Katzenfutter für Rexkatze: Energie & Herz
Rexkatze Futter energiedicht mit optimalem Taurin für Herzgesundheit. Ideal für aktive Katzen mit hohem Stoffwechsel.
- Gewicht
- 3–5 kg
- Lebenserwartung
- 12–16 Jahre
- Herkunft
- Großbritannien (Cornish Rex 1950, Devon Rex 1960)

Rexkatze – das Wichtigste auf einen Blick
Die Rexkatze ist keine einheitliche Rasse, sondern ein Sammelbegriff für mehrere genetisch voneinander unabhängige Rassen, deren gemeinsames Merkmal das charakteristisch gewellte oder gelockte Fell ist. Zu den bekanntesten und international am weitesten verbreiteten Vertretern zählen Cornish Rex und Devon Rex. Beide entstammen spontanen Fellmutationen in Großbritannien und wurden ab 1950 bzw. 1960 systematisch als Rassen etabliert.
Aus ernährungspraktischer Sicht sind zwei Besonderheiten zentral: Erstens verfügt der Cornish Rex über einen ausgeprägt hohen Appetit, der den tatsächlichen Kalorienbedarf häufig übersteigt – trotz des schlanken Körperbaus. Zweitens weisen Cornish Rex und Devon Rex eine erhöhte Veranlagung zur Hypertrophen Kardiomyopathie (HCM) auf, was den Stellenwert herzschützender Nährstoffe wie Taurin in der täglichen Ration unterstreicht. Hinzu kommt das Risiko einer Polyzystischen Nierenerkrankung (PKD), die im Verlauf eine phosphorangepasste Ernährung erforderlich machen kann.
Als obligate Karnivore benötigen alle Rexkatzen eine fleischbasierte, proteinreiche Ernährung mit ausreichend Taurin, vorgebildetem Vitamin A und Arachidonsäure. Pflanzliche oder vegane Ernährungsformen sind für Katzen generell nicht bedarfsdeckend und gesundheitlich risikobehaftet. Der folgende Ratgeber beleuchtet Energiebedarf, geeignete Futterarten, relevante Nahrungsergänzungen und rassetypische Gesundheitsaspekte der Rexkatze im Detail.
Größe, Statur und Körperbau der Rexkatze
Rexkatzen – insbesondere Cornish Rex und Devon Rex – gehören zu den mittelgroßen, schlanken Katzenrassen. Ausgewachsene Tiere bewegen sich typischerweise im Gewichtsbereich von etwa 3 bis 5 kg, wobei Kater in der Regel etwas schwerer ausfallen als Kätzinnen.
Der Körperbau ist bei der Cornish Rex ausgesprochen schlank und muskulös: hohes Hinterteil, tief eingezogene Flanken und eine betonte Taille verleihen ihr ein fast windhundähnliches Erscheinungsbild. Dieser Körpertyp kann leicht darüber hinwegtäuschen, dass ein Tier zu viel Gewicht trägt – sichtbare Konditionsmängel oder ein beginnender Fettansatz an den Flanken fallen bei diesen Rassen weniger ins Auge als bei gedrungener gebauten Rassen.
Die Devon Rex ist ebenfalls schlank, wirkt aber durch den auffällig großen Kopf, die tief angesetzten Ohren und die markante Kinnpartie kompakter. Beide Rassen haben einen leichten Knochenbau, der eine präzise Körperkonditionsbeurteilung (Body Condition Score) durch den Tierarzt wichtiger macht als bei robusteren Rassen.
Für die Ernährungspraxis bedeutet die Statur: Das Körpergewicht ist kein zuverlässiger Indikator für den Ernährungszustand. Regelmäßiges Wiegen und eine manuelle Beurteilung der Rippenbedeckung sind sinnvoller als eine rein visuelle Einschätzung. Angesichts des hohen Appetits des Cornish Rex besteht trotz des schlanken Äußeren ein reales Adipositasrisiko bei unkontrollierter Fütterung.
Wesen und Charakter der Rexkatze
Rexkatzen – und hier vor allem Cornish Rex und Devon Rex – gelten als außergewöhnlich lebhafte, neugierige und menschenbezogene Begleittiere. Die Cornish Rex wird in Fachkreisen häufig als „Klettverschluss-Katze“ beschrieben: Sie sucht intensiven körperlichen Kontakt zu ihrer Bezugsperson und bleibt kaum längere Zeit allein. Ihr Entdeckerdrang und Spieltrieb sind ausgeprägt – ein Umstand, der sich direkt auf den Energieumsatz auswirkt und den täglichen Kalorienbedarf im Vergleich zu ruhigeren Rassen spürbar erhöht.
Gleichzeitig ist der Cornish Rex für seine ausgeprägte Fresslust bekannt: Lebensmittel aller Art – einschließlich Gemüse, Früchte und andere unerwartete Nahrungsmittel – werden bereitwillig probiert. Diese Eigenschaft macht konsequente Portionskontrolle und das Sichern von Lebensmitteln zur Notwendigkeit, nicht zur Option.
Die Devon Rex teilt den hohen Spieltrieb, wirkt in ihrer Anhänglichkeit bisweilen noch intensiver. Beide Rassen vertragen sich gut mit Kindern und anderen Tieren. Hunde finden in ihnen ebenso begeisterte Spielgefährten wie andere Katzen.
Das hohe Aktivitätsniveau beider Rassen ist ein ernährungsrelevanter Faktor: Ein aktiv spielender Kater oder eine Kätzin kann nach vorliegenden Richtwerten einen deutlich erhöhten Energieumsatz aufweisen. Wohnungshaltung ohne ausreichende Spielanreize kann diesen Vorteil jedoch schnell zunichte machen und das Adipositasrisiko erhöhen.
Herkunft und Geschichte der Rexkatze
Der Begriff „Rexkatze“ leitet sich von der Kaninchenzucht ab: Der erste entwickelte Vertreter dieser Gruppe, die Cornish Rex, besitzt ein Fell, das strukturell an das eines Rex-Kaninchens erinnert – fein, weich und aus nahezu ausschließlich Unterwolle bestehend, ohne schützende Deckhaare.
Die Cornish Rex entstand 1950 in Cornwall (England) aus einer Spontanmutation in einem Hauskatzen-Wurf. Systematische Zucht und genetische Festigung folgten ab den 1950er-Jahren. Die Devon Rex ist hingegen das Ergebnis einer eigenständigen, genetisch unabhängigen Mutation, die 1960 in Devon (England) entdeckt wurde – die beiden Rassen sind trotz ähnlichen Erscheinungsbildes nicht miteinander verwandt. Weitere Rex-Rassen wie LaPerm (1982), Selkirk Rex (1987) oder die seltenere German Rex gehen ebenfalls auf jeweils unabhängige Mutationen zurück.
Die genetische Ursache liegt in veränderten, ovalen Haarfollikeln, die Haare beim Wachstum kräuseln lassen statt gerade wachsen zu lassen. Diese strukturelle Besonderheit beeinflusst auch die Thermoregulation: Ohne die isolierende Wirkung der Deckhaare verlieren Rexkatzen Wärme schneller. Einige Fachleute und Züchter diskutieren, ob dies den Grundumsatz leicht erhöht – belastbare Studiendaten liegen dazu allerdings nicht vor. Für die ernährungspraktische Planung empfiehlt es sich, den Energiebedarf individuell und gewichtsbasiert zu ermitteln und nicht pauschal auf einen „Thermoregulations-Mehrverbrauch“ zu setzen.
Pflege der Rexkatze – und was das mit Ernährung zu tun hat
Das wellige, kurze und nahezu deckhaarlose Fell der Rexkatze stellt besondere Pflegeanforderungen. Da Deckhaare fehlen, die natürliche Fettverteilung auf der Haut übernehmen würden, kann es insbesondere bei Devon Rex zu einer erhöhten Talgproduktion an bestimmten Körperstellen kommen – bevorzugt an Kinn, Pfoten und Schwanzwurzel. Gelegentliches vorsichtiges Abreiben mit einem feuchten Tuch oder Spezialreinigung ist in der Regel ausreichend; häufiges Baden ist für die meisten Tiere nicht notwendig.
Die großen Ohren beider Rassen neigen dazu, schneller Schmutz und Fett anzusammeln als bei anderen Rassen. Regelmäßige Ohrkontrolle und behutsame Reinigung gehören zur Basispflege.
Aus ernährungspraktischer Sicht ist relevant: Eine ausreichende Versorgung mit essentiellen Fettsäuren (insbesondere Omega-6-Fettsäuren wie Linolsäure und Arachidonsäure) unterstützt die Hautbarriere und die Fellqualität. Da Katzen Arachidonsäure nicht aus pflanzlichen Vorstufen synthetisieren können, muss sie zwingend über tierische Nahrungsquellen zugeführt werden. Ein Futter mit guter Rohstoffqualität und deklariertem Fleischanteil stellt diese Versorgung in der Regel sicher.
Zahnpflege ist bei Wohnungskatzen generell ein unterschätztes Thema: Rexkatzen, die überwiegend in der Wohnung leben, haben keinen natürlichen Abrieb durch Beute. Regelmäßiges Zähneputzen oder spezielle Kausticks (als Ergänzung, kein Ersatz) können einer Zahnsteinbildung entgegenwirken.
Gesundheit der Rexkatze: Dispositionen und ihr Einfluss auf die Ernährung
Rexkatzen bringen mehrere dokumentierte Gesundheitsdispositionen mit, die unmittelbar auf die Ernährungsplanung einwirken.
Hypertrophe Kardiomyopathie (HCM) Sowohl Cornish Rex als auch Devon Rex zählen zu den Rassen mit erhöhter Veranlagung zur HCM – der häufigsten Herzerkrankung bei Katzen. Bei HCM verdickt sich der Herzmuskel, was die Pumpfunktion beeinträchtigt. Da die Erkrankung auch bei Tieren auftreten kann, die kurz zuvor noch kardiologisch unauffällig waren, werden regelmäßige Herzuntersuchungen durch spezialisierte Tierärzte empfohlen. Die Ernährungsrelevanz liegt vor allem im Tauringehalt der Ration: Taurin ist für die Herzfunktion der Katze essenziell und muss ausreichend über tierisches Futter zugeführt werden – ein Argument gegen vegane oder stark pflanzlich dominierte Ernährungsweisen.
Polyzystische Nierenerkrankung (PKD) Für die Devon Rex ist PKD dokumentiert; beim Cornish Rex wird eine niedrige Prävalenz beschrieben. PKD führt durch Zystenbildung zu fortschreitenden, irreversiblen Nierenschäden. Klinische Zeichen wie erhöhter Wasserkonsum, häufiges Urinieren, Appetitlosigkeit, Muskelschwund und Gewichtsverlust wirken sich direkt auf Futteraufnahme und Ernährungsstatus aus. Bei betroffenen oder genetisch vorbelasteten Tieren kann eine phosphorreduzierte, proteinadaptierte Diät nach tierärztlicher Abklärung sinnvoll sein.
Kongenitale Myopathie beim Devon Rex Diese autosomal-rezessiv vererbte Muskelschwäche kann bereits ab der sechsten Lebenswoche klinisch manifest werden und die Futteraufnahme erschweren. Kitten aus Devon-Rex-Zuchten sollten in den ersten Lebenswochen engmaschig beobachtet werden; bei Auffälligkeiten ist frühzeitig tierärztlicher Rat einzuholen.
Erhöhte Dystokierate beim Devon Rex Mit einer dokumentierten Rate von etwa 18 % schwieriger Geburten gehört der Devon Rex zu den geburtshilflich anspruchsvolleren Rassen. Tragende und laktierende Kätzinnen haben einen erheblich erhöhten Energie- und Nährstoffbedarf, der eine entsprechend angepasste Ernährung erfordert – stets in tierärztlicher Begleitung.
Energiebedarf und Nährstoffversorgung der Rexkatze
Als obligate Karnivore benötigen Rexkatzen – wie alle Hauskatzen – eine fleischbasierte, proteinreiche Ernährung. Tierisches Protein liefert essentielle Aminosäuren, die Katzen nicht aus pflanzlichen Quellen synthetisieren können. Dazu gehören Taurin (für Herz, Netzhaut und Fortpflanzung), Arginin sowie die vorgebildeten Formen von Vitamin A und Arachidonsäure.
Proteinbedarf Nach FEDIAF-Richtlinien (2025) liegt der Mindestbedarf adulter Katzen bei 62,5 g Protein je 1.000 kcal metabolisierbarer Energie (ME); für wachsende Tiere liegt er noch höher (≥ 70 g/1.000 kcal ME). Der NRC (2006) empfiehlt für adulte Katzen einen Richtwert von 50 g/1.000 kcal ME. Diese Werte verdeutlichen, dass Katzennahrung grundlegend stärker proteinbetont sein muss als Hundefutter.
Energiebedarf und Aktivität Das hohe Aktivitätsniveau von Cornish Rex und Devon Rex erhöht den täglichen Energieumsatz gegenüber einer wenig aktiven Katze spürbar. Als grobe Orientierung gilt für eine gesunde, adulte Katze eine gewichtsbasierte Berechnung (Körpergewicht in kg hoch 0,67, multipliziert mit 100 als Ausgangswert in kcal); aktiv spielende Tiere können einen deutlichen Mehrbedarf aufweisen. Gleichzeitig besteht beim Cornish Rex – trotz dieser Aktivität – ein dokumentierter Überschussappetit, der bei unkontrollierter Fütterung zu Übergewicht führt. Ad-libitum-Fütterung (freier Zugang) ist für diese Rasse nicht empfehlenswert; strukturierte Mahlzeiten mit klaren Portionsmengen sind vorzuziehen.
Lebensphasen
- Kitten: Hoher Protein- und Energiebedarf für Wachstum und Spielaktivität; vollständig deklariertes Kitten-Futter verwenden; tierärztliche Begleitung ist gerade beim Devon Rex wichtig, da Myopathie-Symptome früh auftreten können.
- Adult: Gewichtskontrolle und Portionsdisziplin stehen im Vordergrund; ausreichend Taurin ist angesichts des HCM-Risikos besonders relevant.
- Senior: Mit zunehmendem Alter steigt das Risiko klinisch manifester PKD und HCM; phosphorreduzierte, gut verdauliche Proteinquellen können nach tierärztlicher Abklärung sinnvoll sein; Flüssigkeitsaufnahme besonders beachten.
Flüssigkeitsversorgung Katzen nehmen den Großteil ihrer Flüssigkeit idealerweise über das Futter auf, nicht über Trinkwasser allein. Nassfutter mit einem Feuchtigkeitsgehalt von über 70 % unterstützt die Harnwegsgesundheit und entlastet die Nieren – ein wichtiger Aspekt bei einer Rasse mit PKD-Dispositon. Frisches Wasser sollte dennoch stets separat und reichlich verfügbar sein.
Du weißt jetzt, worauf es beim Futter ankommt — die passenden Sorten für die Rexkatze zeigt dir unsere datenbasierte Futtersuche.
Futtersuche öffnenNass-, Trocken- oder Rohfutter – welche Futterart passt zur Rexkatze?
Nassfutter als Basis Für Rexkatzen – insbesondere mit Blick auf die PKD-Disposition – wird Nassfutter als Hauptbestandteil der Ration empfohlen. Der hohe Feuchtigkeitsgehalt (typischerweise 70–85 %) unterstützt eine ausreichende Flüssigkeitszufuhr, entlastet die Nieren und senkt das Risiko für Harnwegserkrankungen (FLUTD). Rexkatzen haben als Wüstennachfahren ohnehin einen schwach ausgeprägten Trinktrieb – Nassfutter gleicht diesen physiologischen Nachteil wirksam aus.
Bei der Auswahl des Nassfutters gilt: Fleisch oder Fisch sollte an erster Stelle der Zutatenliste stehen. Füllstoffe wie Getreide, Stärke oder Pflanzeneiweiß können den Proteingehalt künstlich erhöhen, ohne die essenziellen Aminosäuren zu liefern, die Katzen benötigen. Ein volldeklariertes Futter mit ausreichend Taurin (im Fertigfutter in der Regel enthalten oder zugesetzt) ist für diese Rasse besonders wichtig.
Trockenfutter Trockenfutter kann als Ergänzung oder für Tiere mit ausgeprägter Präferenz eingesetzt werden. Es sollte jedoch nicht die alleinige Futtergrundlage bilden, solange keine tierärztliche Indikation besteht. Bei überwiegender Trockenfütterung muss die freie Trinkwasserverfügbarkeit sichergestellt und regelmäßig kontrolliert werden. Trinkbrunnen können bei manchen Tieren die Wasseraufnahme steigern. Der höhere Energiegehalt von Trockenfutter erfordert besondere Portionsdisziplin – insbesondere beim appetitfreudigen Cornish Rex.
Rohfütterung/BARF Rohfütterung ist für Rexkatzen grundsätzlich möglich, wenn sie bedarfsdeckend zusammengestellt wird. Hier gelten besondere Anforderungen: Taurin muss explizit ergänzt oder durch taurinreiche Rohstoffe (Herz, Lunge) ausreichend gedeckt sein, da Erhitzungsverluste bei BARF entfallen, aber pflanzliche Zutaten kein Taurin liefern. Eine fachkundige Rationsberechnung durch eine tierärztliche Ernährungsberatung ist bei Rohfütterung ausdrücklich empfohlen – insbesondere für Kitten, tragende/laktierende Kätzinnen und Tiere mit Vorerkrankungen.
Vegane und vegetarische Ernährung – nicht empfohlen Vegane oder vegetarische Fütterung ist für Katzen – und damit auch für die Rexkatze – nicht bedarfsdeckend und gesundheitlich risikobehaftet. Katzen können Taurin nicht aus pflanzlichen Vorstufen synthetisieren; ein Mangel führt zu dilatativer Kardiomyopathie und Netzhautdegeneration. Beta-Carotin kann von Katzen nicht in Vitamin A umgewandelt werden. Diese Ernährungsform wird für Katzen nicht empfohlen und sollte auch bei der HCM-prädisponierten Rexkatze unter keinen Umständen als gleichwertige Alternative betrachtet werden.
Nahrungsergänzung für die Rexkatze – was sinnvoll sein kann
Nahrungsergänzungen sind bei vollwertiger, kommerzieller Fertignahrung in der Regel nicht notwendig. Bei bestimmten Dispositionen der Rexkatze kann im Einzelfall eine ergänzende Supplementierung diskutiert werden – stets in Absprache mit dem Tierarzt.
Taurin Taurin ist die wichtigste ernährungsbezogene Stellschraube bei HCM-prädisponierten Rassen. Kommerzielles Fertigfutter enthält Taurin in der Regel in ausreichender Menge, da es seit der Aufdeckung des Zusammenhangs zwischen Taurinmangel und Herzerkrankungen routinemäßig zugesetzt wird. Bei Rohfütterung oder selbst hergestellten Rationen muss die Taurinversorgung besonders sorgfältig berechnet werden. Eine Supplementierung kann im Einzelfall sinnvoll sein – die konkrete Entscheidung sollte jedoch mit dem Tierarzt besprochen werden.
Omega-3-Fettsäuren (EPA/DHA) Langkettige Omega-3-Fettsäuren aus Fischöl oder Algenöl werden in der Veterinärmedizin in verschiedenen Zusammenhängen diskutiert – unter anderem im Kontext von Herzgesundheit und Nierenerkrankungen. Für Katzen mit HCM- oder PKD-Hintergrund kann eine Supplementierung sinnvoll sein; ob und in welcher Menge, ist im Einzelfall tierärztlich abzuklären. Katzen können EPA und DHA nicht effizient aus der pflanzlichen Vorstufe ALA (Alpha-Linolensäure) synthetisieren, weshalb vorgebildete tierische Quellen bevorzugt werden.
Phosphorbindung und nierenprotektive Ernährung Bei Tieren mit nachgewiesener PKD oder eingeschränkter Nierenfunktion kann eine phosphorarme Diät nach tierärztlicher Diagnose und Begleitung sinnvoll sein. Spezielle Nierendiätfutter sind kommerziell verfügbar und können – nach Abklärung – eingesetzt werden. Eine eigenständige Umstellung ohne Diagnose wird nicht empfohlen.
Was zu vermeiden ist Eine unkritische, nicht abgeklärte Supplementierung mit Vitaminen, Mineralstoffen oder Kräutern kann bei Katzen zu Überdosierungen führen. Vitamin A ist bei Katzen fettlöslich und akkumuliert; eine Überdosierung ist toxisch. Auch Kalziumpräparate ohne Diagnose können das Verhältnis zu Phosphor verschieben und nephrologisch relevant werden. Im Zweifel gilt: lieber ein hochqualitatives Vollnahrungsfutter wählen als unkontrolliert ergänzen.
Das passende Katzenfutter für die Rexkatze finden
Die Futterauswahl für Rexkatzen ist angesichts der kombinierten Anforderungen – hoher Protealbedarf, Taurinversorgung, Flüssigkeitsbedarf bei PKD-Disposition und Portionskontrolle bei Überschussappetit – nicht immer einfach. Kommerzielle Futterratgeber und Datenbanken können dabei helfen, Produkte anhand dieser Kriterien neutral zu vergleichen: Fleischanteil, Tauringehalt, Feuchtigkeitsgehalt und Nährstoffprofil sind die relevantesten Filter.
Der Futtersuche-Assistent auf futter.de ermöglicht eine datenbasierte Filterung nach Lebensphase, Protein- und Feuchtigkeitsgehalt sowie Futterart – ohne Verkaufsdruck und ohne Werbebindung an einzelne Hersteller. Für Rexkatzen empfiehlt es sich, folgende Kriterien zu priorisieren: hoher Fleischanteil (Hauptzutat tierischen Ursprungs), vollständige Taurinversorgung (im Vollnahrungsfutter Standard), hoher Feuchtigkeitsgehalt bei Nassfutter sowie eine Energiedichte, die zu Aktivitätslevel und Körpergewicht des individuellen Tieres passt. Bei Tieren mit bestehender PKD oder HCM-Diagnose sollte die Futterauswahl stets in tierärztlicher Abstimmung erfolgen.
Quellen
Hinweis
Dieser Ratgeber ist allgemeine, datenbasierte Information – keine individuelle tierärztliche Beratung. Fütterung und Nahrungsergänzung bei Erkrankungen, Jungtieraufzucht oder besonderen Bedürfnissen gehören in tierärztliche Hand. Bei akuten oder anhaltenden Symptomen bitte einen Tierarzt oder eine Tierklinik aufsuchen.
Fragen zur Ernährung & Haltung
futter.de-Redaktion. KI-gestützt erstellt aus unserer geprüften Datenbasis, redaktionell kuratiert.
Tierärztliches Review im Aufbau (Klinik-Partner). Medizinische Aussagen sind quellenbelegt. Zuletzt aktualisiert: 12. Juni 2026.
Wie wir arbeiten. Fehler gefunden? Sag uns Bescheid.