futter.de
Rasse-Ratgeber · Katze

Katzenfutter für RagaMuffin: HCM-Vorsorge

Katzenfutter für RagaMuffin mit Taurin für Herzgesundheit. Großrahmige Katzen optimal versorgt. Jetzt wechseln.

Gewicht
4,5–9 kg
Lebenserwartung
12–16 Jahre
Herkunft
USA
Illustration: Katzenfutter für RagaMuffin: HCM-Vorsorge

RagaMuffin auf einen Blick: Was die Rasse bei der Futterauswahl besonders macht

Die RagaMuffin ist eine großrahmige, halblanghaarige Katze mit außergewöhnlich gelassenem Temperament und einer ausgeprägten Neigung, beim Hochheben den Körper vollständig zu entspannen. Diese Ruhe ist charakteristisch – und trügerisch: Gerade weil RagaMuffins wenig Initiative zu spontaner Bewegung zeigen, ist das Risiko für Übergewicht deutlich erhöht. Gleichzeitig ist die Rasse in der OMIA-Datenbank mit feliner familiärer hypertropher Kardiomyopathie (HCM) dokumentiert, einer Herzerkrankung, bei der die Versorgung mit der Aminosäure Taurin ernährungsseitig besonders relevant ist.

Drei Kernthemen bestimmen daher die Ernährung der RagaMuffin:

  • Energiedichte und Portionskontrolle – da die Rasse zur Adipositas neigt und sich oft wenig bewegt
  • Hochwertiges tierisches Protein mit ausreichend Taurin – angesichts der HCM-Prädisposition
  • Ausreichende Flüssigkeitsversorgung – zur Unterstützung der Harnwegsgesundheit

Dazu kommt die späte Reife der Rasse: RagaMuffins wachsen langsam und erreichen ihre volle Körpergröße erst mit etwa vier bis fünf Jahren. Das bedeutet, dass die Kittenphase ernährungsseitig länger berücksichtigt werden muss als bei früh ausgewachsenen Rassen.

Größe und Körperbau der RagaMuffin

Die RagaMuffin gehört zu den größeren Hauskatzenrassen. Ausgewachsene Kater erreichen häufig ein Gewicht von 7 bis 9 kg, Kätzinnen sind mit rund 4,5 bis 6,5 kg deutlich leichter. Dieser ausgeprägte Geschlechtsdimorphismus ist bei der Portionierung von Futter zu berücksichtigen.

Der Körperbau ist robust, muskulös und rechteckig wirkend – mit breiter Brust, rundem Kopf und dichten, mittelgroßen Beinen. Das Fell ist mittel bis mittellang, weich und liegt eng am Körper an, ohne die übermäßige Unterwolle eines Persers. Diese Textur begünstigt zwar Fellknäuel im Magen-Darm-Trakt weniger als bei stark unterwolle-lastigen Rassen, schließt sie aber nicht aus.

Das große Körpergewicht kombiniert mit moderatem Bewegungsdrang bedeutet konkret: Der tägliche Energiebedarf liegt je nach Aktivität und Kastrationsstatus für einen ausgewachsenen Kater im Bereich von schätzungsweise 60–80 kcal pro kg Körpergewicht (metabolisches Gewicht), kann bei kastrierten, inaktiven Tieren aber darunter liegen. Eine regelmäßige Körpergewichtskontrolle – idealerweise monatlich – ist bei dieser Rasse sinnvoll, um schleichende Gewichtszunahmen frühzeitig zu erkennen.

Wesen der RagaMuffin

RagaMuffins gelten als eine der menschenbezogensten Katzenrassen überhaupt. Sie entwickeln enge Bindungen zu ihren Bezugspersonen, suchen aktiv Körperkontakt und folgen Familienmitgliedern häufig durch die Wohnung – verhalten sich dabei aber ruhig und unaufdringlich. Das Temperament ist ausgeglichen und tolerant; laute Geräusche oder unruhige Haushalte bereiten ihnen weniger Stress als vielen anderen Rassen.

Besonders charakteristisch ist das sogenannte „Slumping“-Verhalten: Beim Hochheben entspannen RagaMuffins ihren Körper vollständig und lassen sich wie ein weiches Bündel tragen – ein Zuchtziel, das bewusst aus der Ragdoll übernommen wurde.

Ernährungsrelevante Wesensmerkmale:

  • Die Neigung zu Ruhe und Entspannung führt dazu, dass viele RagaMuffins den Energiebedarf überschätzen lassen – ein aktiv wirkendes Spieltier, das zwischendurch döst, verbrennt weniger Kalorien als es scheint.
  • Die hohe Menschenbindung macht Futtersuchspiele und interaktive Fütterung (Futtermatten, Schnüffelteppiche) besonders geeignet – sowohl zur Beschäftigung als auch zur Verlangsamung der Futteraufnahme.
  • RagaMuffins sind wenig wählerisch, was die Akzeptanz neuer Futtersorten betrifft – ein Vorteil, wenn Futterumstellungen aus gesundheitlichen Gründen notwendig werden.

Herkunft der RagaMuffin und Bedeutung für die heutige Ernährung

Die RagaMuffin entstand 1994 als direkte Abspaltung von der Ragdoll-Rasse. Eine Gruppe von Züchtern, die mit den strikten Franchise-Bedingungen der Ragdoll-Begründerin Ann Baker unzufrieden war, trennte sich von der International Ragdoll Cat Association (IRCA) und gründete eine eigene Zuchtlinie – der Name „RagaMuffin“ wurde von Mitgründer Curt Gehm vorgeschlagen. Da „Ragdoll“ und „Cherubim“ markenrechtlich geschützt waren, war eine neue Bezeichnung notwendig.

Die Rasse wurde zunächst von der United Feline Organization (UFO) anerkannt, später von der American Cat Fanciers Association (ACFA) und schließlich 2011 von der Cat Fanciers' Association (CFA) in die Championship-Klasse aufgenommen. Zulässige Einkreuzungen umfassen je nach Verband Sibirische Katzen, Langhaar-Selkirk Rex und British Longhair – was dem Genpool zugutekam.

Historischer Bezug zur heutigen Ernährung: Die breite genetische Basis durch gezielte Einkreuzungen hat dazu beigetragen, dass die RagaMuffin als vergleichsweise gesunde Rasse gilt. Dennoch zeigt die dokumentierte HCM-Prädisposition, dass erbliche Risiken nicht vollständig eliminiert wurden. Für die Ernährung bedeutet das: Die Rasse profitiert nicht von hochgezüchteten Extremmerkmalen wie Brachycephalie oder übermäßiger Körperfülle, hat aber einen klar belegten Herzrisikofaktor, der ernährungsseitig – insbesondere durch ausreichende Taurinversorgung – begleitet werden sollte.

Pflege der RagaMuffin: Was das Fell über die Ernährung verrät

Das Fell der RagaMuffin ist mittel bis mittellang, weich und besitzt vergleichsweise wenig Unterwolle. Diese Struktur macht es weniger verfilzungsanfällig als das Fell von Persern oder Ragdolls mit sehr dichtem Unterkleid. Dennoch sollte zwei- bis dreimal pro Woche gebürstet werden – in Fellwechselphasen (Frühjahr und Herbst) täglich.

Verbindung zwischen Fellqualität und Ernährung: Ein stumpfes, brüchiges oder übermäßig schuppendes Fell kann ein Hinweis auf Mängel bei essentiellen Fettsäuren (insbesondere Omega-3 und Omega-6) oder unzureichende Proteinversorgung sein. Katzen sind als obligate Karnivore auf vorgeformte Fettsäuren aus tierischen Quellen angewiesen – Beta-Carotin aus pflanzlichen Quellen kann nicht in Vitamin A umgewandelt werden, und Linolsäure aus Pflanzenölen ersetzt nicht die Arachidonsäure aus tierischem Fett.

Haarball-Risiko: Obwohl das RagaMuffin-Fell weniger dicht ist als bei manchen Langhaarrassen, schlucken Katzen beim Putzen regelmäßig Haare. Wer merkt, dass die Katze häufig würgt oder Haarballen erbricht, kann dies ernährungsseitig durch ballaststoffhaltiges Futter oder spezielle Hairball-Formeln mit erhöhtem Rohfaseranteil begleiten – im Einzelfall ist eine tierärztliche Einschätzung sinnvoll.

Zahnpflege: RagaMuffins werden überwiegend in Wohnungshaltung gehalten. Regelmäßige Zahnkontrolle und, wenn möglich, Gewöhnung an Zahnpflege von klein auf sind empfehlenswert. Trockenfutter allein reinigt die Zähne nicht ausreichend, kann aber bei geeigneter Textur mechanisch etwas beitragen.

Gesundheit der RagaMuffin: Rassedispositionen und ihre Bedeutung für die Ernährung

RagaMuffins gelten aufgrund ihrer breiten genetischen Basis als vergleichsweise robuste Rasse. Dennoch sind erbliche Erkrankungen dokumentiert, die bei der Futterauswahl und in der tierärztlichen Vorsorge berücksichtigt werden sollten.

Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM)

Die bedeutendste rassespezifische Gesundheitsdisposition der RagaMuffin ist die feline familiäre hypertrophe Kardiomyopathie (HCM). Sie ist in der OMIA-Datenbank (Online Mendelian Inheritance in Animals) unter zwei separaten Einträgen für die RagaMuffin dokumentiert (OMIA:000515-9685 und OMIA:002951-9685), mit autosomal-dominantem Erbgang bei einem der Einträge. Bei HCM verdickt sich die Wand des linken Herzventrikels, was langfristig zu Herzversagen, Thromboembolien oder plötzlichem Tod führen kann.

Für Halter bedeutet das:

  • Beim Kauf auf echokardiographische Untersuchungsnachweise der Elterntiere bestehen
  • Ab dem fünften Lebensjahr regelmäßige Herzuntersuchungen beim Tierarzt einplanen
  • Atemnot, Lethargie oder Appetitlosigkeit umgehend tierärztlich abklären lassen

Ernährungsrelevanz der HCM-Prädisposition: Taurin-Mangel ist ein bekannter Faktor für kardiale Erkrankungen bei Katzen – insbesondere für die dilatative Kardiomyopathie (DCM). Obwohl HCM und DCM unterschiedliche Erkrankungsbilder sind, wird bei herzprädisponierten Rassen eine gesicherte Taurin-Versorgung über das Futter als sinnvolle Maßnahme diskutiert. Kommerzielles Fertigfutter muss laut FEDIAF-Standard Taurin enthalten; bei Selbstmischung (BARF) ist eine gezielte Überprüfung notwendig.

Adipositas

Aufgrund des ruhigen Temperaments und der überwiegenden Wohnungshaltung ist Übergewicht bei RagaMuffins häufig. Adipositas belastet das Herz-Kreislauf-System zusätzlich und verstärkt das Risiko für metabolische Folgeerkrankungen. Ein angemessener Body-Condition-Score (BCS) sollte regelmäßig kontrolliert werden.

Altersbedingte Niereninsuffizienz

Nierenerkrankungen sind die häufigste Alterserkrankung bei Katzen generell. Symptome wie erhöhte Wasseraufnahme, häufiges Urinieren und Gewichtsverlust im Alter sollten zeitnah tierärztlich untersucht werden. Ab dem achten Lebensjahr sind jährliche Blutkontrollen (Kreatinin, SDMA) empfehlenswert.

Ernährungsbedarf der RagaMuffin: Protein, Energie und Lebensphasen

Als obligater Karnivore ist die RagaMuffin auf tierisches Protein als primäre Energiequelle angewiesen. Katzen können Kohlenhydrate zwar verwerten, sind aber evolutionär nicht auf hohe Kohlenhydratanteile ausgelegt – ihr Stoffwechsel priorisiert Protein und Fett.

Proteinbedarf

FEDIAF empfiehlt für adulte Katzen mindestens 62,5 g Rohprotein pro 1.000 kcal metabolischer Energie (ME), der NRC 2006 nennt 50 g/1.000 kcal ME als empfohlene Zufuhr. Für eine großrahmige, muskulöse Rasse wie die RagaMuffin sollte hochwertig tierisches Protein – aus Geflügel, Rind, Lamm, Kaninchen oder Fisch – die Grundlage jeder Ration bilden. Pflanzliche Proteinquellen sind kein gleichwertiger Ersatz, da die essentiellen Aminosäuren Taurin und Arginin nur aus tierischen Quellen effizient aufgenommen werden.

Taurin – besonders relevant bei HCM-Prädisposition

Taurin muss für Katzen zwingend über das Futter zugeführt werden, da Katzen keine ausreichenden Mengen selbst synthetisieren können. FEDIAF-konforme Fertigfutter müssen Taurin enthalten. Bei einer Rasse mit dokumentierter HCM-Prädisposition ist die Überprüfung der Taurin-Versorgung besonders wichtig – gerade bei selbst zusammengestellten Rationen.

Fettbedarf und essenzielle Fettsäuren

Fett liefert Energie und essenzielle Fettsäuren. FEDIAF und NRC empfehlen für adulte Katzen mindestens 22,5 g Fett pro 1.000 kcal ME. Arachidonsäure – für Katzen essenziell, da sie aus Linolsäure nicht selbst gebildet werden kann – muss aus tierischem Fett stammen. Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) aus marinen Quellen unterstützen Fell und können im Kontext kardialer Gesundheit diskutiert werden.

Energiedichte und Übergewichtsprophylaxe

Kastrierte RagaMuffins mit geringem Bewegungsumfang haben einen reduzierten Energiebedarf. Energiedichtes Trockenfutter mit hohem Kohlenhydratanteil birgt bei dieser Rasse ein erhöhtes Adipositas-Risiko. Portionsgenaues Füttern anhand der Herstellerempfehlungen – angepasst an Gewicht, Alter und Aktivität – ist der einfachste Weg, schleichende Gewichtszunahmen zu vermeiden.

Lebensphasen im Überblick

  • Kitten (bis ca. 12–18 Monate): Wachstumsfutter mit erhöhtem Protein- und Fettgehalt; FEDIAF empfiehlt mindestens 70 g Protein/1.000 kcal ME für Wachstum. Da RagaMuffins spätreif sind, kann die Kittenphase ernährungsseitig bis zum 18. Lebensmonat verlängert werden.
  • Adult (ca. 1–8 Jahre): Vollwertiges Erhaltungsfutter, Portionskontrolle, regelmäßige Gewichtskontrolle.
  • Senior (ab ca. 8–10 Jahren): Erhöhter Proteinbedarf zur Muskelerhaltung bei gleichzeitig reduziertem Energiebedarf; Phosphorgehalt im Auge behalten (Nierenvorsorge); Nassfutter für Flüssigkeitsversorgung bevorzugen.

Du weißt jetzt, worauf es beim Futter ankommt — die passenden Sorten für die RagaMuffin zeigt dir unsere datenbasierte Futtersuche.

Futtersuche öffnen

Nassfutter, Trockenfutter oder Rohfütterung: Was passt zur RagaMuffin?

Die Wahl der Futterform hat bei der RagaMuffin konkrete Auswirkungen auf Gewichtsmanagement, Harnwegsgesundheit und Taurinversorgung. Alle drei Gesichtspunkte sollten in die Entscheidung einfließen.

Nassfutter – erste Wahl für Flüssigkeitsversorgung

Katzen sind von Natur aus „Trocken-Trinker“ – ihr Durstgefühl ist schwächer ausgeprägt als bei anderen Säugetieren. Eine unzureichende Flüssigkeitszufuhr begünstigt die Entstehung von Harnkristallen und felinen unteren Harnwegserkrankungen (FLUTD). Nassfutter mit einem Wassergehalt von 75–85 % ist daher die effektivste Methode, die tägliche Flüssigkeitsaufnahme zu erhöhen – ohne auf das freiwillige Trinkverhalten der Katze angewiesen zu sein. Für eine großrahmige, bewegungsarme Rasse wie die RagaMuffin, bei der das Risiko für Harnwegsprobleme durch geringe Trinkmotivation steigt, ist Nassfutter als Hauptfutter oder zumindest als wesentlicher Futteranteil empfehlenswert.

Trockenfutter – praktisch, aber mit Bedacht einzusetzen

Trockenfutter hat einen Wassergehalt von nur rund 8–10 % und enthält häufig höhere Kohlenhydratanteile als Nassfutter. Für RagaMuffins, die zur Gewichtszunahme neigen, sind kalorienreiche Trockenfutter-Dauerangebote (Ad-libitum-Fütterung) nicht empfehlenswert. Wird Trockenfutter eingesetzt, sollte es protein- und fleischreich sein, portioniert angeboten werden und durch ausreichendes Trinkwasserangebot (mehrere Schüsseln, ggf. Trinkbrunnen) ergänzt werden.

Kombifütterung

Viele Halter kombinieren Nass- und Trockenfutter. Das ist grundsätzlich möglich, sofern die Gesamtkalorienmenge im Blick bleibt. Nassfutter morgens und abends, eine kleine Portion Trockenfutter als Zwischenmahlzeit oder zur Beschäftigung – diese Aufteilung kann bei RagaMuffins sinnvoll sein.

Rohfütterung (BARF)

Biologisch artgerechte Rohfütterung ist für Katzen grundsätzlich möglich. Eine korrekt zusammengestellte BARF-Ration kann den Nährstoffbedarf decken – die Fehlerquote bei selbst gemischten Rationen ist jedoch hoch. Besonders kritisch: Taurin wird durch langes Einfrieren oder unsachgemäße Verarbeitung teilweise abgebaut. Bei einer Rasse mit HCM-Prädisposition ist eine gesicherte Taurinversorgung unbedingt zu gewährleisten. BARF sollte daher nur mit fachlicher Begleitung durch eine qualifizierte Tierernährungsberatung umgesetzt werden.

Vegane oder vegetarische Ernährung – nicht empfohlen

Vegane und vegetarische Ernährungsformen sind für Katzen nicht bedarfsdeckend und potenziell gesundheitsschädlich. Katzen sind obligate Karnivore und können Taurin, Arginin, vorgeformtes Vitamin A und Arachidonsäure nicht aus pflanzlichen Quellen in ausreichenden Mengen aufnehmen. Taurinmangel kann zu dilatativer Kardiomyopathie und Netzhautdegeneration führen. Vegane oder vegetarische Katzenkost wird daher ausdrücklich nicht als gleichwertige Option betrachtet.

Nahrungsergänzung für die RagaMuffin: Sinnvolle Ergänzungen im Kontext der Rassedispositionen

Bei einer ausgewogen zusammengestellten Ration mit FEDIAF-konformem Fertigfutter besteht in der Regel kein Mehrbedarf an Nahrungsergänzungsmitteln. Dennoch gibt es Situationen und rassebedingte Faktoren, bei denen bestimmte Ergänzungen im Einzelfall sinnvoll sein können – stets nach Absprache mit dem Tierarzt.

Taurin

Taurin ist die ernährungsphysiologisch relevanteste Ergänzung für die RagaMuffin. Da die Rasse eine dokumentierte HCM-Prädisposition aufweist und Taurinmangel mit kardialen Erkrankungen bei Katzen in Verbindung gebracht wird, sollte die Taurinversorgung bei jeder Futterform sichergestellt sein. Kommerzielles Fertigfutter muss laut FEDIAF Taurin enthalten; bei BARF oder Selbstkochkost ist eine Überprüfung und ggf. Ergänzung zu erwägen. Ob und in welcher Form eine Taurin-Supplementierung sinnvoll ist, sollte tierärztlich begleitet werden.

Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA)

Marinöle aus Fischöl oder Algenöl liefern EPA und DHA. Diese langkettigen Omega-3-Fettsäuren werden im Kontext von Fell- und Hautgesundheit sowie kardiovaskulärer Unterstützung diskutiert. NRC 2006 nennt für adulte Katzen 0,025 g EPA+DHA pro 1.000 kcal ME als empfohlene Zufuhr. Bei RagaMuffins mit trockener Haut, stumpfem Fell oder im Rahmen einer herzunterstützenden Ernährung kann eine Ergänzung im Einzelfall besprochen werden – eine eigenständige Dosierung ohne tierärztliche Empfehlung ist nicht angezeigt.

Gelenkunterstützung (Glucosamin/Chondroitin)

RagaMuffins sind großrahmige Katzen, und schwere Katzenrassen tragen ein erhöhtes Risiko für gelenkbelastende Folgen von Übergewicht. Im Senioralter kann eine Unterstützung mit Glucosamin oder Chondroitin diskutiert werden – evidenzbasierte Daten speziell für Katzen sind begrenzt, weshalb eine tierärztliche Einschätzung vor einer Dauersupplementierung empfehlenswert ist.

Ballaststoffe / Hairball-Ergänzungen

Bei Katzen, die häufig Haarballen würgen, können Futterformeln mit erhöhtem Rohfaseranteil oder spezifische Hairball-Ergänzungen (z. B. Flohsamenschalen in geeigneter Zubereitung) in Betracht gezogen werden. Auch hier gilt: im Einzelfall mit dem Tierarzt besprechen.

Was nicht sinnvoll ist:

Ein unkritisches Ergänzen von Vitaminen und Mineralien auf eigene Faust birgt das Risiko einer Überversorgung. Vitamin A etwa ist für Katzen aus tierischen Quellen essenziell, aber bei Überangebot (z. B. durch exzessive Leber-Fütterung) toxisch. Eine Eigensupplementierung ohne konkrete Diagnose oder ernährungsberaterische Grundlage ist nicht empfehlenswert.

Das passende Futter für die RagaMuffin finden: Worauf bei der Auswahl zu achten ist

Die Suche nach einem geeigneten Futter für die RagaMuffin lässt sich auf einige konkrete Qualitätskriterien herunterbrechen, die sich direkt aus den rassespezifischen Anforderungen ableiten:

  • Tierisches Protein als erste Zutat – Fleisch, Geflügel oder Fisch sollte an erster Stelle der Zutatenliste stehen, nicht Getreide oder pflanzliche Proteinkonzentrate
  • Taurin-Deklaration – FEDIAF-konforme Fertigfutter enthalten Taurin; eine explizite Deklaration oder ein entsprechend hoher Fleischanteil gibt zusätzliche Sicherheit
  • Passende Energiedichte – bei kastrierten oder wenig aktiven RagaMuffins empfehlen sich Rezepturen für „Sterilised“ oder gewichtsreduzierte Erwachsene
  • Hoher Feuchtigkeitsgehalt – Nassfutter oder eine Kombination aus Nass- und Trockenfutter fördert die tägliche Flüssigkeitsaufnahme
  • Deklarierte Nährstoffanalyse – Produkte, die FEDIAF- oder NRC-Konformität ausweisen, bieten eine verlässlichere Grundlage als solche ohne Angaben

Der Futterrechner und Produktfilter auf futter.de ermöglicht eine datengestützte, marken-neutrale Vorauswahl nach genau diesen Kriterien – zugeschnitten auf Lebensphase, Gewicht und die für die RagaMuffin relevanten Gesundheitsaspekte wie Tauringehalt und Energiedichte. Das ersetzt keine tierärztliche Ernährungsberatung bei bestehenden Erkrankungen, bietet aber eine transparente Orientierung im unübersichtlichen Futtermarkt.

Quellen

  1. [1]FEDIAF Nutritional Guidelines 2025guideline
  2. [2]NRC (2006): Nutrient Requirements of Dogs and Catsguideline
  3. [3]Studie: Feline familial HCMstudy
  4. [4]Studie: Feline familial HCMstudy
  5. [5]Wikipedia: RagaMuffinwikipedia
  6. [6]Ragdoll-Katze: Eigenschaften, Gesundheit, Ernährung – IlVerdeMondoweb
  7. [7]Welcher Nährstoffbedarf hängt von der Rasse der Katze ab? - Ziggyweb
  8. [8]Hochwertiges Ragdoll Futter - Happy Catweb
  9. [9]Die richtige Ernährung für jede Katzenrasse | CAT'S LOVEweb
  10. [10]Diese Katzenrassen haben am WENIGSTEN Probleme ... - YouTubeweb

Hinweis

Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.

Häufige Fragen

Fragen zur Ernährung & Haltung

Autor

futter.de-Redaktion. KI-gestützt erstellt aus unserer geprüften Datenbasis, redaktionell kuratiert.

Fachliche Prüfung

Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.

Methodik & Korrektur

Wie wir arbeiten. Fehler gefunden? Sag uns Bescheid.