kaiserlicher Macht. Der Besitz eines Pekingesen war dem Kaiserhaus vorbehalten, der Diebstahl stand unter Todesstrafe.
1860, während der Besetzung des Sommerpalastes in Peking durch britische und französische Truppen, gelangten die ersten Exemplare nach Europa – von dort begann die Verbreitung als Begleithund des westlichen Bürgertums. Die jahrhundertelange Selektion auf ein kompaktes, löwenähnliches Erscheinungsbild – breiter Kopf, kurze Schnauze, dichtes Fell – hat die heutige Anatomie der Rasse geprägt und ist die direkte Ursache ihrer brachyzephalen Risikofaktoren.
Für die Ernährung bedeutet diese Geschichte: Der Pekingese wurde nie als Arbeits- oder Jagdhund gehalten. Sein Energiebedarf wurde nie auf körperliche Hochleistung ausgelegt. Er ist eine Begleit- und Hofhundrasse, deren Kalorienbedarf entsprechend moderat ist – ein Aspekt, der bei der Futterauswahl und Portionierung konsequent berücksichtigt werden sollte.
Pflege und Fellpflege
Das Doppelfell des Pekingesen – ein derbes, gerades Oberhaar über dichter, weicher Unterwolle sowie die charakteristische Mähne rund um den Hals – erfordert regelmäßige Pflege. Besonders verfilzungsgefährdet sind die Bereiche hinter den Ohren, in der Achselregion, im Mähnenbereich am Hals sowie rund um den Genitalbereich. Tägliches Durchkämmen mit einem Metallkamm in zwei Zahndichten (weit und eng) ist empfehlenswert.
Neben der rein äußerlichen Pflege ist auch die Zahngesundheit ein zentrales Thema bei Pekingesen: Kleine Rassen sind überproportional häufig von Zahnstein, Parodontitis und verfrühtem Zahnverlust betroffen. Regelmäßiges Zähneputzen (idealerweise täglich) und das Angebot geeigneter Kauartikel gehören zu einem vollständigen Pflegekonzept – und haben einen direkten Bezug zur Futterform.
Die Hautfalten im Gesichtsbereich (Nasenfalte) müssen regelmäßig gereinigt und trocken gehalten werden, um Irritationen und bakterielle Entzündungen zu vermeiden. Übergewicht kann die Faltenbildung verstärken und damit den Pflegeaufwand erhöhen – ein weiteres Argument für konsequentes Gewichtsmanagement. Ein gesundes Fell ist zudem ein indirekter Indikator für eine ausgewogene Nährstoffversorgung, insbesondere mit essenziellen Fettsäuren und Zink.
Gesundheit und rassetypische Erkrankungen
Der Pekingese trägt eine dokumentierte Reihe genetisch bedingter und anatomisch begünstigter Gesundheitsrisiken. Das Wissen darüber ist Grundlage jeder sinnvollen Ernährungsentscheidung.
Brachyzephales Obstruktions-Atemwegssyndrom (BOAS) Als brachyzephale Rasse mit kurzer Schnauze und abgeflachtem Gesichtsschädel besteht beim Pekingese eine dokumentierte Prädisposition für BOAS – ein Syndrom aus verengten Nasenlöchern, verlängertem weichem Gaumen, möglicher Trachyplasie und weiteren Atemwegsveränderungen. BOAS begrenzt die Belastungstoleranz und Wärmeableitung erheblich und ist ernährungsrelevant, weil Übergewicht die Atemsymptomatik nachweislich verschlechtert.
Bandscheibenerkrankung (IVDD) Genetisch belegt (OMIA) ist eine Veranlagung für den Intervertebralen Bandscheibenvorfall Hansen Typ I sowie für die intervertebrale Bandscheibendegeneration. Beide werden durch die FGF4-Retrogen-assoziierte Chondrodysplasie der Rasse begünstigt. Übergewicht ist der wichtigste ernährungsbedingte Risikofaktor – jedes zusätzliche Gramm belastet die ohnehin fragile Wirbelsäule.
Hyperurikämie und Hyperurikosurie Eine autosomal-rezessiv vererbte Veranlagung zu erhöhten Harnsäurespiegeln im Blut und Urin ist beim Pekingese dokumentiert. Sie kann die Bildung von Urat-Harnsteinen begünstigen und macht eine purinbewusste Ernährung im Einzelfall relevant – dies sollte tierärztlich abgeklärt werden.
Hypothyreose (SLC5A5-assoziiert) Eine autosomal-rezessiv vererbte Form der kongenitalen dyshormonogenen Hypothyreose mit Kropfbildung ist genetisch beschrieben. Eine Schilddrüsenunterfunktion beeinflusst den Stoffwechsel, die Gewichtsregulation und das Fell – und ist damit unmittelbar ernährungsrelevant. Verdachtsanzeichen wie Gewichtszunahme ohne Mehrverzehr oder Fellveränderungen sollten tierärztlich untersucht werden.
Dermatologische Prädispositionen X-chromosomal-rezessiv vererbte ektodermale Dysplasie sowie Farbmutanten-Alopezie sind bei der Rasse dokumentiert und können die Hautbarriere und das Haarwachstum beeinflussen. Eine ausreichende Versorgung mit Zink und Fettsäuren ist bei Tieren mit Hautproblemen besonders zu beachten.
Weitere neurologische und spinale Dispositionen Spinale Dysraphie, Lissenzephalie und eine Veranlagung zu nekrotisierender Meningoenzephalitis (vergleichbar mit Pug-dog-Enzephalitis) sind in der OMIA-Datenbank für die Rasse gelistet. Diese erfordern keine spezifischen Ernährungsmaßnahmen, aber regelmäßige tierärztliche Kontrollen.
Ernährungsbedarf des Pekingesen
Der Pekingese ist mit 5 bis 5,4 kg einer der kleinsten Vertreter der FCI-Gruppe 9. Kleinhunde haben laut NRC (2006) und FEDIAF einen relativ höheren metabolischen Energiebedarf pro Kilogramm Körpermasse (metabolisch skaliert: kgBW^0,75) als große Rassen – beim Pekingese liegt ein Faktor von 1,15 gegenüber dem Standardwert vor. In der Praxis bedeutet das für einen normalgewichtigen, mäßig aktiven Pekingesen einen täglichen Energiebedarf von grob 200 bis 260 kcal, je nach Aktivität, Alter und Kastrationsstatus.
Protein NRC (2006) empfiehlt für adulte Hunde mindestens 20 g Rohprotein pro 1.000 kcal ME, mit einem Richtwert von 25 g/1.000 kcal ME. Für Welpen liegt der empfohlene Wert deutlich höher (ca. 43,8 g/1.000 kcal ME). Qualitativ hochwertiges tierisches Protein aus definierten Quellen (z. B. Geflügel, Lamm, Rind) ist bevorzugt. Bei dokumentierter Hyperurikosurie-Veranlagung kann tierärztlich die Auswahl purinärmerer Proteinquellen relevant werden.
Fett und Fettsäuren FEDIAF 2025 setzt das Fettminimum für adulte Hunde bei 13,75 g/1.000 kcal ME; NRC (2006) empfiehlt 13,8 g/1.000 kcal ME. Linolsäure sollte mindestens 2,8 g/1.000 kcal ME betragen (NRC), FEDIAF nennt 3,27 g/1.000 kcal ME als Minimum. EPA und DHA werden von NRC (2006) mit 0,11 g/1.000 kcal ME als Richtwert für adulte Hunde angegeben. Für Fell- und Hautgesundheit – beim Pekingese mit Doppelfell und dermatologischen Dispositionen besonders relevant – ist eine bedarfsdeckende Versorgung mit Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren wichtig.
Mineralstoffe Kalzium: NRC (2006) empfiehlt 1 g/1.000 kcal ME für adulte Hunde, FEDIAF setzt die sichere Obergrenze bei 6,25 g/1.000 kcal ME. Für Welpen ist das Kalzium-Phosphor-Verhältnis besonders kritisch: Selbst zusammengestellte Rationen ohne Vollnahrungscharakter sollten tierärztlich oder ernährungsberaterisch begleitet werden, da sowohl Über- als auch Unterversorgung Skelettschäden verursachen können.
Lebensphase und Seniorschwelle Der Pekingese gilt laut WSAVA/AAHA-Konsens ab 9 Jahren als Senior – früher als der Kalender vermuten lässt. Ab diesem Zeitpunkt empfiehlt sich eine Umstellung auf Senior-geeignete Formulas mit angepasstem Energiegehalt und ggf. erhöhter Gelenkunterstützung sowie häufigere tierärztliche Kontrollen. Welpen unter 12 Monaten sollten ein Welpenfutter für kleine Rassen erhalten; nach dem vollständigen Wachstumsabschluss (ca. 10–12 Monate) erfolgt die Umstellung auf Erwachsenenfutter.
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Futtersuche öffnenFutterarten für den Pekingese: Trocken, Nass, BARF und mehr
Bei der Wahl der Futterart sind beim Pekingese mehrere rasse-spezifische Aspekte zu berücksichtigen: die brachyzephale Anatomie, die Bandscheibenveranlagung, das Risiko von Zahnerkrankungen und – bei Verdacht auf Hyperurikosurie – die Zusammensetzung der Proteinquellen.
Trockenfutter Trockenfutter ist für Pekingesen grundsätzlich geeignet, sollte aber in einer für die Schnauzenform handhabbaren Kibbelgröße vorliegen – zu große oder sehr harte Brocken können für brachyzephale Hunde mit eingeschränkter Kiefermechanik problematisch sein. Ein Vorteil von Trockenfutter ist der positive Effekt auf die Zahngesundheit durch mechanische Reinigung, wobei dieser Effekt in der wissenschaftlichen Literatur als begrenzt gilt und keinen Ersatz für aktive Zahnpflege darstellt. Auf einen hohen Fleischanteil aus definierten Quellen und einen moderaten Fettgehalt ist zu achten, um Übergewicht zu vermeiden.
Nassfutter Nassfutter bietet durch seinen hohen Wasseranteil (ca. 75–80 %) einen Hydrationsvorteil – relevant, da Pekingesen mit brachyzephaler Anatomie manchmal weniger bereitwillig aus der Trinkschale aufnehmen. Der höhere Wasseranteil bedeutet gleichzeitig eine geringere Energiedichte pro Gramm, was die Portionskalkulation vereinfacht. Allerdings ist regelmäßige Zahnpflege bei ausschließlicher Nassfutterernährung besonders wichtig.
BARF (Rohfütterung) Rohfütterung ist für gesunde Pekingesen ohne aktive Erkrankungen prinzipiell möglich, erfordert aber eine sorgfältig bilanzierte Ration. Kritisch beim Pekingese: Das Körpergewicht von 5 kg lässt kaum Spielraum für Mineralstoffimbalancen – ein falsches Kalzium-Phosphor-Verhältnis (NRC-Richtwert adult: Ca 1 g/1.000 kcal, P 0,75 g/1.000 kcal) kann bei diesem Gewicht schnell klinisch relevant werden. Bei Veranlagung zu Hyperurikosurie sollten purinreiche Innereien (insbesondere Leber in großen Mengen, Nieren) nur dosiert eingesetzt werden. BARF ohne fachkundige Bilanzierung ist beim Pekingese nicht empfehlenswert; eine ernährungsberaterische oder tierärztliche Begleitung wird ausdrücklich empfohlen.
Vegane und vegetarische Ernährung Für vegane Kost beim Pekingese gilt dasselbe wie für alle Hunde: Eine vollständige Bedarfsdeckung ist theoretisch möglich, aber in der Praxis nur mit sorgfältig bilanzierten Spezialprodukten oder unter ernährungsberaterischer Begleitung realisierbar. Ohne fachkundige Überprüfung besteht ein erhöhtes Risiko für Mängel an essenziellen Aminosäuren, Fettsäuren und Mikronährstoffen. Im Einzelfall kann eine vegane Diät bei spezifischen Unverträglichkeiten tierärztlich indiziert sein – dies ist aber eine Einzelfallentscheidung, keine allgemeine Empfehlung.
Kombikost und Mischfütterung Die Kombination aus Trocken- und Nassfutter ist verbreitet und kann die jeweiligen Vorteile verbinden. Wichtig: Bei Mischfütterung muss die Gesamtkalorienzufuhr sorgfältig berechnet werden, da Doppelportionierungsfehler (volle Trockenfutterration + volle Nassfutterration) beim 5-kg-Tier unmittelbar zu Übergewicht führen.
Nahrungsergänzung beim Pekingese: Was kann sinnvoll sein?
Nahrungsergänzungsmittel sind beim Pekingese kein Standardprogramm, können aber bei spezifischen Dispositionen im Einzelfall – nach Absprache mit dem Tierarzt – sinnvoll sein. Fertig bilanziertes Alleinfutter deckt bei gesunden Tieren in der Regel alle Bedürfnisse ab; ungezielte Supplementierung birgt das Risiko von Überdosierungen.
Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) NRC (2006) nennt für adulte Hunde einen Richtwert von 0,11 g EPA+DHA pro 1.000 kcal ME. Bei Pekingesen mit Hautproblemen, trockenem oder stumpfem Fell oder entzündlichen Gelenkbeschwerden wird eine Supplementierung mit hochwertigen Fischölen oder Algenölen in der Veterinärmedizin diskutiert. Fischöl-Präparate sollten auf Schwermetallfreiheit geprüft sein; die genaue Dosierung ist im Einzelfall tierärztlich zu klären.
Gelenkergänzung (Glucosamin, Chondroitin) Angesichts der dokumentierten Bandscheiben- und Chondrodysplasie-Dispositionen wird eine gelenkunterstützende Supplementierung beim Pekingese häufig diskutiert. Die wissenschaftliche Evidenz für Glucosamin und Chondroitin ist beim Hund derzeit moderat; ein klar nachgewiesener therapeutischer Nutzen ist nach aktuellem Stand nicht für alle Präparate belegt. Im Einzelfall – insbesondere bei älteren Tieren oder nach tierärztlicher Diagnose – kann ein Einsatz erwogen werden.
Zink FEDIAF 2025 empfiehlt für adulte Hunde mindestens 18 mg Zink pro 1.000 kcal ME. Da Zink für Fell- und Hautgesundheit essenziell ist und der Pekingese dermatologische Dispositionen trägt, sollte bei Fellproblemen oder Hautveränderungen zunächst überprüft werden, ob das eingesetzte Futter den Zinkbedarf abdeckt, bevor supplementiert wird. Supplementierung ohne Bedarfsnachweis und tierärztliche Begleitung ist nicht empfehlenswert.
Harnsäure/Urikosurie: purinbewusste Ernährung Bei Pekingesen mit nachgewiesener oder vermuteter Hyperurikosurie-Veranlagung kann eine Ernährung mit purinärmeren Proteinquellen im Einzelfall tierärztlich empfohlen werden. Die Entscheidung erfordert eine diagnostische Abklärung – sie sollte nicht auf Basis allgemeiner Vermutungen getroffen werden.
Präbiotika und Verdauungsunterstützung Für die Darmgesundheit werden bei kleinen Rassen gelegentlich fermentierbare Ballaststoffe (z. B. Flohsamenschalen, Chicorée-Inulin) diskutiert. Bei gesunden Tieren mit ausgewogener Vollernährung ist ein gezielter Einsatz in der Regel nicht erforderlich; bei Verdauungsproblemen sollte zunächst die Grundration überprüft werden.
Das passende Pekingese-Futter finden: datengestützte Suche
Angesichts der rassespezifischen Anforderungen – Gewichtsmanagement wegen Bandscheibenrisiko, brachyzephale Anatomie, mögliche Harnsäure-Veranlagung, Kleinhund-Energiedichte – lohnt sich eine strukturierte Futterauswahl statt des Griffs zum nächstbesten Produkt.
Der Futterrechner auf futter.de ermöglicht eine filterbasierte Suche, bei der Kriterien wie Energiedichte, Proteingehalt, Rohstoffqualität und Futterform kombiniert werden können. So lässt sich gezielt nach Produkten suchen, die für kleine Rassen mit moderatem Aktivitätsniveau formuliert sind und gleichzeitig keine übermäßig purinreichen Innereien als Hauptzutat enthalten – relevante Parameter speziell für den Pekingese. Die Bewertungen basieren auf Nährstoffanalysen und deklarierten Zutaten, nicht auf Marketingversprechen.
Quellen
- [1]FCI-Rassestandard PEKINOISfci_standard
- [2]FEDIAF Nutritional Guidelines 2025guideline
- [3]NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Catsguideline
- [4]Studie: Ectodermal dysplasia, X-linked; X-linked hypohidrotic ectodermal dysplasia (XLHED); congenital hypotrichosis; anhidrotic ectodermal dysplasiastudy
- [5]Studie: Hyperuricosuria and hyperuricemiastudy
- [6]Studie: Farbmutanten-Alopezie (Blue Doberman Syndrome)study
- [7]Studie: Intervertebraler Bandscheibenvorfall; Hansen Typ I / akute Bandscheibenprotrusionstudy
- [8]Studie: Hypothyroidism, congenital dyshormonogenic, with goiter, SLC5A5-relatedstudy
- [9]Studie: Spinal dysraphismstudy
- [10]Studie: Lissenzephaliestudy
- [11]Studie: White Doberman Pinscherstudy
- [12]Studie: Chondrodysplasia, FGF4 retrogene-relatedstudy
- [13]Studie: includes necrotizing/necrotising meningoencephalitis, Pug dog myelopathy (PDM), Pug dog encephalitis (PDE); spinal only meningoencephalomyelitis of unknown originstudy
- [14]Wikipedia: Pekingesewikipedia
- [15]Pekinese im Rasseportrait | edogsweb
- [16]Merkblatt Hund Rasse Pekingese - QUEN Qualzucht-Databaseweb
Hinweis
Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.
Fragen zur Ernährung & Haltung
futter.de-Redaktion. KI-gestützt erstellt aus unserer geprüften Datenbasis, redaktionell kuratiert.
Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.
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