Hundefutter Shih Tzu: Fellglanz
Hundefutter für Shih Tzu mit Fokus auf Fellqualität und Gewichtskontrolle. Speziell für kleine brachycephale Hunde mit erhöhtem Energiebedarf.
- Größe
- bis 27 cm
- Gewicht
- 4,5–8 kg
- Lebenserwartung
- 10–18 Jahre
- Herkunft
- China / Tibet
- FCI-Gruppe
- Gesellschafts- und Begleithunde

Shih Tzu: Das Wichtigste auf einen Blick
Der Shih Tzu ist ein kleiner, langhaariger Begleithund mit flacher Schnauze, der ursprünglich als Palasthund des chinesischen Kaiserhofes gehalten wurde. Heute zählt er zu den beliebtesten Kleinhundrassen Europas – und zu jenen, bei denen Ernährungsfehler besonders deutliche Folgen hinterlassen.
Als brachycephale Rasse hat der Shih Tzu eine anatomisch eingeschränkte Atemkapazität, die seine Wärmeregulation und damit seinen Energiebedarf beeinflusst. Gleichzeitig ist er eine Kleinhundrasse mit vergleichsweise hohem Energieumsatz pro Kilogramm Körpergewicht – ein scheinbarer Widerspruch, der in der Praxis zu Überfütterung führt, wenn nicht bewusst portioniert wird.
Die häufigsten gesundheitlichen Probleme des Shih Tzu – Parodontalerkrankungen (13,3 %), Übergewicht (9,7 %) und Außenohrentzündungen (5,7 %) – sind sämtlich durch Ernährung und Haltung mitbeeinflussbar. Dazu kommen Dispositionen für Bandscheibenvorfälle, Kniescheibenverrenkung und Nierendysplasie, die ebenfalls Ernährungsanpassungen sinnvoll machen können.
Auf einen Blick:
- Kleinhundrasse (4,5–8 kg), brachycephal, Lebenserwartung bis 18 Jahre
- Hoher Energiebedarf pro kg Körpergewicht, aber geringe absolute Futtermengen
- Stark erhöhtes Risiko für Übergewicht und Zahnprobleme
- Fellqualität direkt abhängig von Protein- und Fettsäureversorgung
- Seniorphase ab ca. 9 Jahren (WSAVA/AAHA-Richtwert)
Größe und Statur des Shih Tzu
Der Shih Tzu ist laut FCI-Standard eine kleine Rasse mit einer Schulterhöhe von bis zu 27 cm und einem Gewicht zwischen 4,5 und 8 kg. Damit gehört er zur Größenklasse „Small Breed“, für die spezifische Ernährungsrichtlinien gelten: Kleinhunde haben einen höheren metabolischen Energiebedarf pro Kilogramm Körpergewicht als große Rassen – gleichzeitig sind die absoluten Futtermengen so gering, dass selbst kleine Überportionierungen rasch zu Gewichtsproblemen führen.
Die brachycephale Schädelform – flache Schnauze, kurze Nase, eingeschränkte Atemwege – ist ernährungsrelevant: Sie begrenzt die körperliche Belastbarkeit, vor allem bei Hitze, und senkt damit den tatsächlichen Kalorienbedarf vieler Shih Tzus unter den kalkulierten Erhaltungsbedarf. Body-Condition-Score-Kontrollen (BCS-System, Skala 1–9, Zielwert 4–5) sollten regelmäßig durchgeführt werden.
Das lange, dichte Deckhaar mit mäßiger Unterwolle, das der FCI-Standard beschreibt, ist proteinabhängig: Ein Shih Tzu mit suboptimaler Proteinversorgung zeigt häufig stumpfes, brüchiges Fell – ein früher Indikator für ernährungsbedingte Mängel.
Wesen und Charakter
Der Shih Tzu gilt laut FCI-Standard als intelligent, lebhaft, aufmerksam, freundlich und unabhängig. Diese Kombination prägt auch seinen Alltag: Er ist kein passiver Schoßhund, sondern ein neugieriger Begleiter mit eigenem Kopf – was sich unter anderem bei der Nahrungsaufnahme zeigt.
Shih Tzus sind bekannt für selektives Fressverhalten. Manche Tiere lehnen Futter ab, das ihnen geschmacklich nicht zusagt, oder entwickeln Vorlieben für einzelne Futterarten, die langfristig zu einseitiger Ernährung führen können. Gleichzeitig gibt es Individuen, die kaum ein Sättigungsgefühl entwickeln und bei freiem Zugang zu Futter erheblich an Gewicht zunehmen. Beide Extreme – Futterselektivität und Fressgier – sind bei der Rasse dokumentiert und erfordern bewusste Steuerung durch die Haltenden.
Die ausgeprägte Menschenbezogenheit des Shih Tzu macht ihn empfänglich für Tischgabe und Leckerli-Überversorgung. Da die absoluten Futtermengen bei einem 5- bis 7-kg-Hund sehr gering sind, macht jedes zusätzliche Snack-Kalorie einen messbaren prozentualen Anteil des Tagesbedarfs aus. Eine bewusste Kalorien-Buchführung – auch für Belohnungen – ist bei dieser Rasse besonders sinnvoll.
Herkunft und Geschichte
Der Shih Tzu gehört zu den ältesten nachweisbaren Hunderassen der Welt. Seinen Ursprung hat er im tibetischen Raum, wo langhaarige Hunde in buddhistischen Klöstern gehalten wurden. Der Name bedeutet auf Chinesisch „Löwenhund“ – eine Referenz auf den Löwen als buddhistisches Symbol.
Die entscheidende züchterische Entwicklung fand am chinesischen Kaiserhof statt: Tibetische Dalai Lamas schenkten dem Kaiserhof regelmäßig Hunde, die in den Palastanlagen der Verbotenen Stadt weiter gezüchtet wurden. Unter der Qing-Dynastie (1644–1912) war der Shih Tzu ein exklusiver Palasthund, dessen Export verboten war. Erst nach der Öffnung Chinas gelangte die Rasse nach Europa und wurde 1969 auch vom American Kennel Club anerkannt.
Für die heutige Ernährung ist diese Geschichte relevant: Der Shih Tzu wurde nie als Arbeits- oder Jagdhund gezüchtet, sondern ausschließlich als Begleiter in palastähnlichen Innenräumen. Sein Energiebedarf entspricht diesem Erbe – er ist kein Hochleistungshund, und sein Futter sollte das abbilden. Anders als Arbeitsrassen benötigt er keine kalorienreiche Leistungsformel, sondern eine ausgewogene, kalorienbewusste Erhaltungsration.
Pflege und Haltung
Der Shih Tzu erreicht in Pflegeaufwand-Bewertungen regelmäßig Höchstwerte – das lange, dichte Deckhaar mit mäßiger Unterwolle, das der FCI-Standard vorschreibt, verfilzt ohne tägliche Pflege rasch. Diese intensive Fellpflege hat auch einen direkten Ernährungsbezug: Fell- und Hautqualität sind unmittelbar abhängig von der Versorgung mit Proteinen, essentiellen Fettsäuren (Linolsäure, EPA/DHA) sowie Zink und Vitamin E.
Ein stumpfes, trockenes oder übermäßig schuppendes Fell kann ein frühes Zeichen für Nährstoffmängel sein – noch bevor andere klinische Symptome auftreten. Hautprobleme, für die der Shih Tzu eine Disposition zeigt (u. a. atopische Dermatitis), können durch eine optimierte Fettsäureversorgung im Futter mitbeeinflusst werden.
Der Bewegungsbedarf liegt bei etwa 1,2 Stunden täglich – aufgeteilt auf mehrere kürzere Einheiten, da die brachycephale Anatomie längere intensive Belastungen, besonders bei Temperaturen über 22–24 °C, erschwert. Geringere körperliche Aktivität in heißen Monaten bedeutet direkt: geringerer Kalorienbedarf. Wer die Futtermenge nicht saisonal anpasst, riskiert schleichende Gewichtszunahme.
Gesundheit: Rassetypische Dispositionen
Der Shih Tzu ist eine langlebige Rasse (10–18 Jahre), bringt aber mehrere klar dokumentierte Prädispositionen mit, von denen mehrere direkt ernährungsrelevant sind.
Parodontalerkrankung (Häufigkeit: 13,3 %) Die häufigste diagnostizierte Erkrankung der Rasse in einer britischen Kohortenstudie mit 7.271 Shih Tzus. Kleine Hunderassen sind allgemein stärker betroffen, da ihre Zähne auf zu engem Raum stehen. Kauen an geeignetem Futter (z. B. größere Brocken, Kau-Snacks ohne Zuckerzusatz) kann die mechanische Zahnreinigung unterstützen – ersetzt aber keine professionelle Zahnpflege beim Tierarzt.
Übergewicht (Häufigkeit: 9,7 %) Die zweithäufigste Diagnose. Übergewicht erhöht die Belastung der Gelenke, verschlechtert die BOAS-Symptomatik und verkürzt die Lebenserwartung. Die Kaloriensteuerung ist die wichtigste ernährungsbedingte Maßnahme beim Shih Tzu.
Außenohrentzündung / Otitis externa (Häufigkeit: 5,7 %) Häufig mit Futtermittelunverträglichkeiten oder atopischer Dermatitis assoziiert. Wiederkehrende Ohrentzündungen können ein Hinweis auf eine Futtermittelreaktion sein – dies sollte im Einzelfall tierärztlich abgeklärt werden.
Analbeutel-Erkrankung (Häufigkeit: 4,6 %) In einer großen britischen Studie mit erhöhter Häufigkeit beim Shih Tzu dokumentiert. Ballaststoffgehalt im Futter kann die Analbeutelentleerung unterstützen.
Trockenes Auge (Keratokonjunktivitis sicca, KCS) Mit einem Odds Ratio von 5,15 deutlich erhöhte Häufigkeit gegenüber der Allgemeinpopulation. Omega-3-Fettsäuren werden in diesem Zusammenhang diskutiert, eine tierärztliche Diagnose und Therapie ist jedoch primär erforderlich.
Bandscheibenvorfall (Hansen Typ I) und Chondrodysplasie Der Shih Tzu trägt eine genetische Disposition für chondrodystrophe Kurzbeinigkeit (FGF4-Retrogen), die mit erhöhtem Risiko für Bandscheibenvorfälle vom Hansen-Typ-I assoziiert ist. Gewichtskontrolle ist die wichtigste ernährungsbedingte Schutzmaßnahme.
Nierendysplasie Bei genetischer Anlage zur Nierendysplasie kann die Proteinqualität und -menge im Futter eine Rolle spielen – die Anpassung der Ration sollte in jedem Fall tierärztlich begleitet werden.
Primäres Weitwinkelglaukom Eine genetisch dokumentierte Disposition. Ernährungsrelevanz ist indirekt (Gewicht, Entzündungsmanagement); die Diagnose und Therapie liegt beim Tierarzt.
Ernährungsbedarf des Shih Tzu: Energie, Nährstoffe und Lebensphasen
Der Shih Tzu hat als Kleinhund einen verhältnismäßig hohen Energieumsatz pro Kilogramm Körpergewicht – nach NRC-Skalierung liegt der metabolische Erhaltungsbedarf kleiner Rassen etwa 15 % höher als bei größeren Hunden, bezogen auf das metabolische Körpergewicht (kgKG^0,75). In absoluten Zahlen sind die Futtermengen jedoch gering: Ein ausgewachsener Shih Tzu mit 6 kg benötigt im Erhaltungsstoffwechsel bei moderater Aktivität schätzungsweise 300–370 kcal pro Tag. Dieser Wert variiert je nach individuellem Aktivitätsniveau, Kastrationsstatus und Körperkondition.
Protein Hochwertiges tierisches Protein ist für den Shih Tzu nicht optional. Proteine liefern essenzielle Aminosäuren für Fellaufbau, Immunfunktion und Muskelerhalt. Laut NRC (2006) liegt der empfohlene Proteinbedarf für adulte Hunde bei 25 g pro 1.000 kcal ME; für Hunde mit erhöhtem Fellpflegebedarf wie dem Shih Tzu wird in der Praxis ein Wert im oberen Bereich (26–30 % Rohprotein in der Trockenmasse) empfohlen. Pflanzliche Proteinquellen allein decken den Aminosäurenbedarf des Hundes nicht vollständig.
Fett und Fettsäuren Der Mindestbedarf an Fett liegt laut FEDIAF 2025 bei 13,75 g pro 1.000 kcal ME für adulte Hunde. Linolsäure (Omega-6) ist als essentielle Fettsäure besonders fellrelevant; NRC empfiehlt 2,8 g/1.000 kcal ME für Adulte. Marine Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) sind mit einem NRC-Richtwert von 0,11 g/1.000 kcal ME für Adulte versehen und für entzündungsmodulierende Prozesse sowie die Hautbarriere relevant. Bei Übergewicht sollte der Fettanteil im Futter im unteren Bereich des empfohlenen Fensters (ca. 10–18 % TM) gehalten werden.
Lebensphase Welpe Shih-Tzu-Welpen gehören zur Kategorie „Small Breed Puppy“. Ihr Wachstum ist rasch abgeschlossen (ca. 12 Monate), der Energiebedarf jedoch deutlich erhöht. Der Calciumbedarf im Wachstum ist streng zu beachten: Laut FEDIAF 2025 liegt der Mindestbedarf bei 2,5 g/1.000 kcal ME, der NRC-Richtwert bei 3 g/1.000 kcal ME. Eine gezielte „Small Breed Puppy“-Formel ist sinnvoll, da sie die erhöhte Energiedichte und das korrekte Calcium-Phosphor-Verhältnis liefert.
Lebensphase Adult (ab ca. 12–18 Monaten) Ziel ist die Erhaltung einer stabilen Körperkondition (BCS 4–5/9). Zweimal tägliche Fütterung mit gewogenem Futter ist empfehlenswert. Snacks und Leckerli in die Tageskalorienbilanz einrechnen.
Lebensphase Senior (ab ca. 9 Jahren) Nach WSAVA/AAHA-Richtwerten beginnt die Seniorphase bei kleinen Rassen etwa ab dem 9. Lebensjahr. In dieser Phase kann der Energiebedarf sinken, während der Proteinbedarf zum Erhalt der Muskelmasse eher stabil bleibt oder leicht ansteigt. Seniorfutter mit angepasster Energiedichte, moderatem Fettanteil und hochwertigem Protein ist in dieser Phase sinnvoll – im Einzelfall sollte die Ration mit dem Tierarzt besprochen werden.
Du weißt jetzt, worauf es beim Futter ankommt — die passenden Sorten für den Shih Tzu zeigt dir unsere datenbasierte Futtersuche.
Futtersuche öffnenFutterarten für den Shih Tzu: Trockenfutter, Nassfutter, BARF und mehr
Für den Shih Tzu kommen grundsätzlich alle verbreiteten Futterformen in Betracht – die Eignung hängt von den individuellen Dispositionen, dem Pflegeaufwand und der Bereitschaft zur sorgfältigen Rationsplanung ab.
Trockenfutter Trockenfutter hat beim Shih Tzu einen praktischen Vorteil: Die harte Konsistenz bietet eine gewisse mechanische Reinigungswirkung an den Zähnen – relevant angesichts der hohen Häufigkeit von Parodontalerkrankungen (13,3 %). Allerdings wird dieser Effekt in der tiermedizinischen Literatur als begrenzt eingestuft und ersetzt keine Zahnpflege. Wichtig bei der Trockenfutter-Auswahl: Die Energiedichte sollte zur geringen Körpermasse passen – kaloriendichte Futtersorten für Leistungshunde sind ungeeignet. Für kleine Rassen formulierte Produkte haben oft kleinere Brockengrößen, die dem Shih Tzu das Kauen erleichtern.
Nassfutter Nassfutter hat eine höhere Wasseraktivität und kann zur Flüssigkeitsversorgung beitragen – relevant bei Hunden mit Nierendisposition (Nierendysplasie). Die Energiedichte ist im Vergleich zu Trockenfutter geringer; Portionsgrößen müssen entsprechend angepasst werden. Nachteil: Weiche Konsistenz hat keine nennenswerte Reinigungswirkung auf die Zähne – bei Shih Tzus mit Parodontitis-Prädisposition ist ergänzende Zahnhygiene umso wichtiger.
Kombination Trocken- und Nassfutter Eine kombinierte Fütterung ist möglich, erfordert jedoch sorgfältige Kalorienberechnung, da beide Komponenten zur Tagesbilanz beitragen. Die Mischung aus kalorienarmer Nassfutter-Mahlzeit und kleiner Trockenfutter-Portion wird von manchen Tierernährern für gewichtssensible Shih Tzus diskutiert.
BARF (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter) BARF ist für den Shih Tzu prinzipiell möglich, erfordert aber besondere Sorgfalt. Kritische Punkte: Das Calcium-Phosphor-Verhältnis muss korrekt berechnet werden (reines Muskelfleisch ohne Knochen führt zu einem ungünstigen Ca:P-Verhältnis); Vitamin-D-Versorgung ist bei BARF-Rationen häufig unzureichend; die EPA/DHA-Versorgung aus Muskelfleisch allein ist ebenfalls nicht gesichert. Eine BARF-Ration für den Shih Tzu sollte durch eine fachkundige Tierernährungsberatung begleitet werden. Selbst zusammengestellte Rohfutterrationen ohne Bedarfsanalyse sind ein relevantes Risiko für Mangelerscheinungen.
Vegetarische und vegane Ernährung Eine pflanzenbasierte Ernährung für Hunde wird wissenschaftlich diskutiert; für den Shih Tzu mit seinem hohen Proteinbedarf für Fell und Muskelerhalt ist besondere Vorsicht geboten. Wenn eine solche Ernährungsform gewählt wird, ist eine professionelle Rationsberechnung mit regelmäßigen Laborkontrollen unabdingbar – im Zweifel tierärztliche Beratung einholen.
Hypoallergene Diätfutter Bei Verdacht auf Futtermittelreaktionen (wiederkehrende Ohrentzündungen, Hautprobleme) kann ein Eliminationsversuch mit einer hydrolisierten oder neuartigen Proteinquelle sinnvoll sein. Dies sollte in Absprache mit dem Tierarzt erfolgen.
Nahrungsergänzung für den Shih Tzu: Was sinnvoll sein kann
Nahrungsergänzungsmittel sind kein Ersatz für eine bedarfsgerechte Grundration. Bei einem vollwertigen, nach FEDIAF/NRC-Standards zusammengestellten Fertigfutter ist eine Ergänzung in den meisten Fällen nicht notwendig. Dennoch gibt es beim Shih Tzu einige Dispositionen, bei denen bestimmte Nährstoffzusätze im Einzelfall diskutiert werden – stets in Absprache mit dem behandelnden Tierarzt.
Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) Marinen Omega-3-Fettsäuren (aus Fischöl oder Algenöl) wird eine entzündungsmodulierende Wirkung zugeschrieben, die für mehrere Shih-Tzu-Dispositionen relevant sein kann: Gelenkgesundheit (Bandscheibenvorfall, Kniescheibenverrenkung), Haut- und Fellqualität, sowie die im Zusammenhang mit KCS (Trockenes Auge) diskutierte Wirkung auf die Tränendrüsenfunktion. Laut NRC (2006) liegt der empfohlene Richtwert für EPA+DHA bei 0,11 g pro 1.000 kcal ME für adulte Hunde. Eine Ergänzung kann sinnvoll sein, wenn das Grundfutter diese Menge nicht ausreichend liefert. Die konkrete Dosierung sollte tierärztlich abgestimmt werden.
Zink Zink ist für die Hautbarriere und Fellqualität essenziell; laut FEDIAF 2025 beträgt der Mindestwert für adulte Hunde 18 mg/1.000 kcal ME. Bei Shih Tzus mit Hautproblemen oder dumpfem Fell kann eine zinkhaltige Ergänzung im Einzelfall diskutiert werden – aber nur, wenn das Grundfutter tatsächlich einen Mangel aufweist.
Vitamin E Als fettlösliches Antioxidans unterstützt Vitamin E die Hautbarriere und die Immunfunktion. NRC (2006) empfiehlt 7,5 mg/1.000 kcal ME für adulte Hunde. Bei Shih Tzus mit atopischen Hautdispositionen wird eine ausreichende Versorgung als sinnvoll erachtet.
L-Carnitin Bei übergewichtigen Shih Tzus wird L-Carnitin in der Fachliteratur als mögliche Unterstützung für den Fettstoffwechsel während einer Gewichtsreduktionsdiät diskutiert. Es wird angenommen, dass es den mitochondrialen Fettsäuretransport unterstützen kann. Die Einbindung sollte im Rahmen eines tierärztlich begleiteten Gewichtsmanagements erfolgen.
Gelenkunterstützende Substanzen Angesichts der Bandscheiben- und Gelenkdispositionen (Chondrodysplasie, Kniescheibenverrenkung) werden Präparate mit Glucosamin und Chondroitin von manchen Tierärzten ergänzend eingesetzt. Die Evidenzlage ist begrenzt; ein Einsatz sollte individuell und tierärztlich begleitet sein.
Wichtiger Hinweis: Nahrungsergänzungsmittel können im Übermaß schaden – insbesondere fettlösliche Vitamine (D, A, E) sind bei Überdosierung toxisch. Keine Ergänzung ohne vorherige Beurteilung der Grundration und im Zweifel tierärztliche Rücksprache.
Das passende Futter für den Shih Tzu finden
Angesichts der spezifischen Anforderungen des Shih Tzu – geringe Körpermasse, Übergewichtsneigung, Zahnprobleme, Fellintensität und mögliche Futtermittelreaktionen – ist die Futterauswahl keine Frage des Bauchgefühls. Sinnvoll ist eine datengestützte Suche, die Futterprodukte nach objektiven Kriterien filtert: Energiedichte, Proteinqualität, Fettsäureprofil und Eignung für die jeweilige Lebensphase.
Der Futtersuche-Finder auf futter.de ermöglicht eine neutrale, markenunabhängige Filterung nach diesen Parametern – speziell zugeschnitten auf kleine Rassen mit den beschriebenen Bedarfsprofilen. Keine Werbung, keine Provisionslinks: Das Ziel ist, Haltenden eine faktenbasierte Orientierung zu bieten.
Für den Shih Tzu relevante Filterkriterien:
- Größenklasse: Small Breed (Adult oder Welpe)
- Energiedichte: moderat (keine Hochleistungsformel)
- Proteinanteil: hochwertiges tierisches Protein als Hauptkomponente
- Fettsäuren: ausreichend EPA/DHA aus marinen Quellen
- Sonderbedarfe: Gewichtsmanagement-Formel bei Übergewicht; Nierenformel nur auf tierärztliche Empfehlung
Quellen
- [1]FCI-Rassestandard SHIH TZUfci_standard
- [2]FEDIAF Nutritional Guidelines 2025guideline
- [3]NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Catsguideline
- [4]Studie: Parodontalerkrankung (UK)study
- [5]PubMed 34109656: Analbeutel-Erkrankungpubmed
- [6]Studie: Trockenes Auge (KCS) (UK)study
- [7]PubMed 33523533: Trockenes Auge (KCS)pubmed
- [8]Studie: Haemophilia Bstudy
- [9]Studie: Glaucoma, primary open anglestudy
- [10]Studie: Chondrodysplasia, FGF4 retrogene-relatedstudy
- [11]Studie: Intervertebraler Bandscheibenvorfall; Hansen Typ I / akute Bandscheibenprotrusionstudy
- [12]Studie: Farbmutanten-Alopezie (Blue Doberman Syndrome)study
- [13]Studie: Vitreous degenerationstudy
- [14]Studie: Renal dysplasiastudy
- [15]Studie: Robinow-ähnliches Syndrom; gekrümmter Schwanzstudy
- [16]Wikipedia: Shih Tzuwikipedia
Hinweis
Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.
Fragen zur Ernährung & Haltung
futter.de-Redaktion. KI-gestützt erstellt aus unserer geprüften Datenbasis, redaktionell kuratiert.
Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.
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