futter.de
Rasse-Ratgeber · Hund

Hundefutter Schipperke: Aktivität · futter.de

Hundefutter für den Schipperke mit optimaler Energiedeckung. Unterstützt 2,4 Stunden tägliche Aktivität – kompakt, kraftvoll, gesund.

Größe
keine FCI-Vorgabe
Gewicht
3–9 kg
Lebenserwartung
12–16 Jahre
Herkunft
Belgien
FCI-Gruppe
Hüte- und Treibhunde
Illustration: Hundefutter Schipperke: Aktivität · futter.de

Schipperke auf einen Blick: Der kleine Kapitän mit großem Energiebedarf

Der Schipperke ist Belgiens historischer Kahn-Wachhund – kompakt, schwarz, ohne sichtbaren Schwanz und mit einer Vitalität, die weit über seine Körpergröße hinausgeht. Innerhalb der Gruppe der kleinen Hunderassen gehört er zu jenen, deren Kalorienbedarf pro Kilogramm Körpermasse spürbar über dem Durchschnitt liegt: Kleine Rassen haben aufgrund ihrer größeren Körperoberfläche im Verhältnis zur Körpermasse einen erhöhten Wärmeverlust und damit einen höheren metabolischen Energiebedarf.

Gleichzeitig bringt der Schipperke drei genetisch dokumentierte Gesundheitsdispositionen mit, die bei der Futterauswahl und bei der Überlegung zu Nahrungsergänzungsmitteln eine Rolle spielen können: die lysosomale Speicherkrankheit Mucopolysaccharidose IIIB, die progressive Netzhautdegeneration (PRCD) sowie die genetisch bedingte Schwanzlosigkeit (Bob-Tail), die in homozygoter Ausprägung Wirbelsäulenveränderungen nach sich ziehen kann.

Für die Ernährungspraxis bedeutet das: Ein vollständig und ausgewogen zusammengesetztes Futter – abgestimmt auf kleine, aktive Rassen – bildet die Grundlage. Die Lebensphase (Welpe, Adulttier, Senior ab dem neunten Lebensjahr), der Kastrationsstatus und das individuelle Aktivitätsniveau sind die wichtigsten Stellschrauben bei der Rationskalkulation.

Größe und Statur: Kleine Rasse, hoher Stoffwechsel

So groß wird ein SchipperkeSchulterhöhe im Vergleich zu einem 175 cm großen Menschen · Daten: FCI-RassestandardMensch175 cmSchipperkeSchulterhöhe 31–34 cmca. 32 cmfutter.de · Illustration + FCI-Maßdaten

Der Schipperke wird der FCI-Größenklasse klein zugeordnet und wiegt ausgewachsen zwischen 3 und 9 Kilogramm. Der FCI-Standard legt keine Schulterhöhe fest – die Rasse wird in erster Linie nach Gewicht und Proportionen beurteilt. Diese vergleichsweise große Gewichtsspanne innerhalb der Rasse ist ernährungsrelevant: Ein 4-Kilogramm-Schipperke hat einen deutlich anderen Tageskalorienbedarf als ein 9-Kilogramm-Tier.

Die Körpermasse beeinflusst direkt die metabolische Rate. Laut NRC 2006 skaliert der Energiebedarf von Hunden nicht linear mit dem Körpergewicht, sondern mit der metabolischen Körpermasse (Körpergewicht hoch 0,75). Kleine Rassen liegen dabei pro Kilogramm Körpergewicht rechnerisch höher als große Rassen. Für den Schipperke ist nach den vorliegenden Nährwert-Modifikatoren ein Aufschlag von rund 15 % gegenüber dem allgemeinen Basiswert zu berücksichtigen.

Praktisch heißt das: Die Portionsgröße sollte nicht nach Augenmaß bemessen werden, sondern auf Basis von Körperkonditionsbewertung (Body Condition Score) und den Herstellerangaben für kleine, aktive Rassen – und bei Bedarf mit tierärztlicher Begleitung angepasst werden.

Wesen: Vitalität, Neugier und Eigenständigkeit

Der Schipperke vereint in einem Körper unter zehn Kilogramm eine Intensität, die für seine Größenklasse ungewöhnlich ist. Er gilt als ausgezeichneter kleiner Wachhund mit überschwänglicher Vitalität, der Fremden gegenüber zurückhaltend reagiert, mit Kindern jedoch sehr sanft umgeht. Seine angeborene Neugier macht ihn zu einem Hund, der jede Veränderung in seiner Umgebung sofort registriert und kommentiert.

Besonders prägend ist seine Eigenständigkeit: Als Vertreter der FCI-Gruppe 1 (Hüte- und Treibhunde) besitzt er eine ausgeprägte Fähigkeit zum selbstständigen Denken, die eine konsequente, positive Erziehung von Beginn an erfordert. Sein historischer Einsatz als Rattenvertilger auf Lastkähnen hat ihm zudem einen ausgeprägten Jagdinstinkt mitgegeben.

Für die Ernährung ist das Wesen indirekt relevant: Die hohe Aktivität und der ausgeprägte Beschäftigungsdrang erhöhen den tatsächlichen Kalorienumsatz im Alltag. Ein Schipperke, der täglich über zwei Stunden aktiv bewegt wird, hat einen spürbar anderen Energiebedarf als ein gleichschwerer, wenig aktiver Hund gleicher Rasse.

Herkunft: Vom Kahn-Rattenfänger zum heutigen Begleithund

Der Schipperke stammt aus Flandern, der Region rund um Löwen und Brüssel, und blickt auf eine dokumentierte Geschichte zurück, die bis ins 17. Jahrhundert reicht. Sein Name leitet sich vom Flämischen ab und bedeutet wörtlich „kleiner Schiffer“. Er erfüllte an Bord der Binnenschiffe der belgischen Wasserstraßen eine Doppelfunktion: Wachhund und Rattenvertilger. Ein besonders bekanntes historisches Detail ist ein Wettbewerb für handgefertigte Halsbänder im Jahr 1690 in Brüssel, bei dem Schipperkes als Begleithunde der Handwerkerzunft auftraten.

Diese Herkunft als Arbeitshund auf Schiffen ist für die heutige Ernährung in zweierlei Hinsicht relevant: Erstens ist der Schipperke an ein aktives Leben gewöhnt – ein übermäßig eingeschränkter Bewegungsalltag bei gleichbleibender Futtermenge führt schnell zu Übergewicht. Zweitens zeigt die Geschichte der Rasse, dass sie als naturnaher Allverzehrer unter einfachen Bedingungen lebte – eine robuste Verdauung ist ein historisches Merkmal. Dennoch ersetzt historische Robustheit keine moderne, bedarfsgerechte Ernährung, die auf die bekannten Gesundheitsdispositionen Rücksicht nimmt.

Pflege: Doppelfell mit saisonalem Aufwand

Der Schipperke trägt ein markantes Doppelfell: reichliches, gerades Deckhaar mit harter, trockener Textur über einer dichten, weichen Unterwolle. Die Fellpflege ist aufwendiger, als die kompakte Körpergröße vermuten lässt. Zweimal im Jahr – typischerweise im Frühjahr und Herbst – wechselt die Unterwolle, und bei Hündinnen kann der Fellwechsel nach Läufigkeiten besonders intensiv ausfallen.

Ausreichende Zufuhr von Omega-3- und Omega-6-Fettsäuren über das Futter unterstützt die Hautbarriere und kann die Fellqualität beeinflussen. Besonders die Linolsäure (Omega-6) ist als essenzieller Nährstoff für Hunde anerkannt. Darüber hinaus spielt die Versorgung mit Zink eine Rolle für die Hautgesundheit – ein Mangel kann sich unter anderem in schlechter Fellqualität äußern.

Darüber hinaus gehören regelmäßige Zahnpflege (kleine Rassen neigen zu Zahnstein), die Kontrolle der aufrechten Ohren sowie die Pflege der Pfoten – insbesondere im Winter bei Streusalzeinsatz – zur Basisversorgung. Ein gut ernährter Schipperke zeigt das deutlich im Glanz seines charakteristisch schwarzen Fells.

Gesundheit: Rassetypische Dispositionen und ihre Ernährungsrelevanz

Der Schipperke gilt mit einer Lebenserwartung von 12 bis 16 Jahren als vergleichsweise langlebige Rasse. Dennoch sind drei genetisch dokumentierte Dispositionen bekannt, die für Halter und bei der Futterauswahl relevant sind.

Mucopolysaccharidose IIIB (MPS IIIB)

Diese lysosomale Speicherkrankheit ist autosomal-rezessiv vererbt und für den Schipperke dokumentiert. Betroffene Tiere können Glykosaminoglykane nicht vollständig abbauen, was zu einer Anreicherung im Gewebe führt. Klinisch zeigen sich neurologische Symptome – Koordinationsprobleme, Verhaltensänderungen, kognitive Verlangsamung – häufig ab dem zweiten bis vierten Lebensjahr. Ein DNA-Test für Elterntiere vor der Verpaarung ist verfügbar. Aus ernährungsphysiologischer Sicht gibt es derzeit keine spezifische Diät, die den Krankheitsverlauf belegt modifiziert; die Grundversorgung mit einem ausgewogenen Futter und die Vermeidung von Übergewicht (zur Reduktion metabolischer Belastung) sind jedoch allgemein sinnvoll.

Progressive Netzhautdegeneration – PRCD-assoziiert

Die progressive Rod-Cone-Degeneration (PRCD) ist ebenfalls autosomal-rezessiv dokumentiert. Sie führt zu fortschreitendem Verlust der Stäbchen- und Zapfenzellen der Netzhaut und schließlich zur Erblindung. Für die Ernährung wird im Zusammenhang mit retinalen Erkrankungen die ausreichende Versorgung mit Antioxidanzien – insbesondere Vitamin E – sowie langkettigen Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) diskutiert. Konkrete Wirknachweise für eine Verlangsamung der PRCD liegen jedoch nicht vor; die Supplementierung sollte im Einzelfall tierärztlich besprochen werden.

Bob-Tail (natürliche Schwanzlosigkeit)

Das Bob-Tail-Merkmal ist autosomal-dominant vererbt. In homozygoter Ausprägung des verantwortlichen Gens können Wirbelsäulenfehlbildungen auftreten. Seriöse Züchter setzen DNA-Tests ein, um homozygote Verpaarungen zu vermeiden. Für die Ernährung ergibt sich kein direkter spezifischer Bedarf, allerdings ist bei Tieren mit Wirbelsäulenproblemen eine Gewichtskontrolle zur Schonung der Wirbelsäule besonders relevant.

Ab dem neunten Lebensjahr gilt der Schipperke laut WSAVA/AAHA-Konsens als Senior; altersbedingte Veränderungen wie Muskelabbau (Sarkopenie) und kognitive Dysfunktion sollten bei der Futterauswahl berücksichtigt werden.

Energiebedarf und Nährstoffbedarf: Was der Schipperke wirklich braucht

Der Schipperke ist trotz seines geringen Körpergewichts von 3 bis 9 kg kein Leichtkosthund. Kleine Rassen haben pro Kilogramm Körpermasse einen höheren metabolischen Energiebedarf als große Rassen, da ihre Körperoberfläche im Verhältnis zur Körpermasse größer ist und damit mehr Wärme abgegeben wird. Laut NRC 2006 skaliert der Energiebedarf von Hunden mit der metabolischen Körpermasse (Körpergewicht hoch 0,75); für kleine Rassen ergibt sich ein Aufschlag von rund 15 % gegenüber dem allgemeinen Basiswert.

Für einen ausgewachsenen Schipperke mit 6–7 kg Körpergewicht und normalem Aktivitätsniveau ist ein täglicher Energiebedarf von grob 350–480 kcal umsetzbare Energie als Orientierung realistisch – der individuelle Bedarf variiert je nach Aktivität, Kastrationsstatus, Alter und Körperkondition erheblich. Eine regelmäßige Bewertung des Body Condition Score (BCS) ist empfehlenswert.

Protein

Nach NRC 2006 liegt der empfohlene Proteinbedarf für adulte Hunde bei mindestens 25 g pro 1.000 kcal umsetzbare Energie, das Minimum bei 20 g/1.000 kcal ME. Angesichts des Aktivitätsniveaus des Schipperkes ist ein Proteingehalt im oberen Bereich der allgemeinen Empfehlung sinnvoll – hochwertiges tierisches Protein (Geflügel, Rind, Fisch) sollte die Hauptquelle sein.

Fett und essentielle Fettsäuren

Das empfohlene Minimum für Fett liegt laut NRC 2006 bei 13,8 g/1.000 kcal ME für adulte Hunde, laut FEDIAF 2025 bei 13,75 g/1.000 kcal ME. Für die essenzielle Linolsäure (Omega-6) gibt NRC 2006 einen empfohlenen Richtwert von 2,8 g/1.000 kcal ME an. EPA und DHA (langkettige Omega-3-Fettsäuren) sollten gemäß NRC 2006 für adulte Hunde mindestens 0,11 g/1.000 kcal ME betragen.

Lebensphase: Welpe, Adulttier, Senior

Welpen bis zwölf Monate benötigen deutlich mehr Protein (NRC 2006: empfohlener Richtwert 43,8 g/1.000 kcal ME) und Fett (21,3 g/1.000 kcal ME) sowie eine sorgfältig ausbalancierte Calcium-Phosphor-Versorgung. Das empfohlene Calcium-Minimum für Welpen liegt laut FEDIAF 2025 bei 2,5 g/1.000 kcal ME, der NRC-Richtwert bei 3 g/1.000 kcal ME. Futter, das explizit für „kleine Rassen“ und Welpen ausgewiesen ist, berücksichtigt diese Anforderungen in der Regel.

Ab dem neunten Lebensjahr (Senior-Grenze nach WSAVA/AAHA-Konsens für kleine Rassen) empfiehlt sich eine Umstellung auf Seniorenfutter mit angepasstem Kaloriengehalt und – je nach Gesundheitsstatus – modifiziertem Nährstoffprofil. Die Phosphorversorgung sollte im Alter überprüft werden; FEDIAF 2025 nennt einen oberen sicheren Richtwert von 4 g Phosphor/1.000 kcal ME für adulte Hunde.

Du weißt jetzt, worauf es beim Futter ankommt — die passenden Sorten für den Schipperke zeigt dir unsere datenbasierte Futtersuche.

Futtersuche öffnen

Trockenfutter, Nassfutter oder BARF: Welche Futterart passt zum Schipperke?

Die Wahl der Futterart ist beim Schipperke keine rein geschmackliche Entscheidung – Mundgröße, Zahngesundheit, Aktivitätsniveau und die bekannten Gesundheitsdispositionen spielen eine Rolle. Entscheidend ist in jedem Fall, dass das gewählte Futter bedarfsdeckend und vollständig ist.

Trockenfutter

Trockenfutter (Kibble) ist für den Schipperke gut geeignet, sofern die Kibble-Größe an das kleine Maul angepasst ist. Futter, das für „kleine Rassen“ ausgewiesen ist, berücksichtigt in der Regel die kleinere Kiefergröße. Ein weiterer Vorteil: Trockenfutter hat eine leicht abrasive Wirkung auf den Zahnbelag, was bei kleinen Rassen mit bekannter Neigung zu Zahnstein hilfreich sein kann – wenngleich es keine vollständige Zahnpflege ersetzt. Die Energiedichte von Trockenfutter ist hoch; bei kastrierten oder wenig aktiven Tieren besteht ein erhöhtes Risiko für unbeabsichtigte Überversorgung.

Nassfutter

Nassfutter hat einen höheren Wasseranteil (häufig über 75 %), was zur täglichen Flüssigkeitsaufnahme beiträgt. Für Schipperkes, die wenig trinken, kann das ein Vorteil sein. Die Energiedichte pro Gramm ist geringer als bei Trockenfutter, sodass die Portion größer wirkt – das kann bei der Gewichtskontrolle helfen. Nachteil: Nassfutter fördert Zahnbelag stärker als Trockenfutter; regelmäßige Zahnpflege ist daher besonders wichtig.

Kombinationsfütterung

Viele Halter kombinieren Trocken- und Nassfutter. Das ist grundsätzlich möglich, sofern die Gesamtkalorienzufuhr im Blick behalten wird und beide Komponenten als vollständiges Futter ausgewiesen sind. Beim Mischen verschiedener Futterarten muss die Tagesration entsprechend angepasst werden, um eine Über- oder Unterversorgung zu vermeiden.

BARF (Biologisch Artgerechte Rohfütterung)

BARF ist für den Schipperke grundsätzlich praktizierbar, erfordert aber bei kleinen Rassen besondere Sorgfalt. Kritische Nährstoffe in selbst zusammengestellten Rohfutterrationen sind: Calcium (muss über Knochenanteile oder gezieltes Supplement abgedeckt werden; das Ca:P-Verhältnis von 1:1 bis 2:1 ist nach FEDIAF-Leitlinien einzuhalten), Jod (in reinen Fleischrationen häufig unterversorgt) und Vitamin D (in Fleisch kaum vorhanden). Eine unzureichend ausbalancierte BARF-Ration birgt das Risiko von Nährstoffmängeln, insbesondere bei Welpen. BARF ohne fachkundige ernährungsberaterische Begleitung ist daher nicht empfehlenswert.

Vegetarisches oder veganes Futter

Ein pflanzlich ausgerichtetes Futter ist für Hunde theoretisch möglich, wenn alle essenziellen Nährstoffe synthetisch ergänzt werden. Für den aktiven, eher fleischaffinen Schipperke und insbesondere für Welpen und Senioren ist diese Futterform ohne tierärztliche oder ernährungsberaterische Begleitung nicht ratsam.

Nahrungsergänzung für den Schipperke: Was sinnvoll sein kann und was nicht

Bei einem Schipperke, der ein hochwertiges, vollständiges Fertigfutter erhält, das den FEDIAF- oder NRC-Leitlinien entspricht, ist eine zusätzliche Nahrungsergänzung in der Regel nicht notwendig. Eine gezielte Ergänzung kann jedoch in bestimmten Situationen – insbesondere in Verbindung mit den bekannten Gesundheitsdispositionen – im Einzelfall sinnvoll sein. Jede Supplementierung sollte mit dem Tierarzt abgestimmt werden, da sowohl Unter- als auch Überversorgung gesundheitliche Folgen haben kann.

Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA)

In Verbindung mit der bei Schipperkes dokumentierten progressiven Netzhautdegeneration (PRCD) wird eine ausreichende Versorgung mit langkettigen Omega-3-Fettsäuren diskutiert. NRC 2006 empfiehlt für adulte Hunde einen Richtwert von 0,11 g EPA+DHA pro 1.000 kcal ME. Fischöl (z. B. Lachsöl) ist eine gebräuchliche Quelle. Bei Rohfutterration oder fischarmem Trockenfutter kann eine Ergänzung im Einzelfall sinnvoll sein – die Dosierung sollte tierärztlich begleitet werden.

Vitamin E

Vitamin E ist ein fettlösliches Antioxidans, dessen ausreichende Versorgung bei retinalen Erkrankungen diskutiert wird. Der empfohlene Richtwert nach NRC 2006 liegt für adulte Hunde bei 7,5 mg/1.000 kcal ME; FEDIAF 2025 gibt ein Minimum von 9 IE/1.000 kcal ME an. Vollständige Fertigfutter decken diesen Bedarf in aller Regel ab. Bei BARF-Rationen ist eine gezielte Kontrolle sinnvoll.

Zink

Zink spielt eine Rolle für Hautgesundheit, Fell und Immunfunktion. NRC 2006 gibt für adulte Hunde einen Richtwert von 15 mg/1.000 kcal ME an, FEDIAF 2025 ein Minimum von 18 mg/1.000 kcal ME. Ein Mangel kann sich in Fellqualitätsverlust äußern. Bei ausgewogenem Fertigfutter ist ein Mangel selten; bei BARF-Rationen lohnt eine Überprüfung.

Mittelkettige Triglyceride (MCT) und kognitive Funktion

Für ältere Hunde mit kognitiver Dysfunktion (einem bekannten Altersbild auch beim Schipperke) werden MCT-haltige Diäten und Ergänzungen in der veterinärmedizinischen Literatur diskutiert. Belastbare Wirkungsnachweise für gesunde Senior-Hunde ohne Diagnose liegen begrenzt vor; ein Einsatz sollte tierärztlich begleitet werden.

Was nicht sinnvoll ist

Eine unkontrollierte Mehrfachsupplementierung ohne Nährstoffanalyse der Basisration birgt das Risiko einer Überversorgung – insbesondere bei fettlöslichen Vitaminen (A, D, E, K) und Mineralstoffen wie Calcium. Nahrungsergänzungsmittel ersetzen keine vollständige Grundration.

Das passende Schipperke-Futter finden: datenbasiert statt nach Bauchgefühl

Wer für einen Schipperke das geeignete Futter sucht, steht vor einer Auswahl, die kaum zu überblicken ist: Hunderte von Produkten werben mit ähnlichen Begriffen, ohne dass die Nährstoffprofile dahinter auf Anhieb vergleichbar wären. Besonders relevant für diese Rasse sind dabei die Aspekte Energiedichte (aktive kleine Rasse mit erhöhtem Bedarf pro kg Körpermasse), Kibble-Größe (kleines Maul), Proteinqualität und die Frage, ob das Futter für die jeweilige Lebensphase – Welpe, Adulttier oder Senior ab dem neunten Lebensjahr – ausgewiesen und zusammengesetzt ist.

Der Hundefutter-Finder auf futter.de ermöglicht eine neutrale, datengestützte Auswahl auf Basis von Nährstoffprofilen, Zutatenqualität und Rassen- sowie Lebensphaseneignung – ohne Werbedruck und ohne Markenbevorzugung. So lässt sich gezielt filtern, welche Produkte den erhöhten Energiebedarf kleiner, aktiver Rassen abdecken, eine für den Schipperke geeignete Kibble-Größe aufweisen und transparent hinsichtlich ihrer Nährstoffzusammensetzung deklariert sind. Die Ergebnisse werden regelmäßig aktualisiert und anhand der FEDIAF- und NRC-Leitlinien bewertet.

Quellen

  1. [1]FCI-Rassestandard SCHIPPERKEfci_standard
  2. [2]FEDIAF Nutritional Guidelines 2025guideline
  3. [3]NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Catsguideline
  4. [4]Studie: bob-tail, bob tailstudy
  5. [5]Studie: Mucopolysaccharidosis IIIBstudy
  6. [6]Studie: Progressive rod-cone degeneration, PRCD-relatedstudy
  7. [7]Wikipedia: Schipperkewikipedia
  8. [8]Hunde füttern: Kommt es auf die Rassen an? - DerHund.deweb
  9. [9]Die Ernährung des Hundes: Wichtiges im Überblick | Dr. Samweb
  10. [10]Rasse gleich Klasse? Krankheiten bei Rassehunden - hundeprofilweb
  11. [11]Typische Rassekrankheiten beim Hund - [GEO]web
  12. [12]Grundlagen zur Fütterung des Hundes - Dr. Weyrauchweb
  13. [13]Ist die Fütterung abhängig von der Rasse? - BugBellweb

Hinweis

Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.

Häufige Fragen

Fragen zur Ernährung & Haltung

Autor

futter.de-Redaktion. KI-gestützt erstellt aus unserer geprüften Datenbasis, redaktionell kuratiert.

Fachliche Prüfung

Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.

Methodik & Korrektur

Wie wir arbeiten. Fehler gefunden? Sag uns Bescheid.