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Rasse-Ratgeber · Katze

Katzenfutter für LaPerm Longhair: Fell

LaPerm Longhair: aktiv & lockiges Fell. Hochwertige Proteine & Herz-Taurin fördern Fellgesundheit & Temperament dieser Katze.

Gewicht
2,7–4,5 kg
Lebenserwartung
12–15 Jahre
Herkunft
USA (Oregon)
Illustration: Katzenfutter für LaPerm Longhair: Fell

LaPerm Longhair auf einen Blick: lockig, aktiv, nährstoffbewusst

Die LaPerm Longhair ist eine der wenigen Katzenrassen, deren charakteristisches Merkmal – das lockige, federnde Fell – direkt mit der Ernährungsqualität in Wechselwirkung steht. Hochwertige tierische Proteine und essenzielle Fettsäuren sind nicht nur artgerecht, sondern auch konkret fellrelevant: Mangelernährung kann die Lockenstruktur sichtbar beeinträchtigen.

Gleichzeitig ist die Rasse für ihre Aktivität und Muskulösität bekannt. Ihr Energiebedarf ist damit variabel und hängt stark vom tatsächlichen Bewegungsumfang ab. Bei kastrierten oder weniger aktiven Tieren besteht ein erhöhtes Adipositasrisiko – ein Faktor, der bei der Portionierung dauerhaft berücksichtigt werden sollte.

Ein gesundheitlicher Aspekt, der in der Fachliteratur selten herausgestellt wird: Die LaPerm gehört zu den Rassen, für die Gentests auf Pyruvat-Kinase-Defizienz (PK-Defizienz) verfügbar sind. Diese erbliche Form der hämolytischen Anämie stellt besondere Anforderungen an die Versorgung mit blutbildungsrelevanten Nährstoffen aus tierischen Quellen. Insgesamt ist die LaPerm Longhair eine gesunde, robuste Rasse – doch eine gezielte, an Lebensphase und Aktivität angepasste Ernährung bildet die Grundlage für ein langes, vitales Leben über die mögliche Lebensspanne von 12 bis 15 Jahren.

Größe und Statur der LaPerm Longhair

Die LaPerm Longhair ist eine mittelgroße Katze von moderatem Typ – der FIFe-Rassestandard betont ausdrücklich, dass keine Extreme erwünscht sind. Weibchen wiegen in der Regel etwa 2,7 bis 3,6 kg, Rüden erreichen typischerweise 3,6 bis 4,5 kg. Der Körperbau ist gut bemuskelt, ohne schwer oder massig zu wirken.

Diese moderate Mittelklasse hat direkte Fütterungsrelevanz: Die Rasse braucht weder die erhöhten Kalorienmengen großrahmiger Rassen wie der Maine Coon noch ist sie so klein, dass Miniportionen ausreichen. Die individuelle Körperkondition – regelmäßig per Rippen- und Taillenkontrolle beurteilt – ist der verlässlichste Indikator für die richtige Portionsgröße. Eine gut sichtbare Taille von oben und ertastbare, aber nicht vorspringende Rippen gelten als Orientierung für ein gesundes Körpergewicht.

Das lockige Fell der Longhair-Variante kann optisch über den tatsächlichen Körperbau hinwegtäuschen: Katzen wirken unter dem voluminösen Lockenfell fülliger, als sie tatsächlich sind. Daher empfiehlt sich das regelmäßige Wiegen als objektives Kontrollmittel – gerade bei kastrierten oder weniger aktiven Tieren.

Wesen der LaPerm Longhair und Bedeutung für die Ernährung

Die LaPerm Longhair wird konsistent als aktive, neugierige und intelligente Rasse beschrieben. Ihr Spieltrieb ist ausgeprägt; sie sucht täglich Beschäftigung durch Klettern, Interaktion und Erkundung ihres Umfelds. Diese Charaktereigenschaften sind nicht nur Haltungshinweise, sondern unmittelbar fütterungsrelevant.

Aktivität und Kalorienbedarf: Eine LaPerm, die täglich intensiv spielt und klettert, verbraucht deutlich mehr Energie als eine überwiegend ruhende Wohnungskatze. Die Futtermenge sollte deshalb nicht starr nach Verpackungsangabe, sondern anhand des beobachteten Aktivitätsniveaus und regelmäßiger Gewichtskontrolle festgelegt werden.

Intellektuelle Unterforderung als Risikofaktor: Fehlt es an Beschäftigung, neigen selbst aktive Rassen dazu, mehr zu fressen als sie verbrauchen. Langeweile-Fressen ist bei intelligenten Katzen ein bekanntes Phänomen – interaktive Futterspiele und Intelligenzspielzeug können helfen, den Energieverbrauch zu steigern und gleichzeitig die natürliche Futtersuche zu simulieren.

Die Rasse gilt als zutraulich und menschenbezogen, was regelmäßige Gewöhnungsroutinen – etwa das Zähneputzen oder das Wiegen – deutlich erleichtert. Wer diese Rituale früh einführt, hat ein praktisches Werkzeug für die langfristige Ernährungskontrolle an der Hand.

Herkunft der LaPerm Longhair und ernährungshistorischer Kontext

Die LaPerm entstand Anfang der 1980er-Jahre als spontane Mutation in einer Arbeitskatzenpopulation im US-Bundesstaat Oregon. Linda und Richard Koehl beobachteten, dass eine Kätzin namens Curly – Nachkomme einer für Schädlingsbekämpfung gehaltenen Kolonie – ein ungewöhnlich lockiges Fell trug. Aus ihr gehen alle heutigen LaPerms hervor. Über rund zehn Jahre ließ sich die freie Kolonie lockenhaariger Katzen ohne gezieltes Zuchprogramm entwickeln, bevor der Kontakt zur organisierten Katzenzucht aufgenommen wurde. Die FIFe anerkannte die Rasse im Jahr 2015.

Ernährungshistorische Einordnung: Als Nachkommen von Arbeitskatzen, die in ländlichen Umgebungen jagten, bringt die LaPerm eine evolutionäre Prägung auf tierisches Protein mit. Dieser Hintergrund unterstreicht, was für alle Katzen als obligate Karnivoren gilt: Eine Ernährung auf Basis hochwertiger Fleischquellen ist nicht nur artgerecht, sondern die einzige Basis, auf der alle essenziellen Nährstoffe bedarfsdeckend geliefert werden können – allen voran Taurin, Arachidonsäure und vorgebildetes Vitamin A, die die Katze nicht aus pflanzlichen Vorstufen synthetisieren kann.

Die natürliche Mutations-Geschichte der Rasse hat keinen direkten Einfluss auf metabolische Besonderheiten – sie unterstreicht jedoch, dass die LaPerm eine genetisch breite, robuste Ausgangspopulation hat, die bis heute als verhältnismäßig gesunde Rasse gilt.

Pflege der LaPerm Longhair – Fell, Zähne und Ernährungseinfluss

Das lockige, federnde Fell der LaPerm Longhair ist ihr auffälligstes Merkmal und stellt gleichzeitig eine enge Verbindung zur Ernährung her. Trotz der voluminösen Erscheinung gilt die Fellpflege als vergleichsweise unkompliziert: Die Lockenstruktur neigt weniger zur Verfilzung als glattes Langhaar. In Zeiten des saisonalen Fellwechsels – die Longhair-Variante verliert im Sommer teils Unterwolle – empfiehlt sich regelmäßiges, behutsames Bürsten mit einer weichen Bürste, um abgestorbene Haare zu entfernen und Haarballenbildung im Magen-Darm-Trakt vorzubeugen.

Haarballenprävention durch Futter: Gerade Langhaarkatzen neigen zu erhöhtem Fellschlucken beim Putzen. Eine ballaststoffreiche Futterkomponente oder spezielle Hairball-Formulierungen können den Fellabgang durch den Verdauungstrakt unterstützen – im Einzelfall ist die Eignung mit dem Tierarzt zu besprechen.

Zahngesundheit: Zahnerkrankungen werden als mögliche Gesundheitsrisiko bei der Rasse genannt. Regelmäßige Zahnpflege – idealerweise durch Zähneputzen, ergänzend durch geeignetes Futter oder Zahnpflegesnacks – ist ab dem Jungtieralter empfehlenswert. Trockenfutter und robuste Kaustruktur können die mechanische Reinigung der Zähne unterstützen, ersetzen jedoch keine aktive Zahnpflege.

Ernährungseinfluss auf das Fell: Ein Protein- oder Fettsäuremangel zeigt sich bei der LaPerm Longhair besonders deutlich am Fell: Die Locken verlieren an Elastizität, werden stumpf oder brüchig. Dies macht die Futterqualität sichtbar – und ist ein praktischer Indikator für die Vollwertigkeit der Ernährung.

Gesundheit der LaPerm Longhair: PK-Defizienz, Gewicht und Herzwurm

Die LaPerm Longhair gilt allgemein als robuste, gesunde Rasse. Bekannte schwerwiegende genetische Haupterkrankungen, wie sie bei einigen anderen Rassen systematisch auftreten, sind aktuell nicht beschrieben. Dennoch gibt es gesundheitliche Aspekte, die ernährungs- und haltungsrelevant sind und nicht unterschätzt werden sollten.

Pyruvat-Kinase-Defizienz (PK-Defizienz): Die LaPerm gehört zu den Rassen, für die veterinärmedizinische Labore explizit Gentests auf Pyruvat-Kinase-Defizienz anbieten. Dieser autosomal-rezessiv vererbte Enzymmangel im Erythrozytenstoffwechsel führt zu hämolytischer Anämie – einem vorzeitigen Abbau roter Blutkörperchen. Betroffene Katzen können chronisch anämisch sein, was sich in Schwäche, Gewichtsverlust und Blässe der Schleimhäute äußern kann. Ernährungsseitig rücken bei PK-Defizienz blutbildungsrelevante Nährstoffe in den Vordergrund: Eisen, Vitamin B12 und Folsäure, die ausschließlich oder vorrangig in tierischen Proteinquellen in verwertbarer Form vorliegen. Eine Supplementierung sollte ausschließlich auf tierärztliche Empfehlung hin erfolgen. Verantwortungsbewusste Züchter lassen ihre Zuchttiere auf PK-Defizienz testen.

Übergewicht: Übergewicht wird als bekanntes Gesundheitsrisiko bei der Rasse genannt. Besonders kastrierte und weniger aktive LaPerm-Katzen neigen zu übermäßiger Gewichtszunahme. Eine regelmäßige Körperkonditionskontrolle und angepasste Portionierung sind präventiv wichtig.

Zahnerkrankungen: Zahnerkrankungen können bei der Rasse auftreten. Eine zahngesundheitsfördernde Ernährung und regelmäßige Zahnpflege sind empfehlenswert.

Herzwurminfektionen: Herzwurm-Infektionen bei Katzen werden in der Fachliteratur als häufiger eingeschätzt, als lange angenommen wurde – und es existiert keine wirksame medikamentöse Behandlung, weshalb Prävention zentral ist. Dies betrifft auch Wohnungskatzen. Die Rücksprache mit dem Tierarzt zur geeigneten Prophylaxe ist ausdrücklich zu empfehlen.

Hinweis: Alle gesundheitlichen Fragen zur individuellen Katze gehören in die Hände einer tierärztlichen Fachkraft – dieser Ratgeber ersetzt keine Einzelfallberatung.

Nährstoffbedarf der LaPerm Longhair: Protein, Fett und Lebensphase

Als obligater Karnivore ist die LaPerm Longhair metabolisch auf tierisches Protein als zentralen Energielieferant und Quelle essenzieller Nährstoffe angewiesen. Pflanzliche Proteinquellen können tierische nicht gleichwertig ersetzen – der katzenspezifische Aminosäurestoffwechsel ist evolutionär auf tierische Nahrung ausgerichtet.

Proteinbedarf: Der Mindestbedarf adulter Katzen liegt laut FEDIAF (2025) bei 62,5 g Protein pro 1.000 kcal metabolisierbarer Energie (ME); das NRC (2006) empfiehlt 50 g/1.000 kcal ME als „Recommended Allowance“. Für Kitten liegt der FEDIAF-Mindestwert mit 70 g/1.000 kcal ME noch höher. Diese Werte unterstreichen: Katzenfutter muss primär aus tierischem Protein bestehen. Für die LaPerm Longhair ist der Proteingehalt zusätzlich fellrelevant – Aminosäuren wie Cystein und Methionin sind Bausteine des Haarschafts und direkt für die Lockenqualität mitverantwortlich.

Fettbedarf und essenzielle Fettsäuren: Nach FEDIAF (2025) und NRC (2006) liegt der Mindestfettgehalt für adulte Katzen und Kitten bei jeweils 22,5 g/1.000 kcal ME. Besonders relevant für die Fellgesundheit der LaPerm Longhair sind Omega-6-Fettsäuren (Linolsäure: NRC-Empfehlung 1,4 g/1.000 kcal ME für Adulte und Kitten) sowie Arachidonsäure, die die Katze nicht aus pflanzlichen Vorstufen bilden kann und die ausschließlich in tierischen Fetten vorkommt. EPA und DHA aus Fischöl können zur Fellqualität und allgemeinen Gesunderhaltung beitragen (NRC-Empfehlung: 0,025 g/1.000 kcal ME für Adulte).

Taurin – unverhandelbar: Taurin ist für Katzen eine essenziell-dietäre Aminosäure, da die körpereigene Synthese nicht bedarfsdeckend ist. Taurinmangel kann zu dilatativer Kardiomyopathie und Netzhautdegeneration führen. Taurin kommt ausschließlich in tierischen Quellen vor – ein weiteres Argument gegen vegetarische oder vegane Ernährungsformen.

Lebensphase:

  • Kitten (bis ca. 12 Monate): Erhöhter Protein- und Energiebedarf für Wachstum und Muskelaufbau. Spezielles Kitten-Futter mit angepasstem Nährstoffprofil verwenden; tierärztliche Begleitung empfohlen.
  • Adult (1–7 Jahre): Futtermenge am Aktivitätslevel ausrichten. Regelmäßige Gewichtskontrolle, da die aktive LaPerm bei Bewegungsmangel rasch zunehmen kann.
  • Senior (ab ca. 7–8 Jahre): Im Alter kann die Nierenfunktion abnehmen; gleichzeitig sinkt der Grundumsatz. Gut verdauliches tierisches Protein bleibt essenziell, die Gesamtkalorienmenge wird ggf. reduziert. Tierärztliche Kontrolle der Nierenwerte ab dem mittleren Alter ist sinnvoll.

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Welches Futter für die LaPerm Longhair? Nass, Trocken und BARF im Vergleich

Die Wahl der Futterart hat für die LaPerm Longhair Konsequenzen auf mehreren Ebenen: Fellgesundheit, Harnwegsgesundheit und Gewichtsmanagement sind alle durch die Form und Zusammensetzung des Futters beeinflussbar.

Nassfutter: Nassfutter mit einem Wassergehalt von typischerweise 70–85 % ist aus ernährungsphysiologischer Sicht für Katzen besonders empfehlenswert, da Katzen evolutionär einen Großteil ihres Flüssigkeitsbedarfs über die Nahrung aufnehmen und von Natur aus wenig trinken. Eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr ist zentral für die Harnwegsgesundheit (Prävention von FLUTD, Struvit- und Oxalatkristallen) und die Nierenfunktion im Alter. Für die LaPerm Longhair, die keine bekannte spezifische Harnwegsdisposition hat, gilt dennoch: Nassfutter als Basis der Ernährung trägt präventiv zur Gesunderhaltung der Harnwege bei. Hochwertiges Nassfutter sollte tierisches Protein als erste Zutat aufweisen und keinen übermäßigen Getreide- oder Zuckeranteil enthalten.

Trockenfutter: Trockenfutter weist in der Regel einen höheren Energiegehalt pro Gramm auf und kann bei der LaPerm Longhair – besonders bei kastrierten Tieren – schnell zu Übergewicht führen, wenn die Portionierung nicht sorgfältig erfolgt. Ein Vorteil ist die mechanische Reinigungswirkung auf die Zähne, die bei der Rasse mit ihrer Tendenz zu Zahnerkrankungen relevant sein kann. Wer Trockenfutter verwendet, sollte auf eine deutlich erhöhte Wasseraufnahme über separate Trinkquellen (Trinkbrunnen, mehrere Wasserstellen) achten.

Kombination aus Nass- und Trockenfutter: Eine Kombination aus qualitativ hochwertigem Nassfutter als Hauptkomponente und einem moderaten Trockenfutteranteil kann praktisch und ernährungsphysiologisch sinnvoll sein – sofern die Gesamtkalorienmenge im Blick behalten wird.

Rohfütterung (BARF): Rohfleischbasierte Ernährung ist grundsätzlich möglich, birgt jedoch spezifische Risiken: Eine selbst zusammengestellte BARF-Ration kann ohne Fachkenntnis schnell Mängel an Taurin, Kalzium, Spurenelementen oder fettlöslichen Vitaminen aufweisen. Wer BARF für die LaPerm Longhair in Betracht zieht, sollte dies ausschließlich mit ernährungskundiger tierärztlicher oder ernährungsberaterischer Begleitung umsetzen und die Ration auf vollständige Bedarfsdeckung prüfen lassen. Für die Selenversorgung und den Tauringehalt von BARF-Rationen liegen in der Praxis häufig Lücken vor.

Vegane oder vegetarische Ernährung: Vegane und vegetarische Ernährungsformen sind für Katzen nicht bedarfsdeckend und werden ausdrücklich nicht empfohlen. Als obligate Karnivoren können Katzen Taurin, vorgebildetes Vitamin A und Arachidonsäure nicht aus pflanzlichen Quellen synthetisieren. Taurinmangel führt zu dilatativer Kardiomyopathie und Netzhautdegeneration – mit potenziell lebensbedrohlichen Konsequenzen. Diese Ernährungsformen sind für Katzen als gesundheitsschädlich einzustufen.

Nahrungsergänzung für die LaPerm Longhair: Fell, Blutbildung und Gelenke

Bei einer vollwertigen, kommerziell hergestellten Ernährung auf Basis hochwertiger tierischer Zutaten sind Nahrungsergänzungsmittel für gesunde LaPerm-Katzen in der Regel nicht notwendig. Alle im Folgenden genannten Ergänzungen sind als mögliche Überlegungen formuliert, die im Einzelfall mit dem Tierarzt oder einer tierärztlichen Ernährungsberatung abgeklärt werden sollten. Eine eigenständige Supplementierung ohne Diagnose kann im besten Fall überflüssig, im schlechtesten Fall schädlich sein (z. B. Hypervitaminose A oder D durch Überdosierung fettlöslicher Vitamine).

Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA aus Fischöl): Bei der LaPerm Longhair mit ihrem charakteristischen Lockenfell kann eine ergänzende Versorgung mit EPA und DHA aus marinen Quellen diskutiert werden. Diese langkettigen Omega-3-Fettsäuren können entzündungsmodulierende Wirkung haben und zur Fellqualität beitragen. Das NRC (2006) gibt eine Empfehlung von 0,025 g/1.000 kcal ME für adulte Katzen. Ob eine Ergänzung über das Futter hinaus sinnvoll ist, hängt vom bestehenden Futter und dem individuellen Fellzustand ab.

Zink und Biotin: Zink ist ein wichtiger Cofaktor für Keratinsynthese und Hautbarrierefunktion. Der FEDIAF-Mindestwert liegt bei 18,8 mg/1.000 kcal ME für adulte Katzen. Bei sichtbaren Fellveränderungen kann eine Überprüfung des Zinkgehalts im Futter sinnvoll sein, bevor an eine Ergänzung gedacht wird.

Blutbildungsrelevante Nährstoffe bei PK-Defizienz-Verdacht: Für LaPerm-Katzen, bei denen eine Pyruvat-Kinase-Defizienz diagnostiziert oder genetisch nachgewiesen wurde, rücken Eisen, Vitamin B12 und Folsäure aus tierischen Quellen in den Fokus. Diese Nährstoffe unterstützen die Erythropoese (Neubildung roter Blutkörperchen). Eine spezifische Supplementierung bei PK-Defizienz ist ausschließlich in Absprache mit einem Tierarzt vorzunehmen – eigenständige Dosierungen sind hier nicht angebracht.

Vitamin A: Katzen benötigen vorgebildetes Vitamin A (Retinol) aus tierischen Quellen; Beta-Carotin aus Pflanzen kann von der Katze nicht in Vitamin A umgewandelt werden. Vollwertige tierische Ernährung (z. B. Leber als Futterkomponente) deckt den Bedarf in der Regel ab. Eine Eigensupplementierung ist nicht zu empfehlen, da Vitamin A fettlöslich und bei Überdosierung toxisch ist.

Haarball-Unterstützung: Für die LaPerm Longhair, deren langes Lockenfell beim Putzen verstärkt geschluckt werden kann, sind spezielle Hairball-Formulierungen oder Malzpaste als ergänzende Maßnahme denkbar. Die Eignung sollte im Einzelfall besprochen werden.

Das passende Futter für die LaPerm Longhair finden

Die Suche nach einem geeigneten Katzenfutter für die LaPerm Longhair lässt sich auf wenige Kernkriterien reduzieren: hoher Anteil tierischen Proteins als erste Zutat, vollständige Bedarfsdeckung aller essenziellen Nährstoffe (Taurin, Arachidonsäure, vorgebildetes Vitamin A) und eine an das Aktivitätsniveau angepasste Energiedichte. Für die Longhair-Variante ist zudem der Gehalt an Omega-6- und Omega-3-Fettsäuren fellrelevant.

Der futter.de-Futtersuche-Finder ermöglicht eine datenbasierte, marken- und affiliate-neutrale Filterung nach diesen Parametern – konkret nach Proteinquelle, Feuchtigkeitsgehalt (für Nass- vs. Trockenfutter), Lebensphase (Kitten/Adult/Senior) und spezifischen Ernährungszielen wie Gewichtsmanagement oder Fellgesundheit. Wer eine LaPerm mit bekannter oder vermuteter PK-Defizienz versorgt, sollte die Futterauswahl zusätzlich mit einem Tierarzt abstimmen, um die Versorgung mit blutbildungsrelevanten Nährstoffen sicherzustellen.

Keine Marke, kein Produkt und kein Preisniveau garantieren per se eine bedarfsdeckende Ernährung – entscheidend ist die Nährstoffzusammensetzung, nicht das Label.

Quellen

  1. [1]FCI-Rassestandard LaPerm Longhairfci_standard
  2. [2]FEDIAF Nutritional Guidelines 2025guideline
  3. [3]NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Catsguideline
  4. [4]Erfahren Sie alles über die LaPerm-Katzeweb
  5. [5]LaPerm: Die lockige Schmusekatze im Porträtweb
  6. [6]Lockiges Fell und ein Herz aus Gold: Die LaPerm-Katze - Landtiere.deweb
  7. [7]LaPerm Langhaar Futter – Testsieger 2026web

Hinweis

Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.

Häufige Fragen

Fragen zur Ernährung & Haltung

Autor

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Fachliche Prüfung

Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.

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