Hundefutter Siberian Husky: Ausdauer · futter.de
Hundefutter für Siberian Husky mit effizienter Stoffwechsel-Ernährung. Ausdauer-Athleten optimal versorgt – hoher Bewegungsbedarf gedeckt.
- Größe
- 50,5–60 cm
- Gewicht
- 15,5–28 kg
- Lebenserwartung
- 12–14 Jahre
- Herkunft
- Sibirien (Russland)
- FCI-Gruppe
- Nordische Schlittenhunde

Siberian Husky: Auf einen Blick
Der Siberian Husky ist eine mittelgroße Nordische Schlittenhunderasse mit einem Gewicht zwischen 15,5 und 28 kg und einer Schulterhöhe von 50,5 bis 60 cm. Die Rasse zählt zur FCI-Gruppe 5 (Spitze und Hunde vom Urtyp, Sektion: Nordische Schlittenhunde) und bringt eine Lebenserwartung von 12 bis 14 Jahren mit.
Ernährungsseitig ist der Husky eine der am stärksten missverstandenen Rassen: Als ursprünglicher Arbeitshund der Chukchi-Völker wurde er auf maximale Laufeffizienz bei minimalem Futterverbrauch selektiert. Dieser Stoffwechsel ist genetisch verankert und bleibt auch im Haushalt erhalten. Huskys benötigen proportional weniger Kalorien als vergleichbar große Rassen bei ähnlicher Aktivität – und reagieren empfindlich auf Überfütterung.
Zusätzlich besteht eine rassetypische Disposition zur Zink-Responsiven Dermatose, was die Zinkversorgung über das Futter zu einem ernährungsrelevanten Kernthema macht. Die mehrfach belegten Augenerkrankungen (Progressive Retinaatrophie, Konus-Degeneration, Glaukom) sind primär genetisch bedingt, können aber durch eine ausgewogene Versorgung mit Antioxidantien ernährungsseitig begleitet werden. Welpen der Größenklasse „groß“ benötigen speziell formuliertes Futter mit kontrolliertem Kalziumgehalt, um Skelettentwicklungsprobleme zu vermeiden.
Größe und Statur des Siberian Husky
Der Siberian Husky fällt in die Größenklasse groß mit einem Gewichtsbereich von 15,5 bis 28 kg und einer Schulterhöhe von 50,5 bis 60 cm. Rüden sind dabei in der Regel deutlich größer und schwerer als Hündinnen: Rüden erreichen 54–60 cm und 20–28 kg, Hündinnen 50,5–56 cm und 15,5–23 kg.
Trotz der Einstufung als große Rasse ist der Husky ein verhältnismäßig leichter, athletischer Hund mit einem ausgeprägten Verhältnis von Muskelmasse zu Körpergewicht. Das Doppelfell – bestehend aus dichter Unterwolle und schützendem Deckhaar – gibt dem Hund optisch mehr Volumen, als das Gewicht vermuten lässt. Der FCI-Standard beschreibt das Fell als „doppelt und mittellang mit schönem, pelzartigem Aussehen, aber niemals so lang, dass es die klaren Außenlinien verdeckt“.
Für die Ernährung ist die Größenklasse „groß“ in der Wachstumsphase besonders relevant: Die Skelettentwicklung dauert bis zu 18 Monate, und ein unkontrollierter Kalziumüberschuss in diesem Zeitraum kann zu Gelenkschäden führen. Im Erwachsenenalter liegt der Energiebedarf – gemessen am metabolischen Körpergewicht (kg^0,75) – nach NRC-Orientierungswerten für große Rassen leicht unter dem allgemeinen Hundedurchschnitt.
Wesen und Charakter
Das Wesen des Siberian Huskys ist im FCI-Standard als freundlich, sanftmütig, aufmerksam und kontaktfreudig beschrieben. Die Rasse zeigt keine besitzergreifenden Wächtereigenschaften und reagiert weder misstrauisch gegenüber Fremden noch aggressiv gegenüber Artgenossen – eine direkte Folge der Rudelhaltung in der ursprünglichen Schlittenhundearbeit.
Ein prägendes Wesensmerkmal ist die hohe Eigeninitiative: Huskys sind denkende Hunde, die Situationen selbst bewerten und entsprechend handeln. Diese Intelligenz macht sie zu interessanten Begleitern, erfordert aber klare Strukturen in der Haltung. Die Rasse ist ausgesprochen sozial und verträgt Einzelhaltung schlecht – eine Eigenschaft, die sich auch auf das Fressverhalten auswirken kann: Huskys fressen in Gesellschaft anderer Hunde oft schneller und konkurrenzbetonter als allein.
Die ausgeprägte Vokalität (Heulen, Jaulen statt Bellen) ist ein weiteres Rassecharakteristikum. Stressbedingtes Fressen oder Nahrungsverweigerung bei Unterbeschäftigung sind bei der Rasse dokumentiert und sollten bei auffälligem Fressverhalten differenzialdiagnostisch berücksichtigt werden. Grundsätzlich gilt: Wer einen Husky verhaltensgerecht hält – mit ausreichend Bewegung, sozialen Kontakten und mentaler Auslastung – schafft auch die Grundvoraussetzung für ein stabiles, gesundes Fressverhalten.
Herkunft und Geschichte
Der Siberian Husky wurde von den Chukchi, einem indigenen Volk Nordostsibiriens, als Ausdauerschlittenhund gezüchtet – optimiert für lange Distanzen bei gemäßigter Geschwindigkeit, leichter Last, arktischen Temperaturen und minimalem Energieverbrauch. Archäogenetische Untersuchungen belegen eine Koevolution mit den Chukchi über mindestens 9.500 Jahre – eine der längsten dokumentierten Mensch-Hund-Beziehungen überhaupt.
Das Zuchtziel „maximale Leistung bei minimalem Futtereinsatz“ hat den Husky-Stoffwechsel nachhaltig geprägt. Die ursprüngliche Ernährung bestand aus rohem Fisch, Meeressäugern und gelegentlich Landtieren – proteín- und fettreich, kohlenhydratarm. Die Fähigkeit, bei Ausdauerbelastung effizient auf Fettverbrennung umzuschalten, ist eine direkte evolutionäre Anpassung an diese Ernährungsweise und den arktischen Lebensraum.
Anfang des 20. Jahrhunderts wurden Huskys nach Alaska und Kanada exportiert, wo sie im Schlittenhunderennsport eingesetzt wurden. Diese Phase festigte die Rassestandards und schuf die Grundlage für die heutige weltweite Verbreitung als Familien- und Begleithund. Der Übergang vom Arbeitstier zum Haushund hat die metabolischen Grundeigenschaften jedoch nicht verändert – was für die heutige Ernährungsberatung zentral ist: Ein Haushusky mit drei Stunden Bewegung täglich hat einen anderen Kalorienbedarf als ein Wettkampfgespann, aber denselben effizienten Grundstoffwechsel.
Pflege und Haltungsanforderungen
Das Doppelfell des Siberian Huskys erfordert eine strukturierte Pflegepraxis, die sich direkt auf das Wohlbefinden und indirekt auf den Nährstoffbedarf auswirkt. Das Fell besteht aus weicher, dichter Unterwolle und schützendem Deckhaar und sollte niemals geschoren werden – das Scheren zerstört die natürliche Thermoregulationsfähigkeit dauerhaft, was gerade im Sommer bei erhöhter Hitzebelastung problematisch ist.
Fellpflege-Routine: Außerhalb der Fellwechselzeiten genügen zwei Bürsteinheiten pro Woche. Während des Fellwechsels (Frühjahr und Herbst, je drei bis sechs Wochen) ist tägliches Bürsten notwendig. Ein gesundes Fell ist ein direkter Indikator für ausreichende Zink- und Fettsäureversorgung – trockenes, stumpfes oder schuppendes Fell kann auf Nährstoffmängel hinweisen.
Bewegungsbedarf: Mit einem dokumentierten Bewegungsbedarf von rund drei Stunden täglich ist der Husky eine anspruchsvolle Rasse. Dieser Bedarf beeinflusst den Kalorienbedarf direkt: Ein Husky mit eingeschränkter Bewegung (z. B. nach Verletzung oder im Alter) benötigt deutlich weniger Energie und sollte entsprechend angepasst ernährt werden.
Hitzemanagement: Ab etwa 25 °C sollten intensive Aktivitäten vermieden werden. Bei Hitze sinkt die Futteraufnahme häufig – das ist physiologisch normal und kein Anlass zur Sorge, solange die Wasserversorgung gesichert ist. Frisches Wasser sollte jederzeit unbegrenzt zur Verfügung stehen.
Gesundheit und rassetypische Dispositionen
Der Siberian Husky gilt im Vergleich zu vielen anderen großen Rassen als robust, weist jedoch mehrere genetisch belegte Rasseprädispositionen auf, die für die Ernährungsplanung relevant sind.
Augenerkrankungen (hohe Evidenz): Die Rasse zeigt eine erhöhte Häufigkeit von Progressiver Retinaatrophie (PRA) in mehreren Erbgangsvarianten, darunter die X-chromosomal vererbte Form (XLPRA, Gen: RPGR) sowie eine autosomal-rezessive Form. Zusätzlich ist Konus-Degeneration (Gen: CNGB3, autosomal-rezessiv) dokumentiert. Beide Erkrankungen führen zu fortschreitenden Sehverschlechterungen bis zur Erblindung. Genetisch getestete Elterntiere sind bei seriöser Zucht Voraussetzung. Daneben besteht beim Siberian Husky eine erhöhte Inzidenz von primärem Glaukom (erhöhter Augeninnendruck), das zu Sehnervenschäden führen kann und regelmäßige ophthalmologische Kontrollen empfehlenswert macht.
Neurologische und neuromuskuläre Erkrankungen: Degenerative Myelopathie (Gen: SOD1, autosomal-rezessiv) sowie idiopathische Epilepsie sind in der Rasse belegt. Anfälle bei der Epilepsie treten häufig zwischen dem ersten und fünften Lebensjahr auf. Beide Erkrankungen erfordern tierärztliche Begleitung; ernährungsseitige Unterstützung (z. B. Omega-3-Fettsäuren bei neurodegenerativen Erkrankungen) wird in der Fachliteratur diskutiert, ist aber im Einzelfall tierärztlich abzuklären.
Stoffwechsel- und Speicherkrankheit: GM1-Gangliosidose (Gen: GLB1, autosomal-rezessiv) ist eine lysosomale Speicherkrankheit mit neurologischer Symptomatik. Sie ist selten, aber in der Rasse genetisch dokumentiert.
Dermatologische Besonderheit – Zink-Responsive Dermatose: Siberian Huskys haben eine dokumentierte Rasseprädisposition für diese Hauterkrankung, die auf unzureichender Zinkverfügbarkeit beruht – entweder durch absoluten Mangel im Futter oder durch verringerte intestinale Absorption. Klinisch zeigen sich Schuppen, Krustenbildung und Haarausfall, besonders im Gesicht und an den Pfoten. Die Futterauswahl mit ausreichend bioverfügbarem Zink ist daher ernährungsrelevant.
Weitere dokumentierte Dispositionen: Kryptorchismus (multifaktoriell), klassische Hämophilie A (Gen: F8, X-chromosomal-rezessiv), Faktor-VII-Mangel (autosomal-rezessiv), Laryngealparese sowie das Schwimmer-Syndrom bei Welpen sind in der Rasse beschrieben.
Energiebedarf und Ernährung des Siberian Husky
Der Energiebedarf des Siberian Huskys ist eine der am häufigsten falsch eingeschätzten Größen in der Rassehaltung. Die Grundregel lautet: Huskys benötigen proportional weniger Kalorien als gleichgroße Rassen bei vergleichbarer Aktivität. Dieser „Spareffekt“ ist wissenschaftlich belegt und erklärt sich durch die evolutionäre Selektion auf maximale Ausdauerleistung bei minimalem Futterverbrauch.
Energiemetabolismus: Laut NRC-Orientierungswerten liegt der Energiebedarf großer Rassen im Erhaltungsstoffwechsel (MER) pro kg metabolischem Körpergewicht (kg^0,75) leicht unter dem allgemeinen Durchschnitt (Korrekturfaktor ca. 0,92). Für den Haushusky bedeutet das: Die auf Verpackungen angegebenen Fütterungsempfehlungen für „große Hunde“ können systematisch zu hoch sein. Körpergewicht und Body-Condition-Score (BCS) sollten regelmäßig kontrolliert werden – ein BCS von 4–5 auf einer 9-Punkte-Skala ist angestrebt.
Proteinbedarf: Für adulte, aktive Huskys liegt der Proteinbedarf bei mindestens 25 g pro 1.000 kcal ME nach NRC-Empfehlung (Recommended Allowance). Hochwertige tierische Proteinquellen sind pflanzlichen vorzuziehen, da die Bioverfügbarkeit höher und der Gehalt an essentiellen Aminosäuren vollständiger ist.
Fettbedarf: Der Husky profitiert von einem moderaten bis gehobenen Fettanteil im Futter. FEDIAF und NRC nennen als Mindestwert für Erwachsene 13,75–13,8 g Fett pro 1.000 kcal ME; bei sportlich genutzten Huskys (Canicross, Bikejöring, Schlittensport) kann der Bedarf deutlich darüber liegen, da Fett die primäre Energiequelle bei Ausdauerbelastung ist. Linolsäure (Omega-6) sollte nach NRC-Empfehlung mindestens 2,8 g pro 1.000 kcal ME betragen.
Wachstumsphase (Welpe bis 18 Monate): Husky-Welpen fallen in die Größenklasse „groß“ und benötigen Futter, das speziell für große Rassen formuliert ist. Entscheidend ist ein kontrollierter Kalziumgehalt: Nach FEDIAF-Vorgaben sollte der Kalziumgehalt in der Trockenmasse für Welpen großer Rassen 1,2 % nicht überschreiten, um Skelettentwicklungsstörungen zu vermeiden. Das Ca/P-Verhältnis sollte zwischen 1,2:1 und 1,8:1 liegen. Der Übergang auf Adultnährstoffe wird zwischen 12 und 18 Monaten empfohlen – nicht früher, da das Skelettwachstum bis zu 18 Monate andauern kann.
Senioralter (ab 7–8 Jahren): Nach WSAVA/AAHA-Orientierungswerten gelten große Rassen ab 7 Jahren als Senior. In dieser Phase sinkt der Energiebedarf häufig, während der Proteinbedarf zur Muskelerhaltung stabil bleiben oder sogar steigen sollte. Gelenksbelastungen und veränderte Nierenparameter können eine angepasste Phosphorversorgung sinnvoll machen – dies ist im Einzelfall tierärztlich abzuklären.
Du weißt jetzt, worauf es beim Futter ankommt — die passenden Sorten für den Siberian Husky zeigt dir unsere datenbasierte Futtersuche.
Futtersuche öffnenFutterarten für den Siberian Husky: Trockenfutter, Nassfutter, BARF und mehr
Für den Siberian Husky kommen grundsätzlich alle gängigen Futterarten in Frage – entscheidend ist nicht die Verarbeitungsform, sondern die Nährstoffzusammensetzung im Kontext der Rassebesonderheiten. Nachfolgend eine sachliche Einschätzung der relevanten Optionen.
Trockenfutter (Kibble)
Trockenfutter ist die am weitesten verbreitete Futterform für Huskys im Haushaltskontext. Vorteile: einfache Dosierbarkeit, lange Haltbarkeit, breite Auswahl an Formeln für große Rassen und verschiedene Lebensphasen. Für Husky-Welpen ist ein Trockenfutter mit ausgewiesenem „Large Breed Puppy“-Profil empfehlenswert, das den Kalziumgehalt entsprechend der FEDIAF-Vorgaben (max. 1,2 % Ca in der Trockenmasse für Welpen großer Rassen) kontrolliert. Kritisch zu prüfen ist die Zinkquelle: Zinkoxid ist schlechter bioverfügbar als Zinksulfat oder organisch chelatiertes Zink – relevant angesichts der Husky-Prädisposition für Zink-Responsive Dermatose. Trockenfutter mit hohem Getreide- oder Phytatanteil kann die Zinkresorption zusätzlich hemmen.
Nassfutter
Nassfutter hat durch den höheren Wassergehalt (70–85 %) eine geringere Energiedichte als Trockenfutter. Für Huskys, die zur Überfütterung neigen oder im Sommer wenig trinken, kann Nassfutter vorteilhaft sein. Nachteil: höhere Kosten pro Kalorie, kürzere Haltbarkeit nach Öffnung. Bei ausschließlicher Nassfutterernährung sollte der Nährstoffbedarf (insbesondere Zink, Omega-3-Fettsäuren) anhand der Deklaration geprüft werden.
BARF (Biologisch Artgerechtes Rohes Futter)
Der Siberian Husky ist für Rohfütterung grundsätzlich gut geeignet: Die ursprüngliche Chukchi-Ernährung bestand aus rohem Fisch, Meeressäugern und Landtieren. Die Verdauungsphysiologie des Huskys ist auf die Verwertung von rohem Fleisch und Knochen ausgelegt, und frisches Fleisch enthält Zink in gut bioverfügbarer Form. BARF-erfahrene Husky-Halter berichten häufig von verbessertem Fellbild, was biochemisch mit dem höheren Anteil natürlicher Omega-3-Fettsäuren aus frischem Fisch erklärbar ist.
Kritische Risiken bei selbst zusammengestellten BARF-Rationen: Kalzium-Phosphor-Imbalancen (bei knochenfreiem BARF), Jodmangel, unzureichende Vitamin-D-Versorgung sowie mikrobiologische Risiken (Salmonellen, Campylobacter). BARF ohne tierärztliche oder ernährungsberaterische Begleitung und ohne vollständige Nährstoffberechnung birgt das Risiko einseitiger Versorgung – dies gilt besonders für Welpen und tragende oder säugende Hündinnen. Die Bedarfsdeckung sollte im Einzelfall durch eine qualifizierte Fachkraft geprüft werden.
Vegane und vegetarische Kost
Für den Siberian Husky mit seinem historisch fleisch- und fischbasierten Ernährungshintergrund ist veganes oder vegetarisches Futter ernährungsphysiologisch besonders anspruchsvoll. Zink aus pflanzlichen Quellen ist schlechter bioverfügbar (Phythinsäure-Hemmung), was die bekannte Husky-Disposition für Zink-Responsive Dermatose verschärfen kann. Wer diese Futterform wählt, sollte auf vollständig bilanzierte, tierärztlich geprüfte Formeln zurückgreifen und die Nährstoffversorgung regelmäßig kontrollieren lassen.
Nahrungsergänzung für den Siberian Husky
Nahrungsergänzungsmittel können beim Siberian Husky sinnvoll sein, wenn sie an konkreten Rasseprädispositionen ansetzen und ein ausgewogenes Basisfutter ergänzen – nicht ersetzen. Die folgende Übersicht basiert auf den dokumentierten Dispositionen der Rasse und den verfügbaren Nährwertempfehlungen. Jede Ergänzung sollte im Einzelfall mit dem Tierarzt oder einer qualifizierten Ernährungsberaterin abgestimmt werden.
Zink
Angesichts der gut dokumentierten Rasseprädisposition für Zink-Responsive Dermatose ist Zink das nutritiv relevanteste Einzelmineral beim Siberian Husky. FEDIAF empfiehlt für adulte Hunde einen Mindestwert von 18 mg Zink pro 1.000 kcal ME; NRC nennt 15 mg/1.000 kcal ME als Recommended Allowance. Ob ein handelsübliches Futter diesen Bedarf in bioverfügbarer Form deckt, hängt von der Zinkquelle ab. Bei klinischen Hautsymptomen, die auf Zinkmangel hinweisen, kann eine Supplementierung diskutiert werden – die Form (Zinksulfat, cheliertes Zink) und Menge sind tierärztlich festzulegen.
Omega-3-Fettsäuren (EPA und DHA)
Eicosapentaensäure (EPA) und Docosahexaensäure (DHA) aus marinen Quellen sind für mehrere Körperfunktionen relevant: Fellqualität, entzündungsmodulierende Wirkung und – diskutiert, aber nicht abschließend belegt – Unterstützung bei neurodegenerativen Erkrankungen wie Degenerativer Myelopathie. NRC empfiehlt für adulte Hunde 0,11 g EPA+DHA pro 1.000 kcal ME. Bei sportlich genutzten Huskys oder bei Tieren mit Hautproblemen kann eine Ergänzung mit Fischöl oder Algenöl erwogen werden. Wichtig: Omega-3-Fettsäuren sind oxidationsempfindlich; Präparate sollten frisch und lichtgeschützt gelagert werden.
Vitamin E
Bei erhöhtem Fettanteil im Futter – typisch für aktive Huskys – steigt auch der Bedarf an Vitamin E als fettlöslichem Antioxidans. FEDIAF nennt als Mindestwert für Erwachsene 9 IU pro 1.000 kcal ME. Bei hohen Fischöldosen kann eine begleitende Vitamin-E-Versorgung sinnvoll sein, da Fischöl die Oxidation der Zellmembranen fördert. Die Dosierung ist im Einzelfall abzuklären.
Gelenk-Nahrungsergänzung (Glucosamin, Chondroitin, MSM)
Obwohl der Husky keine primär gelenk-assoziierte Rassenneigung wie etwa der Deutsche Schäferhund zeigt, können sehr aktive oder ältere Tiere von gelenkunterstützenden Präparaten profitieren. Die Studienlage zur Wirksamkeit von Glucosamin und Chondroitin beim Hund ist heterogen; ein Nutzen wird diskutiert, ist aber nicht abschließend belegt. Bei Senioren ab 7–8 Jahren kann die Thematik mit dem Tierarzt besprochen werden.
Was in der Regel nicht notwendig ist: Bei Fütterung eines vollständig bilanzierten, qualitativ hochwertigen Fertigfutters sind Mineralstoff- oder Vitaminpräparate ohne spezifischen Anlass nicht sinnvoll und können bei Überdosierung schaden – insbesondere Kalzium bei Welpen großer Rassen.
Passendes Futter für den Siberian Husky finden
Die Auswahl eines geeigneten Futters für den Siberian Husky ist anspruchsvoller als für viele andere Rassen, weil der scheinbar einfache Parameter „großer aktiver Hund“ die rassetypischen Besonderheiten nicht erfasst: den effizienten Grundstoffwechsel, die Zink-Disposition und den lebensphasenabhängigen Kalziumbedarf.
Ein datengetriebener Futterfilter, der Kriterien wie Lebensphase (Welpe/Adult/Senior), Größenklasse, Zinkquelle und Fettgehalt kombiniert, kann helfen, Produkte zu identifizieren, die zu diesen spezifischen Anforderungen passen. Die Futtersuche auf futter.de ermöglicht genau diese Filterung – ohne Verkaufsdruck und ohne Markenbindung, auf Basis der deklarierten Nährwerte.
Worauf beim Husky-Futter besonders zu achten ist: ausgewiesene Zinkquelle (idealerweise Zinksulfat oder cheliertes Zink statt Zinkoxid), angemessener Fettgehalt mit marinen Omega-3-Quellen, und bei Welpen ein deklarierter Kalziumgehalt, der den FEDIAF-Richtwerten für große Rassen entspricht.
Quellen
- [1]FCI-Rassestandard HUSKY DE SIBÉRIEfci_standard
- [2]FEDIAF Nutritional Guidelines 2025guideline
- [3]NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Catsguideline
- [4]Studie: Gangliosidosis, GM1study
- [5]Studie: progressive retinal atrophystudy
- [6]Studie: cone degenerationstudy
- [7]Studie: Retinal atrophy, progressive, X-linked, type 1study
- [8]Studie: This is the classic B (Brown) locus described by Little (1957)study
- [9]Studie: classical haemophilia/hemophiliastudy
- [10]Studie: Canine degenerative myelopathy, hereditary canine spinal muscular atrophystudy
- [11]Studie: Schwimmer-Syndromstudy
- [12]Studie: ridge; hair ridge; dermoid cyststudy
- [13]Studie: Laryngealparesestudy
- [14]Studie: Faktor-VII-Mangelstudy
- [15]Studie: Cryptorchidismstudy
- [16]Studie: Epilepsystudy
Hinweis
Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.
Fragen zur Ernährung & Haltung
futter.de-Redaktion. KI-gestützt erstellt aus unserer geprüften Datenbasis, redaktionell kuratiert.
Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.
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